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Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch

16.02.2012 | 19:00 Uhr
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch

Das tut schon weh. Uli Hoeneß setzt ganz bewusst fort, was Karl-Heinz Rummenigge nach dem 1:1 der Bayern in Hamburg losgetreten hat. Rummenigge monierte, sein Verein wäre noch immer Tabellenführer, hätte nicht Schiedsrichter Knut Kircher einen Treffer aberkannt .

Nun hat es schon häufig Anlass gegeben, Schiedsrichter zu kritisieren . Aber diese Nummer hat System. Sie kommt ungeniert zu einem Zeitpunkt, an dem sich gerade erst Hertha BSC und Eintracht Frankfurt an einem Schiedsrichter abgearbeitet haben. Sie kommt übrigens drei Monate nach dem Suizid-Versuch von Babak Rafati. Schon vergessen? Rafati nannte später Gründe, dazu gehörte der zunehmende, auch medial erzeugte Druck. Was war also das damalige „Lasst uns die Schiris besser schützen“ der Fußball-Branche? Bestenfalls Betroffenheits-Ritual, schlimmstenfalls scheinheilig.

Und also sprach gestern Hoffenheims Trainer Markus Babbel: „Solange sie kein Transferfenster für Trainer einführen, ist das alles in Ordnung.“ Haha, selten so gelacht. Es ist ja auch zu komisch, wenn Herr Babbel in Windeseile aus Berlin nach Hoffenheim wechselt. Dass sein Mainzer Kollege Thomas Tuchel diese neue Trainer-Unsitte kritisiert: bravo.

Aber auch hier gilt: Ein Trainer, dem völlig egal ist, ob er morgen schon den Gegner von heute trainiert, reicht nicht. Es gehören Vorstände und Manager dazu, denen Rückgrat, Prinzipien, Geduld, Vertrauen ins eigene Konzept oder auch nur jedes Schamgefühl abhanden kommen. Denen spätestens im Liga-Endspurt der Zweck jedes Mittel heiligt.

Klaus Wille


Kommentare
17.02.2012
16:38
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch
von Evinger1961 | #9

hoffentlich fliegen die bayern gegen basel raus.
da können sie nicht sagen, die 3-fach belastung war schuld,
wenn sie wieder nicht meister werden.

die herren arroganz wissen selbst, dass sie stuss reden.
sie wollen nur provozieren und das ist einfach unsportlich.

aber auf dauer schaden sie sich selbst
und das ist gut so.

17.02.2012
15:55
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch
von EbbesRache | #8

Durchschaubares Manöver in einer für die Bayern schwierigen Phase.
Es wird nicht einfacher für die Münchner, bei denen seit einigen Jahren die Entwicklung des Spiels nur noch über Personalfragen geschieht.
Niederlagen werden an individuellen Fehlern festgemacht, Kritik gibt es dann an einzelnen Spielern oder dem Trainer. Wenns dann mal so richtig in die Hose geht, wird auch gerne mal auf die ganze Mannschaft eingeprügelt.
Auf der anderen Seite steht mit dem BVB ein Club, der pragmatische Lösungen sucht, und diese meist auch findet. Seit dreieinhalb Jahren sitzt dort ein emotionaler Heißsporn auf der Bank, der aber genauestens weiß, was er von seinen Spielern verlangt bzw verlangen kann. Der seine Truppe auch nicht nach Starfaktor, sondern nach gruppendynamischen Aspekten zusammenstellt. Mit viel Geduld, die man in München leider nicht hat, Die Bayern täten besser daran, die Gründe für ihr Scheitern bei sich zu suchen, ansonsten werden sie vom BVB dauerhaft abgehängt werden...

17.02.2012
14:12
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch
von schwarzgelbesMaskottchen | #7


Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Bayern:
Ein verweigerter Elfmeter
Ein wegen angeblichem Abseits nicht gegebener Treffer

Demnach müsste unser BVB sogar noch mehr Punkte auf dem Konto haben und die Tabelle mit 6 Pkt. Vorsprung vor dem FCB anführen. Die Fakten belegen das Gegenteil: der FCB wird bevorzugt!

Glück auf!

1 Antwort
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch
von marwang | #7-1

ulis wahrheit können eben einige nicht vertragen

17.02.2012
14:09
Präsident Hoeneß und Herr Rummenigge kennen die „wahre Tabelle“ nicht!
von schwarzgelbesMaskottchen | #6

Es sind die allseits bewährten Rezepte aus der Abteilung "Attacke"! Die Schiedsrichter sollen eingeschüchtert werden durch "Psychospielchen".

Zum Vorwurf:
Nachlesen bei:
http://sportbild.bild.de/SPORT/bundesliga/vereine/fc-bayern-muenchen/2012/02/14/karl-heinz-rummenigge/im-zweifelsfall-contra-bayern-stimmt-das-wirklich.html

Die „wahre Tabelle“
Ergebnis: der FCB wird von den Schiedsrichtern insgesamt bevorzugt!
DIE FEHLENTSCHEIDUNGEN DER BUNDESLIGA
Borussia Dortmund: um zwei Punkte benachteiligt
Tatsächlicher Stand: Platz 1, 46 Punkte
Nach wahretabelle.de: Platz 1, 48 Punkte
Fehlentscheidungen zu Gunsten des BVB:
Ein dem Gegner verweigerter Elfmeter
Fehlentscheidungen zu Ungunsten des BVB:
Vier verweigerte Elfmeter

FC Bayern München: um zwei Punkte bevorzugt
Tatsächlicher Stand: Platz 2, 44 Punkte
Nach wahretabelle.de: Platz 3, 42 Punkte
Fehlentscheidungen zu Gunsten der Bayern:
Ein wegen angeblichem Abseits aberkannter Gegentreffer
Zwei trotz Abseits gegebene Treffer
Fehlentscheidu

17.02.2012
13:31
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch
von riedle | #5

Und auffällig, dass bei Nicht-Erfolg der Bayern immer irgendwas anderes Herhalten muss:
- schlechter Rasen in Gladbach (O-Ton Schweinsteiger)
- Schiedsrichter und zu starker Gegner (im Vergleich zum BvB-Spiel) in Hamburg
- Verletzung Schweinsteiger (Hinrunde und wahrscheinlich jetzt bald wieder zu hören von den Bayern)
- Verletzung Robben letzte Saison (jaaa mit Robben wäre Bayern mit min. 10 Punkten Vorsprung Meister geworden, deshalb sitzt er jetzt auch auf der Bank, obwohl fit... -_-)

17.02.2012
13:27
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch
von riedle | #4

Sicherlich kann man einige Pfiffe der Schiedsrichter in Frage stellen (bestes Beispiel Herr Brych zuletzt), aber jetzt wieder ein Faß aufzumachen, dass man systematisch benachteiligt wird, nervt mich jedes Jahr aufs neue. Irgendeine Mannschaft kommt dann daher und palavert, dass sie von "den Oberen" benachteiligt wird, weil man sie nicht in der Liga haben will oder nicht als Meister, oder.... Was soll denn bitte die Aussage, das der FCB seine Tabellenführung nicht eingebüßt hätte, wenn das Tor gegen den HSV gezählt hätte: Ja, das Tor war eigentlich regulär, aber Bayern hat z.B. gegen Bremen zwei sehr zweifelhafte Elfmeter bekommen.. Und der BvB hat diese Saison schon einige Elfer nicht bekommen (als erstes fällt mir da das VfB-Spiel ein) - der BvB hätte min. 2 Punkte mehr und wäre trotzdem wieder Tabellenführer... Diese Diskussion kann jetzt aber jeder Verein führen, bringt eh nichts.

17.02.2012
09:28
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch...
von Kevinator | #3

... eine passende Überschrift wie ich finde.
Ich denke im Fußball gleichen sich alle Ungerechtigkeiten in einer Saison aus. Ich denke es gibt nicht wenige Fußball-Interessierte, die unabhängig vom Lieblingsverein feststellen können, dass es häufig Entscheidungen gibt, die auch mal zu Gunsten der Bayern ausfallen.
Außerdem gewinnt/verliert man Spiele nicht durch Schiedsrichter-Fehlentscheidungen, sondern mit Willen und Teamgeist - Hannover hat genau das gestern sehr eindrucksvoll gezeigt! Mit dem spielerischen Potenzial der Bayern sollte da eigentlich überhaupt keine Diskussion entstehen.
Aber es freut mich einfach zu sehen, wie Hoeneß und Konsorten versuchen Unruhe in die Liga zu bringen. Eigentlich hat der Rekordmeister das nicht nötig.
Von mir aus können sie die Champions League gewinnen aber in Liga und Pokal gibt es dieses Jahr hoffentlich wieder nix!

17.02.2012
08:31
Bayerns Präsident Hoeneß gehen die Gäule durch
von chaos09 | #2

Bei allem, "was Bayern München für den dt. Fußball getan hat", kann man nach den letzten Wochen nur noch sagen...arm,ärmer,Hoeneß,Nerlinger,Rummenigge. So ein infantiles Verhalten zeugt schon davon, wie verzweifelt diese Herren sein müssen. Keinen interessierte die Kohle für den BVB aus 2003, Hr. Nerlingers Auftritt im Doppelpass war einfach nur peinlich und jetzt die Schiedsrichterdiskussion mit der exklusiven Bayern-Sicht. Man bekommt ja schon fast Mitleid....

Glückauf

17.02.2012
05:09
Hätte, hätte Fahrradkette.
von Kreuzritter | #1


Schon traurig Uli.
Wenn es spielerisch nicht reicht, wird bewußt eine Baustelle eröffnet um vom eigenen Unvermögen abzulenken.
Hier wird gezielt versucht Schiedsrichter indirekt zu beeinflussen, um Bayern einen Vorteil zuverschaffen. Aber passt zu diesem Club aus Süd-Tirol.
Sobald der Status als Nummer 1 in Deutschland in Gefahr ist wird um sich gebissen, wie ein tollwut kranker Köter.
Vielleicht sollte man die Fehler die gemacht wurden erst einmal in den eigenen Reihen suchen.
Einfach schlechter Stil Herr Hoeneß.

Glückauf

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