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Gut Roßdelle war einst eine wasserschlossartige Anlage

24.04.2012 | 11:16 Uhr
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Gut Roßdelle war einst eine wasserschlossartige Anlage

Das Gut Roßdelle wird unter dem Namen „Crutzdelle“ 1397 erstmalig in den Besitztümern des Klosters Werden als ein abgabenpflichtiger Ministerialensitz aufgeführt, 1402/03 wird es als „Rosendelle“ bezeichnet.

Der Werdener Verwalter und Propst Wilhelm von Reifferscheidt fand ab 1474 hier sein Exil, während der gleichfalls verbannte Abt Konrad von Gleichen in Hetterscheidt seinen Wohnsitz nahm. Beide waren bei einer Reform der Benediktinerklöster („Bursfelder Kongregation“) zusammen mit zwei Konventsmitgliedern abgesetzt worden.

Seit dem späten 16. Jahrhundert war der befestigte Hof als Lehen in den Händen der Herren von Landsberg, dann der Familie von Eller zu Oefte. Eine Karte aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zeigt Haus Roßdelle mit einem Wehrturm. Es soll eine wasserschlossartige Anlage gewesen sein. Nur ein Gebäude dieser Anlage ist stehen geblieben. Ein turmartiger Mittelteil dieses weiß verputzten Bruchsteinhauses stellt den ältesten Bauteil dar, er wird in das 16. Jahrhundert datiert.

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