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Fußball-Bundesliga

Gladbach gelingt Revanche gegen Fortuna und 400. Heimsieg in der Bundesliga

26.01.2013 | 17:47 Uhr
Jubel bei den Gladbachern (von links): Luuk de Jong, Havard Nordtveit, Patrick Herrmann und Juan Arango.Foto: Daniel Naupold/dpa

Mönchengladbach.  Ende Oktober 2012 hatte Borussia Mönchengladbach gegen Fortuna Düsseldorf eine unglückliche 0:1-Pokalniederlage nach Verlängerung hinnehmen müssen. Am Samstag nahm die Fohlenelf mit einem 2:1-Erfolg Revanche und feierte den 400. Heimsieg in der Fußball-Bundesliga.

Die Diskussionen um die Wertigkeit des Spiels waren mit dem Anpfiff passé. Derby oder nicht, Borussia Mönchengladbach hatte noch anderthalb offene Rechnungen gegen die Mannschaft aus der Landeshauptstadt und nahm mit dem 2:1-Sieg Revanche. "Alles was zählt, ist ein Sieg", gab Gladbachs Präsident Rainer Bonhof die Marschroute als Wiedergutmachtung für die beiden vorherigen Duelle gegen Düsseldorf (0:0 und 0:1 im Pokal) aus und die Fohlenelf setzte das souverän um.

Für die Revanche setzte Borussias Trainer Lucien Favre auf dieselbe Elf vom 0:0-Unentschieden in Hoffenheim. Sein Kollege an der Seitenlinie stellte bei der Fortuna ordentlich um. Nach der 2:3-Auftaktniederlage gegen den FC Augsburg setzte Norbert Meier Tobias Levels, um den es zwischen den Nachbarn ebenfalls noch eine offene Rechnung gibt, gegen seinen alten Verein auf die Bank. Leon Balogun spielte auf der rechtes in der Viererkette. Außerdem durften die Winterneuzugänge Martin Latka (für Kapitän Andreas Lambertz) und Robert Tesche (für Ken Islö) bei Fortunas Premiere im Borussia-Park auflaufen. Die kompakte Abwehrarbeit der Hinrunde, die schon gegen den FCA fehlte, ließ die Fortuna aber auch am Niederrhein vermissen.

Unglücksrabe Juanan

Der Gastgeber übernahmen von Beginn an die Spielführung, ließen den Ball und Gegner schnell laufen und sorgten mit der ständigen Rochade von Patrick Herrmann, Juan Arango und Tolga Cigerci für Unruhe in Düsseldorfs Hintermannschaft. Aus dieser kristallisiert sich im Jahr 2013 ein Pechvogel heraus. Juanan, der gegen Augsburg beim ersten Gegentor unglücklich aussah, war auch beim 1:0 der Gladbacher der Unglücksrabe. Die scharfe Hereingabe von Oscar Wendt klärte der spanische Innenverteidiger ins eigene Tor (8.). Damit gelang den Gladbachern aber immer noch kein Tor gegen die Fortuna - auf jeden Fall kein eigenes. Das gelang sieben Minuten nach der Führung U21-Nationalspieler Patrick Herrmann. Luuk de Jong nutzte einen Patzer vom ehemaligen Borussen Johannes van der Bergh und bediente seinen Sturmkollegen mustergültig.

Vom Aufsteiger aus der Landeshauptstadt war bis dahin gar nix zu sehen. Die Fortuna schaffte es im Dauerdruck der Hausherren nicht, den Weg nach vorne zu finden und erst nach 26. Minuten gelang der Meier-Elf ein zaghafter Angriff über Dani Schahin, der sich im Strafraum gegen Roel Brouwers durchsetzte. Mehr Offensivaktionen gab es von den Gästen nicht. Das Team von Favre kontrollierte Tempo und Partie und versuchte mit dem 3:0 das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Aber der Aktionsradius der Borussia endete am Strafraum des Gegners und der erste Abschnitt exakt nach 45 Minuten.

Einzelkritik
Note 2 für Gladbacher Cigerci und Wendt

Beim 2:1-Derbysieg gegen Fortuna Düsseldorf kurbelte Tolga Cigerci das Spiel der Borussen mit viel Tempo an. Sein Mitspieler Alvaro Dominguez lieferte...

Schahin eiskalt

Ein Handspiel von de Jong im eigenen Strafraum machte das "kleine Derby" wieder spannend. Nach einer Ecke sprang der Ball dem Holländer an die Hand und Schahin verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt (50.). 2:1 - und die Gladbach-Fans musste nicht nur wegen der Minustemperaturen wieder zittern, denn der Düsseldorfer Angreifer trifft eigentlich nur im Doppelpack. Nur sechs Minuten später hätten Arango und Cigerci den alten Abstand aber wieder herstellen können. Arango allerdings hat in seinem rechten Fuß lange nicht das Gefühl seines linken und Cigerci legte sich den Pass vom Venezolaner viel zu weit vor. Die Fortunen spielten nun gefälliger mit, ohne aber zwingend zu Torchancen zu kommen. Alleine Schüsse aus der Distanz brachten keine Gefahr für Marc-André ter Stegen, der insgesamt sehr wenig zu tun bekam.

Gladbach schlägt Fortuna

Sein Gegenüber, Fabian Giefer, wurde in der Schlussphase der Partie warm geschossen. Erst scheiterte Herrmann am rechten Pfosten (78.) und dann parierte Düsseldorfs Schlussmann stark gegen Arango, der die Flanke des eingewechselten Mike Hanke nicht im Tor unterbringen konnte. Zwei Minuten vor dem Abpfiff war es noch mal der Südamerikaner, der die Entscheidung auf dem Fuß hatte. Aber auch nach dem Pass von Peniel Mlapa konnte Arango den Deckel nicht drauf machen. Es blieb beim 2:1-Sieg der Fohlen, die auch höher hätten gewinnen können. Von Fortuna kam in dieser Partie zu wenig, um den Gladbachern gefährlich zu werden.

Während sich Fortuna Düsseldorf nach der zweiten Niederlage in Folge in der Tabelle nach unten orientieren muss, feiert Borussia Mönchengladbach gegen den rheinischen Rivalen nicht nur eine gelungene Revanche, sondern auch den 400. Heimsieg in der Fußball-Bundesliga. Die Mannschaft von Lucien Favre ist nun seit neun Spielen ungeschlagen und macht den Anspruch auf das internationale Geschäft weiter geltend.

David Nienhaus

Kommentare
28.01.2013
06:08
Gladbach gelingt Revanche gegen Fortuna und 400. Heimsieg in der Bundesliga
von Zebrus | #7

Wir sind gar nicht so verschieden.Sowohl der MSV, als auch Fortuna besitzen seit 2 Jahren mittelmäßige 2. Liga Mannschaften. Doch ein Verein schien...
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Gladbach gelingt Revanche gegen Fortuna und 400. Heimsieg in der Bundesliga
Gladbach gelingt Revanche gegen Fortuna und 400. Heimsieg in der Bundesliga
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2013-01-26 17:47
Borussia Mönchengladbach,Fortuna Düsseldorf,Fußball-Bundesliga,1. Liga,BMG,Erste Liga
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