Wer verriet Löws Strategien? Die Suche nach dem faulen Apfel
24.06.2012 | 18:42 Uhr 2012-06-24T18:42:30+0200
Essen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat mit einer Gala gegen Griechenland das EM-Halbfinale erreicht. Doch das frühe Bekanntwerden seiner spektakulären Wechsel-Strategien ärgert Bundestrainer Joachim Löw. Sein Umfeld ist offensichtlich kein integres Umfeld. Ein Kommentar.
Für Joachim Löw handelt es sich bei der EM 2012 ab sofort um eine Standortbestimmung, die mit einem wunderbaren Titelgewinn enden kann, aber nicht enden muss. Nach einem Vorrunden-Aus, selbst nach einem Viertelfinal-Aus gegen die Griechen wäre der Bundestrainer möglicherweise trotz einer bis ins Jahr 2014 hineinreichenden Vertragslaufzeit unter Druck geraten. Und möglicherweise hätte Löw auch selbst darüber nachgedacht, ob er sein Amt mit dem Misserfolg im Nacken noch so souverän ausüben könnte wie zuvor. Doch dieses Thema ist vom Tisch. Und das ist gut so.
Halbfinale! Nur noch zwei Spiele trennen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vom Titelgewinn bei der EM 2012. Im Viertelfinale setzte sich die Elf von Bundestrainer Joachim Löw verdient mit 4:2 (1:0) gegen Griechenland durch. Den nächsten Gegner ermitteln Italien und England.
Der Souverän der Nationalmannschaft heißt auch in Zukunft Löw. Die Frage ist nur, wie sich das Leben in seinem Reich entwickeln wird. Dieser Bundestrainer steht ja nicht allein für klar konturierte fußballerische Werte, für das, was nach seiner Philosophie auf dem Rasen zu geschehen hat. Für ihn ist die langfristige Entwicklung einer großen Mannschaft, einer Mannschaft, die auf Jahre hinaus eine führende Rolle in der Welt übernehmen soll, ein komplexer Prozess, ein Prozess, für den er Regeln vorgegeben hat, ein Prozess, den er als empfindlich gestört empfindet, wenn sein Regelwerk gebrochen wird.
Löws Umfeld ist offensichtlich kein integres Umfeld
Deshalb ist das frühe Bekanntwerden seiner spektakulären Viertelfinal-Wechselstrategien für Löw auch kein Akt, über den mit einem Scherzchen auf den Lippen hinweggeschaut werden kann. Es geht dabei nämlich weniger darum, dass den Gegnern bei der EM Vorteile verschafft werden, als darum, dass der Bundestrainer sich nicht mehr sicher sein kann, in welchem Umfeld er sich bewegt. Ist es ein integres Umfeld, ein Umfeld, dem er sein Vertrauen bedenkenlos schenken darf?
Antwort: offensichtlich nicht. Den angefaulten Apfel im Korb auszumachen, ist allerdings unmöglich. Hoch erfreute oder vom Bankfrust erfasste Spieler könnten zu Geheimnisverrätern geworden sein. Schlimm genug. Noch schlimmer allerdings wäre es, wenn der faule Apfel ganz in Löws Nähe lagern würde. Gibt es jemanden, der bewusst gegen ihn arbeitet, der intrigiert, dem das Gruppeninteresse, dem das Interesse der Nation gleichgültig ist, der sich an Journalisten heranschleimen will, weil er darin einen Vorteil für sich erkennt?
Nachvollziehbarer Ärger des Bundestrainers
Dass die Freude des Bundestrainers über den bereits vierten Halbfinaleinzug in seiner Ära leicht dunkel eingefärbt ist, lässt sich also nachvollziehen. Wer möchte schon gern in der Stunde eines Triumphes mit einem Wurm konfrontiert werden? Vor allem mit einem, der aus dem ansonsten doch so prächtigen und für die Zukunft tolle Schlemmereien versprechenden Apfelkorb nicht entfernt werden kann.
14:58
Zum 1. - könnte irgendjemand aus den weiten Fluren der WAZ Herrn Lamers möglichst schonend beibringen, dass er NIE ein zweiter Hemingway sein wird?, dass kein Pulitzer- Preis für ihn bereitsteht?, dass selbst das bescheidene Niveau eines e.g. Wolfgang Hohlbein unerreichbar bleibt?
Diese manierierte, krampfhaft um unausgereiften Witz bemühte "Schreibe" ist wirklich so was von zum, und ich übertreibe keineswegs ...
zum 2. - wo blieb eigentlich die Empörung der WAZ, als zu Zeiten vor Felix Magath noch der kleinste Furz sofort tratschend an RS oder WAZ weitergereicht wurde? Waren da eigene Quellen bedroht und das daher alles gar nicht so schlimm?
Um Maßstäbe zu setzen, muss man selber Maßstäbe haben - so wird das nix.
14:41
Gääähhhhnnnn! Man könnte ja auch mal wieder etwas Fußball schreiben... Ich meine den Sport und nicht das ganze unwichtige Drumherum.
14:39
Ich kann mich nicht erinnern, auf diesen Seiten mal einen positiven Artikel über die DFB Auswahl gelesen zu haben. Vielleicht habe ich aber auch nicht alle gelesen?
Und wenn ss schon nichts wichtiges zu berichten gibt, dann wird hier tagelang die Leserschaft mit der "Wurm Affäre" gelangweilt.
Warum ist man als Fan der National Manschaft nicht einfach stolz auf das erreichte und genießt einfach die EM?
Wenn Donnerstag Abend das Ende gekommen sein sollte, was ich nicht hoffe, dann werden wir sicherlich mit weiteren "faulen Artikeln" überhäuft und erfahren vielleicht auch noch wer der Wurm war.
14:17
Eine "Mannschaft, die auf Jahre hinaus eine führende Rolle in der Welt übernehmen soll"? Ein Intrigant, "dem das Interesse der Nation gleichgültig ist"? Mit Verlaub, Kollege Lamers: Ich finde, Sie schießen mit Ihrer Wortwahl weit, weit übers Ziel hinaus.
Haben Sie persönliche Identitätsschwierigkeiten, dass Sie sich in ein möglichst großes Kollektiv stellen und versuchen, ihm eine Stimme zu geben? Und gehen gerade irgendwelche chauvinistischen Großmachtphantasien mit Ihnen durch? Wir sprechen von FUSSBALL, Herr Lamers, einem eigentlich unbedeutenden Gewinnen-Verlieren-Spielchen eines Vereins von vielen. Ich kann nicht sehen, was das mit den Interessen der Nation zu tun haben soll.
12:39
Vielleicht war es auch genau anders herum.
Vielleicht hat jemand spekuliert, um die Griechen in die Irre zu führen und hat dabei -zunächst unwissentlich- einen Volltreffer gelandet.
12:10
Liebe Wazzá,
müsste es nicht 2012 heißen? Viel Spaß beim ändern.
Gruß
11:40
Na, wer da Hochverrat begangen hat wird wohl schwer herauszufinden sein.
Aber Herr Lamers übertreibt doch etwas mit seiner Wortwahl...
"Gibt es jamanden,...der intrigiert, dem das Gruppeninteresse, dem das Interesse der Nation gleichgültig ist..."
Ich wundere mich nur, dass hier nicht die Einführung der Todesstrafe für diesen nationalen Verrat gefordert wird!