Bierhoff verteidigt DFB-Team und Löw gegen Kritik nach EM
07.07.2012 | 16:16 Uhr 2012-07-07T16:16:54+0200
München. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sieht Bundestrainer Joachim Löw trotz der Niederlage im EM-Halbfinale gerüstet für die Zukunft. Für die Kritik nach dem 1:2 gegen Italien hat Bierhoff zwar Verständnis, doch halte er nichts davon, gleich das ganze System infrage zu stellen.
DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sieht Bundestrainer Joachim Löw trotz der enttäuschenden Niederlage im Halbfinale der EM in Polen und der Ukraine gerüstet für die Zukunft. „Jogi Löw wird das Spiel gegen Italien analysieren, und er wird bald wieder die Kraft finden für die nächste Strecke. Um Jogi mach' ich mir keine Sorgen“, sagte der 44-Jährige der Süddeutschen Zeitung.
Die Deutsche Nationalmannschaft verbessert sich durch den Einzug ins EM-Halbfinale auf Platz zwei der Weltrangliste. Welt- und Europameister Spanien bleibt Erster. Die im Finale unterlegenen Italiener klettern auf Rang sechs.
Für die Kritik nach dem 1:2 gegen den viermaligen Weltmeister hat Bierhoff zwar Verständnis, doch halte er nichts davon, gleich das ganze System infrage zu stellen. „Sechs Wochen wurde das Gefühl vermittelt, dass alles wunderbar läuft, es wurde die Dynamik des Teams gelobt, die flache Hierarchie, die integrative Kraft - nach einem Spiel war alles weggewischt“, sagte Bierhoff, dem der hohe Druck auf die Mannschaft stets bewusst war: „Es war ja schon vor dem Turnier absehbar, dass wir nach dieser überragenden Qualifikation und nach den Siegen gegen Brasilien und die Niederlande auf einem schmalen Grat wandeln, dass die Fallhöhe groß sein könnte.“
Ebenso gibt es für den früheren Italien-Legionär keinen Anlass, über die Personalentscheidungen von Löw zu debattieren. „Es ist gerade eine Stärke von Jogi Löw, dass er auch unpopuläre Entscheidungen trifft“, sagte Bierhoff. Trotz ansprechender Leistungen im Viertelfinale gegen Griechenland (4:2) hatte Löw Andre Schürrle, Marco Reus und Miroslav Klose gegen Italien wieder auf die Bank gesetzt. Stattdessen vertraute der 52-Jährigen dem formschwachen Lukas Podolski, Toni Kroos und Mario Gomez.
Bierhoff sieht keine „Verlierer-Mentalität“
Wegen des Weggangs von Matthias Sammer vom DFB zu Bayern München, ist der Fußballverband auf der Suche nach einem neuen Sportdirektor. Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn signalisierte bereits Interesse an diesem Job.
Doch auch für Bierhoff waren die Darbietungen der DFB-Auswahl nicht immer das Gelbe vom Ei. „Es fällt auf, dass wir uns schwer tun, die ersten Torchancen zu nutzen, da fehlt auch Cleverness, Abgezocktheit“. Dafür habe es im Team nicht an Leidenschaft gemangelt. „Von unseren Spielern war keiner bequem, sie hatten alle Hunger nach dem Titel“. Zwar hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seit dem EM 1996 keinen Titel im Erwachsenenbereich geholt, inbrünstigen Hymnen-Gesang der Südeuropäer
Am 0:4 verloren“, sei die Niederlage jedenfalls nicht fest zu machen. „Die Italiener haben auch vor dem Finale leidenschaftlich gesungen und sagte Bierhoff, der anmahnte, dass Deutschland die Leichtigkeit beibehalten müsse, die die Mannschaft bei der WM 2010 ausgestrahlt habe. „Wir müssen aufpassen, dass wir keine Überheblichkeit vermitteln“, denn Deutschland bewege sich aufgrund seiner Geschichte stets auf einem schmalen Grat, sagte Bierhoff. (sid)
13:02
... - na ja ... - Helmut Schön hätte dann von 1958 an auch etliche Turniere in den Sand gesetzt, 1958 und 1962 als Co-Trainer, 1966 ("nur" Vize), 1968 (nicht einmal zur EM qualifiziert) und 1970 ("nur" Dritter) als Trainer. Müller war immerhin bei der letzten WM die Entdeckung und Torschützenkönig, und Podolski hat auch schon super Spiele gemacht. Die Aufstellung von Gomez fand ich durchweg nicht richtig, aber in den beiden ersten Spielen hat der Erfolg dem Trainer Recht gegeben. Der große Knackpunkt bleibt für mich, dass er das erfolgreiche Viertelfinalteam ohne Not wieder auseinander gebaut hat. Aber ist das ein Grund, ihn in die Wüste zu schicken?
18:01
Jogi und sein Verliererclub melden sich zu Wort. Seit 2006 ist er als Co im Amt, er hat ingesamt 4 Turniere in den Sand gesetzt. Es wird Zeit für eine Entlassung, denn auch ein durch ihn geprägtes Spielsystem ist nicht zu erkennen. Immer wieder werden Antifussballer wie z.B Müller, Podolski und Gomez aufgestellt. Diese 3 würden das Wasser für Fabregas, Iniesta, Xavi und Silva in Spanien tragen. Die Edeltechniker sitzen auf der Bank....selbst die Marca (spanische Zeitung) hat uns verhöhnt, weil Götze, Schürrle und Reus nicht Stamm waren.
11:59
Kahn wäre der Richtige er würde mich verpflichten
und ich würde wie Bierhoff nur das Geld ab kassieren
10:06
Was soll der Olli denn auch sagen ?
Er verteidigt hier seinen Job.
So etwas findet er nicht mehr wieder.
Die Arbeit hält sich in Grenzen, der verdienst dürfte gut sein.
Persönliche Werbeverträge springen auch dabei raus, alles bestens für den Olli.
04:06
Sollte Löw morgen gefeuert werden oder die Brocken von selbst hinschmeißen ,dann wird unser Golden-Goal-Boy genau das Gegenteil von seiner heutigen Aussage vertreten.Als wenn man jemanden beim DFB nach einer Fehlerkette kritisieren würde .Es wird nur im Falle des Falles nachgetreten.Dann aber richtig.
23:58
geht Herrn Bierhoff aber komplett ab.
Das Fehler gemacht wurden ist unbestritten. Niemand stellt das Gesamtkonzept in Frage. Nur muss man sich die Frage Erlauben dürfen, was genau die Aufgaben eines Herrn Bierhoff sind und wie diese aussehen?
Sich hinzustellen und auf eine "Arrogante" Art darzustellen, war schon immer ein Teil von Herrn Bierhoff.
Der Herr Löw hat einen Fehler gemacht, nicht mehr und nicht weniger. Ihn dafür zu Kritisieren darf ja wohl erlaubt sein...
23:54
Man soll auch das System nicht gleich in Frage stellen,ich stelle nur Löw in Frage..
#2 Und Bierhoff gleich mit was macht der eigentlich ?
21:42
... - hat Jogi Löw das nicht mit der Aufstellung gegen Italien selbst getan ... ?!?