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Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt

16.03.2014 | 18:56 Uhr
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
Auch auf der Tribüne erlebte BVB-Trainer Jürgen Klopp keinen harmonischen Nachmittag.Foto: Ina Fassbender / Reuters

Dortmund  Der Dortmunder Trainer Jürgen Klopp regte sich auch am Samstag beim Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach über die Entscheidungen des Schiedsrichters auf. Am Ende wurde der BVB-Coach wieder einmal auf die Tribüne geschickt. Ein Kommentar.

Natürlich haben alle Bundesliga-Trainer eine Vereinsbrille auf, allerdings dürfte das Modell, das Jürgen Klopp gehört, den Namen „Ultraparteiisch“ tragen. Ganz gleich, wie eine Entscheidung auch ist, sobald sie gegen Dortmund getroffen wird, kann der Schiedsrichter nahezu sicher sein, dass der BVB-Trainer hochgeht – mal mehr, mal weniger.

Der Mann hat nullkommanull Frustrationstoleranz und fährt selbst bei vergleichsweise weniger wichtigen Partien aus der Haut. Die Schwarzgelben sind auch kommende Saison nahezu sicher in der Champions League, und dennoch vermittelt Klopp selbst bei einem alltäglichen Bundesligakick den Eindruck, als ginge es um einen besonderen Pokal, mindestens.

Schiedsrichter Aytekin leitete die Partie in Dortmund einwandfrei

Man stelle sich nur mal vor, der Mann wäre am Samstag Gladbach-Trainer gewesen: Hätte er dem Schiri mangelndes Fingerspitzengefühl vorgeworfen, weil Havard Nordtveit unter anderem wegen Ballwegschlagens vom Platz gestellt wurde? Hätte er kritisiert, dass Robert Lewandowski nach einer dunkelgelben Karte und einigen überharten Aktionen auf dem Rasen bleiben durfte? Es ist müßig, über Antworten zu spekulieren. Der BVB-Coach wird wohl nie die professionelle Nachsicht eines Jos Luhukay oder eines Lucien Favre vorleben können.

Klopp
Der BVB verliert das Spiel - Jürgen Klopp das Nachspiel

Bei der 1:2-Heimpleite gegen Mönchengladbach tritt Borussia Dortmund phasenweise stark auf und nur individuelle Fehler entscheiden über den Ausgang der Partie. Individuelle Fehler begeht auch der Trainer – die allerdings immer wieder: von der Gesichtsentgleisung bis zur Journalistenbeleidigung.

Fakt ist, Schiedsrichter Deniz Aytekin hat in Dortmund eine knifflige Partie einwandfrei über die Runden gebracht - nicht zuletzt, weil er am Ende ein Zeichen setzte und den ständig ausbrechenden Klopp-Vulkan auf die Tribüne schickte. Er war nicht der erste Referee, der das tun musste, und er wird wohl nicht der letzte sein.

Der Mann ist bekanntlich Wiederholungstäter. Leider haben die Strafen, die der DFB bislang verhängt hat, nichts daran ändern können. Die Frage, ob sich die Schiedsrichter ausreichend durch den Verband geschützt sehen, sollte man deshalb besser nicht stellen. Gut also, dass die Unparteiischen die Möglichkeit haben, sich gegen cholerische Trainer zu wehren. Sie sollten es tun, noch konsequenter als bislang.

Wenn Jürgen Klopp böse wird

 

Artur vom Stein



Kommentare
18.03.2014
12:04
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von SalentinaDoc | #69

Ich find es unfassbar, wie in nahezu allen Artikeln hier über Herrn Klopp geschrieben wird. Bin ich versehentlich auf der Kolumnen- statt auf der Sportseite gelandet? Diese Wertung durch den Autor (dessen Namen ich leider nirgends finden kann) ist unterste Schublade. Da kann ich auch gleich die Bild lesen.
Und zum eigentlichen Thema. Ja, er regt sich auf. Ja, ein (!!!) Mal hat er übertrieben. Und die Schiedsrichter-Diven haben zu viel Macht, die sie missbrauchen, wenn ihnen gerade der Sinn danach steht. Mafiöse Verhältnisse in der Bundesliga. Eine Schande!

18.03.2014
09:19
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von Melitaman1 | #68

Ist Klopp in Dortmund schon so unbeliebt, dass viele Kommentar-Funktionen zu Klopp-Artikeln deaktiviert werden mussten? Das gibt es doch sonst nur bei Artikeln mit Ausländer-Hintergrund.

1 Antwort
Das erste Päckchen
von sozialpit | #68-1

nach Landsberg schon gepackt @Melitaman?

17.03.2014
19:14
Ein Gipfelstürmer
von sozialpit | #67

ist Kloppo schon, denn ohne ihn nicht dieser schwarzgelbe Höhenflug bis in europäische Fußballgipfellagen.Der Aufstieg ist aber der leichtere
Teil, verglichen mit dem Langzeit-Biwakieren in dünner Luft und dem zeitweiligen,kontrollierten Abstieg ins Basislager zum Sammeln der Kräfte für einen erneuten Sturm. Trotz fachlicher Kompetenz, emotionaler und sozialer Intelligenz, sowie relativ brillanter Rhetorik, muss auch er den "nächsten Schritt" machen, damit Stillstand nicht Rückschritt wird. Er muss bei seiner Außendarstellung an der "Baseline" definitiv aufpassen, dass "authentisch" nicht zunehmend in "autistisch" abgleitet". Auch im Umgang mit Medien muss man von den Bayern lernen, die sympatisierende Moderatoren und vereinseigenen Experten in den Medien platziert haben. Undifferenzierte Medienschelte ist da zu wenig. Ein fußballerisch-taktischer Plan B zum Überfallfußball kann auch nicht schaden. Und warum zur Behebung der Abschlusschwäche nicht fußballexternen Sachverstand holen.

17.03.2014
18:39
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von ForzaBVB | #66

Die Überschrift sollte besser heißen:
"Und wieder hat der schlechteste Schiedsrichter der Liga eine dürftige Leistung gebracht"

Da sollte der DFB mal ermitteln!! Das Kloppo aber ruhiger werden sollte ist auch Fakt!

1 Antwort
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von Schoenoesaeipa | #66-1

Der BVB und die Schiris - auf eines kann man sicher wetten: Jeden Spieltag wird eine andere Schiri-S@u von BVB-Offiziellen und Anhängern durchs Dorf getrieben - natürlich immer die arme, die den BVB pfeifen musste ...

17.03.2014
18:05
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Name von Moderation entfernt | #65

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1 Antwort
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von Emmaen | #65-1

Ich vergaß - der Mann ist Wiederholungstäter

17.03.2014
17:52
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von otto50 | #64

...........das Problem ist die Häufigkeit seiner Verbalattacken mit verzerrtem Gesicht auf den 4. Schiri. Da aber von "Täter" zu sprechen, geht zu weit, er hat meines Wissens noch niemanden umgebracht. Das ist Klopp wie er leibt und lebt, der kann nicht anders. Er kann höchstens 5-6 Spiele Ruhe geben, dann rastet er wieder aus. Und ? Bisher 4 Ausraster in 10 Jahren, hochgerechnet auf seine gesamte Trainerlaufbahn dürften da 10 Ausraster auf 25 Jahre kommen. Wo ist das Problem ?

Das Problem ist, das die Wut die Klopp hat, eigentlich seinen Spielern gilt, die sollte er mal wachrütteln nach solchen Spielen. Der arme 4. Schiri ist nur der Blitzableiter für eigene Unzulänglichkeiten. Strittig war aus meiner Sicht nur die Aktion, vor dem vermeintlichen 2:2, zwischen Lewy und ter Stegen. Jeder 2. Schiri hätte das Tor gegeben, in England sogar jeder, aber da sind wir ja nicht.

Zur Spielweise von Lewy fällt derzeit auf, als wolle er geradezu eine Platzverweis provozieren.

1 Antwort
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von 1schwerterbazi | #64-1

4 Ausraster in 10 Jahren ??? Oben aufgeführt in "Wenn J.K. böse wird " sind aber schon 11 Ausraster in 10 Jahren... und das sind "nur" die, die bestraft wurden... von denen die bestraft werden müssten.... oh je.. da käm noch ne Menge dazu.
Bei dem Rest deines Kommentares gebe ich dir Recht

17.03.2014
17:41
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Name von Moderation entfernt | #63

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17.03.2014
16:55
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von Borussen-Peppi | #62

Sicherlich sollte sich Klopp besser im Griff haben. Allerdings war die Aktion am Samstag nicht wirklich so arg, dass es einen Verweis auf die Tribüne gerechtfertigt hätte. Bei der Kloppschen Vorgeschichte müßte er sich jedoch etwas besser unter Kontrolle haben. Die Schiedsrichter reagieren mittlerweile - und gerade bei ihm - sehr empfindlich.
Viel mehr macht mir die spielerische Armut des BVB Sorgen. Die Doppelsechs mit Kehl und Sahin ist einfach zu langsam und inspirationslos. Die linke Aussenverteidigerposition ist mit Schmelzer nur ungenügend besetzt. Hier sollte auf jeden Fall im Sommer nachgebessert werden. Ostrzolek oder Ozcipka sowie Durm aus den eigenen Reihen sind da auf lange Sicht die bessere Lösung.Im Mittelfeld wären Hahn und Firmino zwei schnelle und im Falle von Firmino auch technisch wunderbare Verstärkungen für 2014/15. Im Sturm den Abgang von Lewandowsli zu kompensieren ist schier unmöglich. Hier ist man sich ja anscheinend schon mit Ramos einig. Ob das reicht?

1 Antwort
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von halunke | #62-1

Nein, ich befürchte nicht. Man muss sich natürlich die Frage als Verein, aber auch als Fan stellen, wo sich der BVB eingruppieren soll, bzw. welche Ansprüche man hat. Ich glaube nicht, dass man seitens des BVB in die oberen Etagen des europ. Fussballs eindringen möchte, bzw. kann. Ein Dzeko würde dem BVB besser stehen, als nur ein Ramos, am besten beide, denn eins muss man sagen, bei allem Verletzungspech, welches wir hatten, hat Lewa zum Glück keine großartigen verletzungen erlitten. Nichts auszudenken, was gewesen wäre, hätte er sich verletzt und wäre 4 Wochen ausgefallen. Man benötigt definitiv zwei starke Stürmer.

17.03.2014
16:09
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von Schoenoesaeipa | #61

10000 € Strafe - dafür lässt der 10 min trainieren...

Unglaublich, dass die "Strafen" des DFB immer weitaus geringer ausfallen als die der UEFA - hat Rauball da etwa seine Finger im Spiel?

1 Antwort
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von Emmaen | #61-1

Das ärgert Sie, gelle? In München müßte er dafür sogar nur 4 Minuten trainieren lassen.
Welche Haftstrafe fordern Sie? Die ließe sich dann in Tagesätze umrechnen...Und gleich auch noch eine Verschwörungstheorie mit dabei Richtung Reinhard Rauball. Aufgepaßt, das könnte teuer werden wegen Verleumdung. Aber Sie als Hobbyjournalist bekommen hier bestimmt Zeilengeld.

17.03.2014
12:45
Wieder Ausraster - BVB-Trainer Jürgen Klopp hat nichts gelernt
von Tommyrakete | #60

wie schon heute morgen geschrieben.... noch immer ärgere ich mich über die unmögliche Formulierung "der Mann" - das ist einfach unhöflich und unsachlich. Natürlich kann man über das Verhalten von Herrn Klopp diskutieren, aber eine journalistische und professionelle Distanz wäre hier durchaus angebracht und auch wünschenswert.

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