Das aktuelle Wetter NRW 24°C
Geisterfahrer

Drama um Geisterfahrer - Vater soll Töchter getötet haben

23.02.2013 | 09:39 Uhr
Drama um Geisterfahrer - Vater soll Töchter getötet haben
Rettungskräfte an der Unfallstelle auf der Autobahn A61 bei Bonn.Foto: dpa

Köln/Erftstadt.  Der Geisterfahrer, der am Freitagabend auf der A 61 ums Leben gekommen war, wird verdächtigt, seine beiden Töchter ermordet zu haben. Das teilte die Polizei Köln mit. Die Beamten fanden die zwei und vier Jahre alten Mädchen tot in der Wohnung des Getöteten in Erftstadt-Kierdorf bei Köln.

Ein Familienvater in Erftstadt in der Nähe von Köln soll seine beiden Kinder mit einem Hammer erschlagen haben, bevor er einen Unfall als Geisterfahrer provozierte und selbst starb. Die Polizei bestätigte am Samstag eine WDR-Meldung, dass der 42 Jahre alte Mann seine Töchter (2 und 4 Jahre alt) mit einem Hammer getötet hatte. Die Ermittler fanden das Werkzeug im Haus der Familie und identifizierten es als Tatwaffe.

Das Motiv für die Gewalttat lag am Samstagnachmittag noch im Dunkeln, sagte ein Polizeisprecher. "Es wurde kein Abschiedsbrief gefunden." Auch eine kurze Anhörung der unter Schock stehenden Mutter habe noch keine Hinweise ergeben, warum der Mann die Tat begangen haben könnte.

Das Paar lebte getrennt

Die 36 Jahre alte Mutter der Mädchen war am Freitagabend unterwegs. Der Vater sollte sich allein um die Kinder in der Doppelhaushälfte der Familie kümmern. Das Paar lebte seit einiger Zeit getrennt. Der Vater habe aber öfter auf die Töchter aufgepasst. An diesem Abend soll er die beiden getötet haben, setzte sich anschließend ins Auto und fuhr auf der Autobahn 61 Richtung Bonn.

An einer Raststätte der A61 in Richtung Koblenz wendete der Mann den Wagen und fuhr in falscher Richtung wieder auf. Er raste frontal in einen entgegenkommenden Lastwagen und starb in den Trümmern seines Autowracks. Weitere Autos prallten auf die Unfallstelle auf, mindestens ein Mensch wurde dabei schwer verletzt.

Etwa zur gleichen Zeit war laut Polizei die Mutter der Mädchen nach Hause zurückgekehrt und hatte die beiden Leichen gefunden. Sie erlitt einen schweren Schock und wurde psychologisch betreut. (dpa/dapd)



Aus dem Ressort
Haftbefehl gegen Fluchthelfer von Egon L. aus Gelsenkirchen
JVA-Ausbruch
Für einen der möglichen Fluchthelfert von Egon L. erließ der Haftrichter beim Amtsgericht Gelsenkirchen inzwischen Haftbefehl, zwei weitere Verdächtige sind wieder auf freiem Fuß. Jetzt steht fest: Nach dem Ausbruch aus dem Gelsenkirchener Knast versteckte sich der Flüchtige in einem Wohnmobil.
Diebe bestehlen Flutopfer in Münster
Flutopfer
Nach dem Unwetter in Münster haben Diebe die Ausnahmesituation ausgenutzt und Flutopfer bestohlen. Ein Täter gelangte durch eine offene Haustür in die Küche und klaute ein Portemonnaie. Ein Mann hat laut Polizei sogar Leergut in einer großen Einkaufstasche aus einem Haus getragen.
Anti-israelische Anrufe an jüdischen Kindergarten geklärt
Nahost-Konflikt
Die Polizei hat im Fall der anti-israelischen Schmähanrufe gegen den jüdischen Kindergarten einen Täter ermittelt. Es soll sich dabei um einen 43 Jahre alten Mann aus Duisburg handeln. Er hat die Taten bereits gestanden. Nun erwartet ihn ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung.
Die letzten Bewohner der "Problemhäuser" in Duisburg packen
Räumung
Die so genannten "Problemhäuser" in den Peschen in Duisburg müssen bis 18 Uhr geräumt sein. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind den ganzen Tag vor Ort. Sollten die letzten rund 20 Bewohner das Gebäude fristgerecht verlassen haben, muss der Hauseigentümer sicherstellen, dass es unbewohnt bleibt.
Elfjähriger Detektiv rettet Senior in Wattenscheid das Leben
Heldentat
Leon Volkeri aus Wattenscheid-Höntrop spielt einfach gerne Detektiv und ist nun ein kleiner Held: Er spürte einen über mehrere Tage verschwundenen Demenzkranken auf und bewahrte ihn so vermutlich vor dem Tod. Der Realschüler scheint den Senior tatsächlich durch Intuition gefunden zu haben.
Umfrage
Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?