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DFB-Pokal

Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven

29.10.2009 | 11:33 Uhr
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven

Osnabrück/ Dortmund. Lucas Barrios machte auf dem Weg zum Mannschaftsbus von Borussia Dortmund eine Pause in der Mixed-Zone der Osnabrücker Fußball-Arena.

Der Stürmer gab keine Interviews, er quälte, ja folterte sich, indem er Fernsehen schaute. Im Programm: Die Bilder der DFB-Pokal-Pleite seines BVB beim VfL Osnabrück. Barrios sah nicht, wie die feiernden VfL-Spieler eine mobile Biertheke in ihre Kabine schoben. Er war so gebannt und erstarrt wie einige seiner Mitspieler in den entscheidenden Szenen der 90 Spielminuten.

Kürzester Weg in die Europa League verbaut

Tinga gegen Björn Lindemann.

Mit dem 2:3 beim VfL Osnabrück hat sich Borussia Dortmund den kürzesten Weg in die Europa League verbaut. Als Tabellenzehnter sollte sich der BVB im Moment wenig Hoffnung machen, am Saisonende als Fünfter der Bundesliga für den ertragreichen Europapokal qualifiziert zu sein. Die Klubs auf den ersten sieben Plätzen, zu denen die Borussia in vielerlei Hinsicht aufschließen möchte, sind noch allesamt finanzstärker.

Wie in Osnabrück bewiesen, kann ein Kleiner zwar einen Großen schlagen. Aber auf 34 Spieltage hochgerechnet, schießt Geld eben doch Tore. Spötter witzelten schon, der BVB könne doch in der Liga einfach keine Gelbe Karte mehr kassieren und sich über die Fair-Play-Wertung für Europa qualifizieren.

"Das war Komplettversagen und dilettantisch"

Sportdirektor Michael Zorc hatte als Erster die Tragweite der Niederlage erkannt: „Das nimmt dir die Perspektive. Für einzelne Spieler.” Ältere Profis, wie Roman Weidenfeller (29) oder Dede (31) wissen, dass sie wohl frühestens 2011 international auflaufen könnten. Das sind auch für junge aufstrebende Spieler keine schönen Aussichten.

„Das nimmt auch dem Klub Perspektiven. Vor allem dem Klub”, sagte Zorc weiter. Schon im Pokal-Viertelfinale hätte der BVB, mit gutem Gegner und TV-Übertragung, zwei Millionen Euro extra einnehmen können. Eine üppige Zusatzeinnahme im ausgereizten Erlösmarkt. „Es hätte zu unserer finanziellen Erholung beigetragen”, sagte Zorc und geriet nach dem sachlichen Ausblick in Erregung. „Das war Komplettversagen und dilettantisch. Wenn du dazu amateurhaft sagst, beleidigst du die Amateure.” 

Dortmund ist spitze - in der Kategorie "Gegentore nach Standards"

Der BVB führt in einer Statistik, in der man nicht gerne vorne liegt: Die meisten Gegentore nach Standardsituationen. Hier trifft Angelo Barletta zum 1:0 für Osnabrück. (Foto: ddp)

Den Sportdirektor ärgerte, dass sein Team an diesem Abend wieder in überwunden geglaubte Verhaltensschwächen verfallen war. Nach zuletzt guten Liga-Spielen schienen sich die Dortmunder stabilisiert zu haben. Ein Aufwärtstrend wurde vermutet. Davon war in Osnabrück wenig zu sehen. Zwei Gegentore fielen nach Standards. „Wir verteidigen gegen den Mann, stehen aber im Raum. Das ist Blödsinn”, erklärte Trainer Jürgen Klopp den Ablauf vor dem 0:2. In der Statistik „Gegentore nach Standardsituation” ist der BVB in der Bundesliga Spitzenreiter. Das hat sich rumgesprochen. „Wir wussten, dass sie bei Standards schwach sind”, sagte Osnabrücks Angelo Barletta, der zum 0:1 und zum 0:2 traf.

Hätten die Dortmunder ihre anfängliche Überlegenheit und Dominanz in Tore umgemünzt, wären sie gar nicht in Rückstand geraten. „In der ersten Hälfte haben wir aus gefühlten 90 Prozent Ballbesitz keine Torchance kreiert”, mäkelte Jürgen Klopp. „Die Osnabrücker waren geil darauf, Tore zu machen. Wir nicht”, fand Nuri Sahin.

Sven Bender gegen Hertha wieder einsatzbereit

Am Freitag, gegen Hertha BSC Berlin, soll alles besser werden. „Sollten wir nach dieser nicht wieder gut zu machenden Kerbe die Frechheit besitzen, ohne Selbstvertrauen und Mut aufzutreten, wäre uns nicht mehr zu helfen”, wurde Klopp fatalistisch. Und forderte gegen Berlin einen Sieg. Am Freitag ist Sven Bender wieder einsatzbereit. Damien Le Tallec, der sich gegen Osnabrück die Schulter auskugelte, wird fehlen.

Thorsten Schabelon



Kommentare
30.10.2009
17:20
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von zuschauer | #12

bloss nicht nicht gegen OS gewinnen. das könnte ja geld in die kassen bringen. dann noch reichensteuern bezahlen. man ist doch nicht blöd !!!!!!!!

29.10.2009
15:04
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von Ostwestfale1907RWE | #11

Sorry liebe DORTMUNDER wenn der BVB weiter so spiet dann heißen die gegner demnächst koblenz oder fürth.

29.10.2009
13:07
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von BlubbOmat | #10

#3 da kann man nur den Kopf schütteln Dortmund spielt endlich mal mit leidenschaft und dann noch richtig gut und nach jeder niederlage wird immer alles in frage gestellt ^^
Die waren doch auch gegen Os wieder die eindeutig bessere Mannschaft dafür das Weidenfeller keinen an den 2ten Pfosten stellt und Owo und Valdez nichts gegen den Fallrückzieher unternehemen kann jawohl der Klopp nichts für.

Naja im Moment spielt der BVB halt so wie es sich die Dortmunder die letzten 6 Jahre gewünscht haben nur das sie zu große schwankungen. Die Mannschaft ist Jung das wird sich noch legen.

29.10.2009
12:49
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von Friedhelm Futsch | #9

ROFL 3. LIGA!!!!

29.10.2009
12:43
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von Frank 40 | #8

Herrlich, herrlich jetzt nur noch Hertha zum leben erwecken und meine blau weiße Welt stimmt wieder.
Gut gemacht SprücheKLOPPer.

29.10.2009
11:59
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Name von Moderation entfernt | #7

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29.10.2009
11:57
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Name von Moderation entfernt | #6

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29.10.2009
11:35
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von Nordfan 67 | #5

#3 ... blöderweise könnt´s noch schlimmer kommen,
notfalls mit Schirihilfe. Ham wa allet schon jehabt.

29.10.2009
11:04
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von hans | #4

hoffentlich stecken die spieler den kopf nicht in den sand .....
so wie es die kommentatoren und der autor macht ....
die wunden lecken und
der herta die wurst vom brot nehmen ....
auf gehts

29.10.2009
10:23
Pokalaus raubt dem BVB Perspektiven
von sokanndasnichtweitergehen | #3

vielleicht wird dem ein oder anderen klopp verehrer nun endlich mal auffallen, dass der gute mann - so hervorragend fachlich und dufte er auch sein mag - auf lange sicht NICHT der richtige für den BVB sein kann! das war der 3 big point innerhalb eines jahres, den er und die mannschaft mehr als kläglich vergeben hat!! wieviele soll bzw darf er noch bekommen??? ich kann das ganze phrasengedresche nicht mehr hören und möchte nun endlich mal fortschritte und eine entwicklung nach vorne sehen... ps: und wenn der bvb am freitag zu hause gegen die hertha wieder ein 1:1 hinlegt, flipp ich aus!!!

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