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Ferdinand attackiert Blatter und Platini

13.06.2012 | 10:13 Uhr

Der englische Fußball-Nationalspieler Rio Ferdinand hat im Zusammenhang mit der Rassismus-Debatte FIFA-Chef Joseph S. Blatter und den UEFA-Präsidenten Michel Platini attackiert.

Köln (SID) - (SID) - Der englische Nationalspieler Rio Ferdinand hat im Zusammenhang mit der Rassismus-Debatte FIFA-Chef Joseph S. Blatter und den UEFA-Präsidenten Michel Platini attackiert. "Die machen aufwendige Kampagnen gegen Rassismus und predigen ein faires und sportliches Miteinander. Aber was machen sie denn konkret, wenn solche schlimmen Dinge passieren? Ich hab die Antwort für Sie: gar nichts!", sagte der Innenverteidiger von Manchester United der Sport Bild.

Die Sanktionen seien lächerlich. Ferdinand: "Hier mal 25.000 Euro Strafe, dort mal eine kleine Sperre. Ganz ehrlich: Wenn die Funktionäre heute etwas erzählen, höre ich gar nicht mehr hin. Ich sage es klipp und klar: Vor Sepp Blatter und Michel Platini habe ich keinerlei Respekt mehr." Zu der Causa John Terry (FC Chelsea), der seinen Bruder Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben soll, sagte Ferdinand: "Erst nach meiner Karriere werde ich die ganze Wahrheit sagen. Dann wird abgerechnet."

Der 33-Jährige war vom englischen Teammanager Roy Hodgson nicht für die EM-Endrunde in Polen und der Ukraine nominiert worden. "Ich hätte sehr gerne gespielt. Weil ich diese Jungs und das Team liebe. Zu sagen, dass ich über die Entscheidung enttäuscht wäre, ist eine besondere Form von Untertreibung", betonte der ManUnited-Star.

Angetan ist Ferdinand von der deutschen Auswahl. "Die deutsche Mannschaft spielt sehr variabel, das macht sie seit einiger Zeit sehr vorbildlich. So wie Spanien oder der FC Barcelona über einen langen Zeitraum. Zudem habt ihr sehr starke Individualisten wie Mesut Özil. Er kann der Star dieser EM werden", sagte der Abwehrspieler.

sid

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