Gerd Bollermann tritt Amt in Arnsberg an
17.08.2010 | 15:44 Uhr 2010-08-17T15:44:00+0200
Dortmund/Arnsberg.Wachwechsel: Der ehemalige Dortmunder Landtagsabgeordnete Gerd Bollermann (SPD) tritt heute sein Amt als Regierungspräsident in Arnsberg an. Eine inoffizielle Amtsübergabe fand gestern statt. Auch die Bezirksregierungen in Düsseldorf und Köln bekommen eine neue Leitung.
Der Dortmunder Bollermann (61) folgt auf den Christdemokraten Helmut Diegel, der in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde. Der Sozialdemokrat wurde seit dem Jahr 2000 drei Mal direkt in den NRW-Landtag gewählt. Bollermann, der auch langjährige Erfahrungen in der Kommunalpolitik hat, gilt unter anderem als Bildungs- und Hochschulexperte. Sein Job als Professor und Leiter der Abteilung Dortmund der Hochschule für öffentliche Verwaltung NRW ruht derzeit.
Kein Ruhrbezirk
Nach fünfjähriger CDU-Regentschaft übernimmt nun wieder ein Sozialdemokrat die Leitung der Kommunalaufsicht. Zumindest die Stadt Dortmund hofft auf ein verändertes Klima - lag sie in Haushaltsfragen und Fragen zur Bewertung der Dortmunder Wahlaffäre mit Bollermanns Vorgänger häufig im Streit.
Bollermann hat im Vorfeld mehrfach angedeutet, wie wichtig ihm in seinem Amt die Neutralität ist. Seine Parteiämter im Dortmunder Unterbezirk wird er künftig natürlich genau so wenig ausüben wie sein Landtagsmandat. Auch SPD-Schatzmeister wird er demnach nicht mehr sein. Ein Bereich, in dem er als künftig Zuständiger für die kommunalen Haushalte in den letzten Jahren seinen Sparwillen demonstriert hat. Viele Dortmunder Genossen sprachen nicht zuletzt anerkennend vom „Schatzmeister Gerd, der einen Igel in der Tasche“ habe.
Auch die Bezirksregierungen in Köln und Düsseldorf bekommen neue Spitzenkräfte. Die Grüne Anne Lütkes übernimmt die Bezirksregierung in Düsseldorf und Gisela Walsken (SPD) leitet künftig die Behörde in Köln. Der CDU-Mann Peter Paziorek bleibt Regierungspräsident in Münster und Marianne Thomann-Stahl behält ihren Posten als Chefin des Regierungsbezirks Detmold.
Nach Willen der neuen Landesregierung soll diese Struktur der Bezirke erhalten bleiben. Das geht auch aus dem Koalitionsvertrag hervor. Überlegungen für einen Ruhrbezirk sind derzeit vom Tisch.
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