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Jugendgewalt

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen

30.12.2012 | 09:49 Uhr
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
Ein Polizist im Gespräch mit Schülern. Wenn es nach der Polizeigewerkschaft geht, sollen Polizisten sich häufiger in Schulen blicken lassen.Foto: Gero Helm

Berlin.  Die Polizeigewerkschaft will dem Problem ansteigender Jugendgewalt durch eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Polizisten begegnen. Gewerkschafts-Chef Bernhard Witthaut sagte, Polizisten in Schulen Jugendliche von Straftaten abhalten würden. Pädagogen loben den Vorstoß.

Mit Blick auf die Jugendgewalt in Schulen rät die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zum Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Polizisten. Der GdP-Bundesvorsitzende, Bernhard Witthaut, sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Unsere Erfahrungen zeigen vielerorts, dass dort, wo Beamte in Schulen gehen, Jugendliche davon abgehalten werden können, Straftaten zu begehen. Viele Kollegen berichten von ihrem Alltag oder zeigen auf, wie man sich in Notsituationen verhält - das wirkt deeskalierend." Die Gewerkschaft erhält für ihre Haltung großen Zuspruch von Lehrerseite.

Witthaut beklagte, dass die Aggression unter Jugendlichen an vielen Schulen in den vergangenen Jahren bundesweit spürbar gestiegen sei. "Gewalt fängt schon im Kleinen an, wenn einem der Schulranzen weggenommen oder ein Kind von seinen Schulkameraden gemobbt wird." Teilweise hätten Schulen schon Sicherheitsdienste engagiert, um die Gewalt einzudämmen.

Mobbing im Internet

Zudem habe sich die Gewalt aufs Internet ausgeweitet, sagte Witthaut. In sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook würden Gerüchte verbreitet und Schüler gemobbt. "Viele Kinder empfinden das bereits als Gewalt."

Hintergrund
Viele Jugendliche leiden unter Mobbing im Internet

In Deutschland leiden viele Jugendliche unter Cybermobbing. Das ergab eine Studie der Universität Bielefeld. Demnach empfinden es viele Schüler als belastend, wenn private Fotos und Videos vonihnen online weitergereicht werden. Dumme Sprüche hingegen sehen Jugendliche gelassen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befürwortet einen möglichen Ausbau einer Zusammenarbeit zwischen Polizei und Schulen. "Dagegen haben wir nichts, im Gegenteil", sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende, Marianne Demmer. Bestehende Kooperationen würden bereits rege genutzt. Sie berief sich dabei unter anderem auf eine repräsentative Umfrage der Gewerkschaft bei ihren Mitgliedern.

Demnach hätten, je nach Schulform, zwischen 35 und 50 Prozent der Befragten angegeben, dass sie regelmäßig Kontakte zur Polizei unterhalten, um das pädagogische Angebot an ihrer Bildungseinrichtung zu verbessern. Damit seien Polizisten mit am häufigsten Ansprechpartner, wenn Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen gesucht würden.

Schulen über kriminelle Schüler informieren

Der Deutsche Philologenverband geht sogar noch weiter. Der Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger sagte: "Ich würde mir wünschen, dass, wenn Jugendliche kriminell geworden sind, auch die Schulen informiert würden." Lehrer könnten im Alltag gezielt gegensteuern oder besonders aufmerksam sein. "Dann hat man ein anderes Auge auf den Schutz der Mitschüler." Eine Informationspflicht gebe es bislang nur in wenigen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen.

Polizisten häufiger mit Schülern zusammenzubringen sei zudem nützlich, um Berührungsängste abzubauen. Dann sei die Hürde niedriger, beim nächsten Fall von Gewalt die Beamten einzuschalten. Zugleich verwies er darauf, dass Schüler aber vor allem die Lehrer als Vorbilder in den Schulen bräuchten. Eine Bildungseinrichtung müsse in erster Linie auf eine Werteerziehung durch Pädagogen setzen.

GdP-Bundesvorsitzender Witthaut forderte von den Ländern, die Zahl der bundesweit 260.000 Polizeibeamten nicht weiter zu kürzen. Bereits heute scheiterten die Schulprojekte der Polizei oft daran, dass die personelle Belastung zu hoch sei, wenn etwa zusätzliche Ereignisse wie Castor-Transporte begleitet werden müssten. (dapd)



Kommentare
31.12.2012
09:45
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von wohlzufrieden | #8

Geht nicht, die Polizei muss doch schon den Blödball schützen...

30.12.2012
17:17
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von Shy_Eye | #7

Ich rufe unbedingt dazu auf, dass LehrerInnen ihren Schülernbitte von Anfang an beibringen sollen, wie man sich zu verhalten hat!
Sie haben auch stets darauf zu achten und die Augen aufzuhalten, dass Keine Schüler gemobbt oder fertig gemacht werden.

Wenn ein Lehrer darauf nicht achtet, dann soll er sich bitte einen anderen Job suchen.

Kinder lernen vor allem in der Schule! Also gebt EUCH bitte mehr Mühe! Ich spreche ALLE LEHRER! AN, denn das was mir manchmal meine Schwester erzählt ist unfassbar!

30.12.2012
17:14
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von Shy_Eye | #6

Ich rate UNBEDINGT dazu auf, dass die Lehrer ihren SCHÜLERN BITTE von Anfang AN BEIBRINGEN möchten wie man sich zu verhalten hat! Sie haben auch stets darauf zu achten, dass KEINE Schüler GEMOBBT oder fertig gemacht werden!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wenn ein Lehrer darauf nicht achtet, dann soll er sich bitte einen anderen Job suchen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kinder lernen vor allem in der Schule! Also gebt EUCH bitte mehr Mühe! Ich spreche ALLE LEHRER! AN

1 Antwort
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von runningvalentino | #6-1

Ich fordere Sie eindringlich auf : Lassen Sie bitte,bitte die Substanzen aus dem Körper, die Ihnen offensichtlich die Sinne vernebeln:-(

30.12.2012
15:30
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von astor97 | #5

ich als Bürger rate zu mehr Polizeipräsenz auf den Straßen.... schönen Tag noch...

30.12.2012
14:38
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.12.2012
14:08
Optio | #2
von schRuessler | #3

Ach, jetzt sind das auch die 68er Schuld? Was denn noch?

Und was heißt "den Lehrern jegliche Möglichkeit zur Bestrafung unbelehrbarer Schüler zu nehmen"?

Machen Sie sich mal schlau, was für Sanktionen möglich sind. Oder fordern Sie die Wiedereinführung der Prügelstrafe?

13 Antworten
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von runningvalentino | #3-1

#3 schRuessler,

Sie scheinen mir ja ein ganz schlaues Köpfchen zu sein und - höchstwahrscheinlich-
auch ein " alter 68er" ....

Na dann mal los : Erzählen Sie doch einmal etwas über (wirksame) Sanktionen im Schulbereich. Wie können Lehrer unerzogenen, unwilligen und gelegentlich a..sozial bis hin zu kriminellen Schülern denn wirkungsvoll begegnen?
Maßnahmen aus dem "Schulkatalog", Gespräche mit den desinteressierten Eltern, Hilfe durch die Obere Schulaufsicht, Unterstützung durch Sozpäds ? Das soll Ihrer Meinung nach greifen in unserer Schullandschaft? Ja, glauben Sie das?

Ich bin in meiner Schulzeit nur deshalb vom "groben Unfug " und "Schabernack" abgehalten worden, weil ich Konsequenzen/ Bestrafung fürchtete.

Das ist in den heutigen Lehranstalten nicht signifikant anders, allein die Furcht vor Sanktionierung ist nicht mehr begründet! Doch? Dann lassen Sie mal hören :-)

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von Stromerin | #3-2

Woran die 68er noch Schuld sind??

Ist doch ganz einfach.

Sehen Sie sich doch mal unsere Kuscheljustiz an,

Das sind meistens 68er!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ansonsten stimme ich meinem Vorschreiber zu.

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von schRuessler | #3-3

Der im Schulrecht vorgesehene Maßnahmekatalog sieht folgende3 Sanktionen vor. (sortiert nach Schwere)

- Schriftlicher Verweis
- Überweisung in eine Parallelklasse
- Vorübergehender Ausschluss vom Unterricht
- Androhung der Entlassung von der Schule
- Entlassung von der Schule
- Androhung der Verweisung von allen öffentlichen Schulen des Landes und
- Verweisung von allen öffentlichen Schulen des Landes

Also außer Gefängnis- oder Todesstrafe bzw Folter ist da eigentlich alles vorhanden.

@Stromerin | #3-2

Der exzessive Gebrauch von Ausrufezeichen dient meistens dazu, über die Schwächen der Argumentation hinwegzutäuschen.

Dass in der Justiz hauptsächlich alte 68er tätig sind, ist ja wohl das bescheuertste, was ich gehört habe. Zumal ich aus sicherer Quelle (Stammtisch) weiß, dass alle 68er entweder Lehrer oder Grüne geworden sind.

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von schRuessler | #3-4

Korrektur: Die "3" vor Sanktionen bitte streichen. Da bin ich nur versehentlich an die Taste gekommen.

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von runningvalentino | #3-5

Sie haben es tatsächlich drauf :-)

Und wen glauben Sie mit diesen Maßnahmen beeindrucken zu können?

Wann und wie werden solche Maßnahmen mit Erfolg angewendet?

Wie stellen sich wohl die Mitglieder der Oberen Schulaufsicht bei einer Entlassung von der Schule ? Na? Zudem ist der "Entlassene" dann an einer anderen Schule, schließlich gibt es die Schulpflicht!

Sie scheinen ja wirklich "voll den Plan" von den Möglichkeiten unserer Lehranstalten zu haben. Oder aber Sie gehören zu den unsäglichen GUTMENSCHEN dieser Republik: Diese allerdings richten uns langsam aber sicher zu Grunde ! Leider:-(

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von schRuessler | #3-6

Ich weiß ja, dass ein großer Teil der Kommentatoren hier sich von Fakten nicht beeindrucken lässt.

optio hat behauptet, die 68er hätten den Lehrern sämtlcihe Möglichkeiten zur sanktionierung genommen. Abgesehen von der Frage, wie diese das gemacht haben sollen, gilt der von mir zitierte Maßnahmenkatalog.
Damit ist die Aussage von optio nachweisbar sachlich falsch.
und wie Sie lesen können (nehme ich mal an), gibt es als letzte Maßnahme auch die Möglichkeit, einen Schüler von sämtlichen öffentlichen Schulen auszuschließen.

Wieso ich jetzt ein " alter 68er" und ********* bin, der diese Gesellschaft zugrunde richtet, dürfte Ihr Geheimnis bleiben.

Sie schließen das einfach daraus, dass ich die einseitige Schuldzuweisung an "die 68er" kritisiere und auf die heute noch geltenden Sanktionsmöglichkeiten hinweise.

Alle Achtung!

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von runningvalentino | #3-7

Lieber schRuessler,

ehrliche Meinung : Sie haben wenig Ahnung vom Schulalltag - wie viele SuS werden denn wohl von Schulen in NRW geworfen ?- und "labern", da Sie einige Dinge nicht verstehen können oder wollen.

Somit ist eigentlich jede weitere Diskussion mit Ihnen redundant.

Guten Rutsch und ein freudvolles Neues Jahr !

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von schRuessler | #3-8

Es macht tatsächlich wenig Sinn, zu diskutieren, wenn Sie sich nicht einmal die Mühe machen, die Kommentare vor Ihrer Antwort zu lesen und zu verstehen.

Es ging einzig um die Behauptung, dass man (bzw die 68er) "den Lehrern jegliche Möglichkeit zur Bestrafung unbelehrbarer Schüler" genommen habe.

Und das ist einfach falsch. Da spielt die Frage, wie oft diese Sanktionen in der Praxis tatsächlich angewendet werden, doch gar keine Rolle.

Und Ihre Behauptung "Sie haben wenig Ahnung vom Schulalltag" entbehrt nicht einer gewissen Komik, da ich als Seiteneinsteiger einige Jahre unterrichtet habe.
In dieser Zeit sind auch an unserer Schule mehrere Schüler von der Schule verwiesen worden.
Ich weiß also, wovon ich spreche.

Aber pöbeln Sie ruhig weiter, wenns Spaß macht.

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von runningvalentino | #3-9

Seiteneinsteiger? Ach ja, ich verstehe ....

Btw, Pöbeln geht anders :-)

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von schRuessler | #3-10

Das ist alles, was Ihnen noch an Argumenten einfällt?

Wow!

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von runningvalentino | #3-11

Sententia est, agricola !!!

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von schRuessler | #3-12

Si tacuisses...................

Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von runningvalentino | #3-13

Insubidus :-(

30.12.2012
10:30
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von Optio | #2

Dafür, daß es die 68 geschafft haben den Lehrern jegliche Möglichkeit zur Bestrafung unbelehrbarer Schüler zu nehmen, soll das jetzt die Polizei übernehmen?
Statt Polizisten in der Schule sollte man für das Geld für mehr Lehrer einstellen.
Früher als es noch keine Schulfabriken gab, kannten die Lehrer ihre Pappenheimer. Auch mußten die Schüler nicht in Schulbussen in unserem dichtbesiedelten Land durch die Gegend gekarrt werden.

30.12.2012
09:57
Polizeigewerkschaft rät zu mehr Polizeipräsenz in Schulen
von xxyz | #1

Der Vorschlag ist zu begrüßen.
Es ist mir sowieso ein Rätsel, dass sich die Gewerkschaft der Polizei kaum bemerkbar macht. Dies gilt insbesondere für NRW mit den vielen aktuellen Problemen.


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