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Entscheidungen über Leben und Untod

15.06.2012 | 17:15 Uhr

Die vor Kurzem bei RTL II in einem Rutsch ausgestrahlte erste Staffel der Kult-Zombie-Serie "The Walking Dead" bescherte dem Sender einen enormen Quotenerfolg. Fans, die nicht genug bekommen können, sollten einen Blick auf das gleichnamige Download-Game werfen.

Der amerikanische Adventure-Experte Telltale Games bleibt sich treu: Die kleine, engagierte Entwickler-Crew setzt sich fast ausschließlich aus ehemaligen Mitarbeitern von LucasArts' Adventure-Sparte zusammen und fabriziert mit der Pünktlichkeit eines Uhrwerks ein Episoden-Abenteuer nach dem anderen - und das vorzugsweise zu bekannten Marken. Nach "Back to the Future" und "Jurassic Park" ist nun die populäre TV-Serie "The Walking Dead" an der Reihe, die RTL II vor Kurzem an einem Wochenende versendete und dabei einen enormen Quotenerfolg erzielte. Das fünfteilige Spiel, halb Adventure, halb interaktiver Film, ist parallel zur Handlung der Comic- und TV-Vorlage angesiedelt - und so völlig anders als andere Titel mit der Zombieapokalypse als Hintergrund ...

Derber Splatter hat in "The Walking Dead" eine untergeordnete Rolle. Wesentlich wichtiger sind die zwischenmenschlichen Beziehungen der Überlebenden, die Gruppendynamik und die Veränderungen, die die einzelnen Charaktere im Angesicht des Grauens durchmachen. Das gilt sowohl für die TV-Serie, deren dritte Staffel noch in diesem Jahr im deutschen Pay-TV laufen wird, als auch für das nun erhältliche Download-Game, das in Form von fünf Episoden für PC, PlayStation3, Xbox 360 und später auch für das iPad zu haben ist. Der erste Happen heißt "A New Day".

Im Mittelpunkt der in Comic-Grafik gehaltenen Geschichte steht der Universitätsdozent Lee, der des Mordes an einem Senator beschuldigt wird und sich auf dem Weg ins Gefängnis befindet. Bereits auf der Fahrt im Streifenwagen wird der Spieler mit den beiden wichtigsten Merkmalen des Games konfrontiert: Sprache und Untertitel sind in Englisch. Das ist insofern wichtig, weil man alle naselang mit Fragen konfrontiert wird, die unter Zeitdruck beantwortet werden müssen. Und jede Entscheidung und Aussage hat massive Auswirkungen auf die Beziehungen zu den anderen Charakteren, deren Schicksal und den Spielverlauf - den Entwicklern zufolge sogar über alle fünf Episoden hinweg.

Entscheidet sich der Spieler im zweiten Kapitel etwa, das Tageslicht zu seinem Vorteil zu nutzen, trifft er auf zwei weitere Überlebende, darunter einen Typen namens Chet. Schlägt er hingegen vor, sich im Dunkeln auf den Weg zu machen, ist Chet auch dabei - diesmal allerdings als Zombie. Schlussendlich führen aber beide Möglichkeiten direkt zur Farm von Hershel Greene, einem der wenigen Charaktere, die man aus der Comic- und TV-Vorlage kennt. Derlei Vorkenntnisse sind nicht nötig, sorgen aber für Aha-Erlebnisse.

Die Bedienung ist denkbar einfach: Interessante Objekte sind hervorgehoben. Der Spieler kann sie inspizieren und mit ihnen interagieren, um einfach gehaltene Rätsel zu lösen. Steht ein Kampf an, drückt er vorgegebene Aktionstasten zur rechten Zeit, um mit dem Fuß zuzutreten, einen Hammer zu schwingen oder zu schießen. Spätestens hier passt sich Telltale Games dann doch dem Zombie-Sujet an und empfiehlt sich ausschließlich einem erwachsenen Publikum.

Fazit: Obwohl es in "The Walking Dead" nicht allzu viel zu tun gibt, zieht es den Spieler mit erzählererischen Kniffen tief ins Geschehen - und lässt ihn nach zwei bis drei Stunden der Veröffentlichung der nächsten Episode entgegenfiebern.

Unsere Bewertung
  • Grafik: gut
  • Steuerung: gut
  • Sound: gut
  • Spielspass: sehr gut
  • Gesamt: gut
Spielsysteme
  • Xbox 360 (getestet)
  • PC (nicht getestet)
  • PlayStation3 (nicht getestet)
Zusatzinfos
  • Spielname: The Walking Dead: Episode 1 - A New Day
  • Hersteller: Telltale Games
  • Vertrieb: Telltale Games
  • Genre: Action-Adventure
  • Erhältlich ab: 11.05.2012
  • Preis: ca. 25 Euro
  • EAN Code: 1234567890123
  • Schwierigkeit: Einsteiger
  • Alter: ab 18 Jahren
  • Multiplayer: nein
  • Sonstiges: Download-Spiel in Episodenform
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