Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Rockerfehde

Rockerfehde eskaliert - Großeinsatz am Niederrhein

23.02.2013 | 00:00 Uhr
Rockerfehde eskaliert - Großeinsatz am Niederrhein
Das Opfer der Messer-Attacke kam in eine Spezialklinik.Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool

Düsseldorf/Kleve.  In Düsseldorf wurde ein Mitglied des Motorradclubs Satudarah niedergestochen und schwer verletzt. Am Wochenende soll möglicherweise eine Satudarah-Niederlassung in Kleve gegründet werden. Mit einem Großaufgebot von Beamten will die Polizei die Szene befrieden.

Auf einer Straße im Düsseldorfer Stadtteil Wersten war der 26-Jährige niedergestochen worden. Mehrere Männer flüchteten am Mittwochabend vom Tatort. Zumindest einen von ihnen, einen 30-Jährigen aus Köln, konnten Polizeibeamte später am Steuer eines blauen BMW festnehmen. Nun kommt raus: Das Opfer ist auch in Duisburg gut bekannt und wird der Rockergruppe Satudarah zugerechnet, der festgenommene Kölner stammt aus dem Umfeld der verfeindeten Hells Angels. Die seit Wochen schwelenden Auseinandersetzungen im Rockermillieu scheinen damit zu eskalieren.

Rockerkrieg
Anwohner wegen Rocker-Einsatz verängstigt und verärgert

Die Polizei hat am Freitagabend die Zufahrten zum Vereinsheim des Motorradclubs Satudarah dicht gemacht: Ihre Straßensperre verstärkten die Polizisten mit einem Panzerwagen. Die mit den Hells Angels verfeindeten Satudarah-Rocker hatten zum Clubabend eingeladen. Der Abend verlief laut Polizei ruhig.

Streit zwischen Satudarah und Hells Angels Schüsse auf einen Kiosk und ein Klubhaus, eine Schlägerei in einer Spielhalle, Granatenanschläge vor einem Rockerdomizil und einem Wettbüro: „Bislang hatten wir es mit Provokationen zu tun, bei denen offenbar niemand verletzt werden sollte. Das scheint sich nun geändert zu haben“, sagte Ramon van der Maat, Sprecher der Polizei in Duisburg, im Gespräch mit der WAZ Mediengruppe. Die Duisburger Behörde hat von der Landesleitstelle der Polizei die Koordination über die Rockereinsätze auch in Oberhausen und Kleve übertragen bekommen. In der Rockerszene der drei Städte gibt es personelle Verflechtungen.

Gerüchte über Gründung einer neuen Satudarah-Niederlassung in Kleve

Hintergrund

Die Hells Angels im Rheinland, die Bandidos im Ruhrgebiet: So schien lange Zeit die Gebietsaufteilung der Rocker-Clubs. Mit Satudarah drängt seit Kurzem ein dritter Club in die Region.

So viel ist gewiss: Die Polizei steht vor einem arbeitsreichen Wochenende. Hintergrund ist nicht nur die neue Eskalation im . Es gibt auch Gerüchte über die Gründung einer neuen Satudarah-Niederlassung in Kleve. Die Lage in der Kreisstadt ist unübersichtlich. Angeblich will ein bestehender Motorradclub, die Night Riders, zu Satudarah übertreten, was der Motorradclub auf seiner Homepage aber bestreitet. Fest steht aber, dass es in Kleve bereits einige Satudarah-Mitglieder gibt – ebenso aber auch Leute aus dem Umfeld der verfeindeten Hells Angels.

Düsseldorf dauern derweil die Ermittlungen So oder so: Die Polizei wird Flagge zeigen. „Wir werden mit einem massiven Kräfteaufgebot sowohl in Kleve und Oberhausen als auch weiterhin in Duisburg vor Ort sein“, kündigte Behördensprecher van der Maat an.

In an. Unweit des Tatorts an der Kölner Landstraße war bereits im vergangenen August die Rockergewalt eskaliert: Ein Unterstützerclub der Hells Angels soll ein Internet- und Sportcafé überfallen haben, das einem kleineren Rockerclub zugerechnet wurde. Bei der Auseinandersetzung jetzt sind die genauen Umstände noch unklar. Unabhängige Zeugen berichten, dass der 26-Jährige auf offener Straße von mehreren Männern angegriffen wurde. „Sowohl der festgenommene Tatverdächtige wie auch das Opfer äußern sich aber nicht zum Sachverhalt“, sagte Polizeisprecher Michael Baum.

Opfer kam in eine Spezialklinik

Gut möglich, dass die Angreifer ihrem Opfer aufgelauert haben. Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Informationen der WAZ Mediengruppe nicht um den mutmaßlichen Messerstecher. Er ist weiter auf der Flucht. Das Opfer wurde von mehreren Stichen getroffen. Ein Rettungswagen brachte den Mann in eine Spezialklinik, wo er stationär behandelt wird. Lebensgefahr bestehe nicht, heißt es.

Holger Dumke



Kommentare
23.02.2013
16:37
Rockerfehde eskaliert - Großeinsatz am Niederrhein
von maggiet | #4

Prahle Innenminister Jäger nicht vor Kurzem nich der Herr im Ring zu sein ? Das sieht miraber ganz und gar nicht danach aus .... Diese **** macht hier, was es will

23.02.2013
14:25
Polizei wird radikal abgebaut!
von Shark59 | #3

Tja, dann gute Nacht.
Bei der Polizei werden nicht einmal mehr die pensionierten Beamten nachersetzt.
Neuester Plan in Düsseldorf: Alle Polisten, die nach 30-35 Dienstjahren nicht mehr 100% fit sind.....(gegen den Willen der Beamten!) ab in Frühpension......
Wie gesaht, dann mal Gute Nacht!!

1 Antwort
Rockerfehde eskaliert - Großeinsatz am Niederrhein
von buntspecht2 | #3-1

Wieso dann wird eben erst Geschossen und dann gefragt.

23.02.2013
13:57
Rockerfehde eskaliert - Großeinsatz am Niederrhein
von qiesel | #2

Zweiter,ich grüße ichliebekoenigsblau und smallbrother :-D

1 Antwort
Rockerfehde eskaliert - Großeinsatz am Niederrhein
von Marginal | #2-1

Können Sie auch noch was anderes als nur Faseln?

23.02.2013
13:43
"Szene befrieden .." ...
von WattNuh | #1

... und wovon träumen die nachts? Es geht um Macht und millionenschwere Einflussbereiche der organisierten Kriminalität im Bereich Prostitution, Menschenhandel, Drogen- und Waffenhandel, Schutzgelderpressung und des "Türsteher"-Gewerbes.

Aus dem Ressort
Rückschlag für Wisent-Projekt: Tiere dürfen nicht frei sein
Wisente
Ein Schmallenberger Waldbauer erwirkt im Eilverfahren eine Einstweilige Verfügung gegen den Trägerverein der Wisentwelt Wittgenstein. Die Tiere dürfen nicht mehr frei herumlaufen. Das Gericht droht dem Trägerverein mit Ordnungsgeld - oder gar mit Haft.
Hunde ohne Leine ärgern Oberhausener Spaziergänger
Tiere
Weil ihr im Volksgarten in Oberhausen-Osterfeld eine frei laufende Dogge entgegenlief, suchte eine Spaziergängerin das Weite. Die Halterin habe ihr deswegen noch Vorhaltungen gemacht. Freilaufende Hunde ärgern auch Hundetrainer Karl Dworog; er hält die Anleinpflicht in NRW für richtig.
Oberhausener Museum bildet Osama bin Ladens Haus nach
Terrorismus-Ausstellung
Am 11. September 2001 lenkten Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Al-Qaida unter anderem zwei Verkehrsflugzeuge in die Türme des World Trade Centers. Zehn Jahre später töteten US-Soldaten den Kopf der Organisation, Osama bin Laden. Das Spionagemuseum hat sein Haus nachgebildet.
Leiche saß in Ennepetal stundenlang hinter dem Steuer
Unglücksfall
Mitarbeiter einer Firma in Ennepetal waren bereit für die Frühschicht und machten zunächst eine grausame Entdeckung. In einem verunglückten Pkw mit MK-Kennzeichen fanden sie hinter dem Steuer einen toten Mann. Der Mann soll nach polizeilichen Ermittlungen schon vor seinem Unfall verstorben sein.
Brüder aus Wesel machen mit Dönerladen in Los Angeles Furore
Gastronomie
Simon und Matthias Classen aus Wesel haben in Los Angeles einen Döner-Laden eröffnet. Inmitten eines Delikatessen-Viertels verkaufen sie ihre „German Döner Sandwiches“. Die amerikanische Kundschaft ist begeistert. Das Geschäft läuft so gut, dass die Brüder über weitere Filialen nachdenken.
Umfrage
Die Städte in NRW fordern viele Millionen von Bund und Land, um marode Straßen zu reparieren . Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand der Straßen?
 
Fotos und Videos
Schmallenberg aus der Luft
Bildgalerie
aus dem Flieger
Stolpersteine in der Wesselbach
Bildgalerie
Stolpersteine