Drama um Geisterfahrer - Vater soll Töchter getötet haben
23.02.2013 | 13:06 Uhr 2013-02-23T13:06:00+0100
Köln/Erftstadt. Der Geisterfahrer, der am Freitagabend auf der A 61 ums Leben gekommen war, wird verdächtigt, seine beiden Töchter ermordet zu haben. Das teilte die Polizei Köln mit. Die Beamten fanden die zwei und vier Jahre alten Mädchen tot in der Wohnung des Getöteten in Erftstadt-Kierdorf bei Köln.
Ein Familienvater in Erftstadt in der Nähe von Köln soll seine beiden Kinder mit
einem Hammer erschlagen haben, bevor er einen Unfall als Geisterfahrer
provozierte und selbst starb. Die Polizei bestätigte am Samstag eine
WDR-Meldung, dass der 42 Jahre alte Mann seine Töchter (2 und 4 Jahre alt) mit
einem Hammer getötet hatte. Die Ermittler fanden das Werkzeug im Haus der
Familie und identifizierten es als Tatwaffe.
Das Motiv für die Gewalttat
lag am Samstagnachmittag noch im Dunkeln, sagte ein Polizeisprecher. "Es wurde
kein Abschiedsbrief gefunden." Auch eine kurze Anhörung der unter Schock
stehenden Mutter habe noch keine Hinweise ergeben, warum der Mann die Tat
begangen haben könnte.
Das Paar lebte getrennt
Die 36 Jahre alte Mutter der Mädchen war am
Freitagabend unterwegs. Der Vater sollte sich allein um die Kinder in der
Doppelhaushälfte der Familie kümmern. Das Paar lebte seit einiger Zeit getrennt.
Der Vater habe aber öfter auf die Töchter aufgepasst. An diesem Abend soll er
die beiden getötet haben, setzte sich anschließend ins Auto und fuhr auf der
Autobahn 61 Richtung Bonn.
An einer Raststätte der A61 in Richtung
Koblenz wendete der Mann den Wagen und fuhr in falscher Richtung wieder auf. Er
raste frontal in einen entgegenkommenden Lastwagen und starb in den Trümmern
seines Autowracks. Weitere Autos prallten auf die Unfallstelle auf, mindestens
ein Mensch wurde dabei schwer verletzt.
Etwa zur gleichen Zeit war laut
Polizei die Mutter der Mädchen nach Hause zurückgekehrt und hatte die beiden
Leichen gefunden. Sie erlitt einen schweren Schock und wurde psychologisch
betreut. (dpa/dapd)
