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Länderfinanzausgleich

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein

17.01.2013 | 16:06 Uhr
Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
Ausgeglichen geht es nicht zu: Von 16 Bundesländern zahlen nur noch drei in den Länderfinanzausgleich ein. Am meisten Geld kassiert Berlin.Foto: dpa

Berlin.  Die Gruppe der "reichen" Bundesländer wird immer kleiner. In den umstrittenen Länderfinanzausgleich haben im vergangenen Jahr mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen nur noch drei Länder eingezahlt. Inzwischen ist auch Hamburg als Geberland ausgefallen und wird ebenfalls alimentiert.

Die Kluft zwischen armen und reichen Bundesländern wird größer. Mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zahlten 2012 erstmals nur drei Länder in den Länderfinanzausgleich ein, wie aus einer am Donnerstag vorgelegten vorläufigen Abrechnung des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Hamburg, das im vergangenen Jahr noch Geld eingezahlt hatte, wurde 2011 zu einem der nunmehr 13 Nehmer-Länder.

Die drei Zahler überwiesen im vergangenen Jahr rund 7,9 Milliarden Euro an die ärmeren Bundesländer. 2010 hatte das Ausgleichsvolumen noch 7,3 Milliarden Euro betragen. Größtes Zahlerland war wieder Bayern mit 3,9 Milliarden Euro (2010: 3,7 Milliarden Euro).

Berlin ist größter Nutznießer des Länderfinanzausgleichs

Baden-Württemberg folgte mit 2,7 Milliarden Euro auf Platz zwei. Im Vorjahr hatte das Südwestland nur 1,8 Milliarden an Ausgleichsbeiträgen leisten müssen. Hessen zahlte 1,3 Milliarden Euro (2010: 1,8 Milliarden Euro). Hamburg, das im vergangenen Jahr noch 62 Millionen Euro eingezahlt hatte, erhielt nun 21 Millionen Euro.

Meldung vom 08.01.2013
Berlin profitiert am meisten vom Finanzausgleich

Berlin profitiert einem Medienbericht zufolge am stärksten vom Länderfinanzausgleich. Seit 1990 habe die Hauptstadt von insgesamt rund 128 Milliarden...

Mit Abstand größter Nutznießer des derzeitigen Länderfinanzausgleichs ist Berlin. Mit 3,3 Milliarden Euro fließen gut 40 Prozent des insgesamt umverteilten Geldes in die Hauptstadt. Im Vorjahr hatte Berlin noch 3,0 Milliarden Euro bekommen. Auf den weiteren Plätzen folgen 2012 Sachsen mit 962 Millionen Euro und Sachsen-Anhalt mit 547 Millionen Euro.

Nordrhein-Westfalen, das sich bereits 2010 aus dem Kreis der Nettozahler verabschiedet hatte, erhielt 2012 rund 400 Millionen Euro. Bayern als größter Nettozahler hatte bereits angekündigt, in Kürze Verfassungsbeschwerde gegen den Länderfinanzausgleich einlegen zu wollen. (afp)

Kommentare
18.01.2013
00:41
Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von buerger99 | #6

Sieht man sich Zahlen mal genauer an, sieht es für Bayern eher sehr schlecht aus.
Inflationsbereinigt 1950 bis 2008 :
Bayern 20 Mrd.
NRW 32...
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11 Antworten
Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von woelly | #6-1

Bei ihrer Aufrechnung haben sie aber geflissentlich die Kohlesupventionen, von allein in den letzten 9 Jahren, in Höhe von 30 Milliarden € vergessen. Insgesamt dürften da bis 2018 über 100 Milliarden zusammen kommen.

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von wkah | #6-2

Dann kommt noch der MWST-Ausgleich dazu

und dann wird es für Bayern ganz peinlich

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von woelly | #6-3

wkah hat wieder mal keine Zahlen. Einfach nur schade!

@woelly
von Ondramon | #6-4

Kann nachgeliefert werden: 2,5 Milliarden Euro pro Jahr - mehr als Bayern und Hessen zusammen.

NRW kritisiert Bayerns Klageankündigung gegen Finanzausgleich
18.01.2013 | 06:14 Uhr
http://www.derwesten.de/politik/nrw-kritisiert-bayerns-klageankuendigung-gegen-finanzausgleich-id7494209.html

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von Optio | #6-5

Außerdem wurden die Steuereinnahmen NRWs durch den Regierungssitz in Bonn sowie die Einnahmen durch den Staatsbetrieb Telekom und Deutsche Welle vergessen.

Außerdem wurde Bayern in den Anfangsjahren der Republik wohl eher durch Hessen und Baden-Würtemberg subventioniert. Während die Gelder NRWs in die sozialistischen Nordländer flossen, die jetzt nachdem die Roten NRW abgewirtschaftet haben aus Bayen kommen.

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von woelly | #6-6

Optio hat recht und ist aber sehr gut im Thema!

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von Ondramon | #6-7

Und spätestens dann, wenn die Kosten für den Stuttgarter Bahnhof 8 Mrd. Euro überschritten haben, wird auch Baden-Würtemberg zum Nehmerland.

Was gibts denn sonst noch, was man gegeneinander aufrechnen kann?

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von wkah | #6-8

da können wir ewig weiter machen, woelly und optio haben trotzdem nicht Recht

Ich werfe doch dann mal Subventionen für Automobilindustrie in den Ring.

Da können wir ewig weiter machen -

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von woelly | #6-9

........Subventionen für Automobilindustrie? Wo hat wkah denn diesen Unfug her?
Ihm fehlen nicht nur die Zahlen.

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von wkah | #6-10

wenn sie es besser verstehen - können wir weiter machen - mit:

"Förderprogramm für die Gebiete der Zonengrenze"

Vielleicht verstehen sie das eher.

Nur noch drei Bundesländer zahlen in Finanzausgleich ein
von woelly | #6-11

Meinen sie die Zonenrandgebiete und wissen sie was damit gemeint war?

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2013-01-17 16:06
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