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"Kapitän" Rösler und "Torjäger" Brüderle sollen FDP führen

21.01.2013 | 10:35 Uhr
"Kapitän" Rösler und "Torjäger" Brüderle sollen FDP führen
FDP-Chef Philipp Rösler hat bestätigt, dass er nach dem Wahlerfolg der Liberalen in Niedersachsen in seinem Amt bleiben wird. Fraktionschef Rainer Brüderle wird die Liberalen in den Bundestagswahlkampf führen.Foto: dapd

Berlin.  Während Philipp Rösler als FDP-Chef weiterhin "Kapitän" der Partei bleibt, wird Fraktionschef Rainer Brüderle als Spitzenmann der FDP "das Gesicht für die Bundestagswahl 2013" sein. "Das ist eine richtige Aufstellung", sagte Rösler. Ziel sei es, die Stimmen der FDP zu mehren.

FDP-Chef Philipp Rösler hat bestätigt, dass er nach dem Wahlerfolg der Liberalen in Niedersachsen in seinem Amt bleiben wird. Fraktionschef Rainer Brüderle wird die Liberalen in den Bundestagswahlkampf führen. "Das ist eine richtige Aufstellung", sagte Rösler am Montag in Berlin. "Jedem ist klar: Rainer Brüderle und ich sind unterschiedlich.

Wir ergänzen uns." Ziel sei es, die Stimmen der FDP zu mehren. "Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der Niedersachsenwahl den Zug FDP wieder auf das richtige Gleis gesetzt haben."

Die Tandemlösung bei der FDP ist für Außenstehende nicht so einfach nachzuvollziehen. Brüderle versuchte, die Situation mit einem Vergleich aus der Fußballwelt zu erklären: "Der Kapitän hat die Binde. Und der Kapitän ist der Parteivorsitzende", so machte Brüderle klar, dass Philipp Rösler Chef bleibe. Allerdings werde er selbst das Gesicht im Wahlkampf.

Niedersachsen-Wahl
Rot-Grün siegt nach Wahlkrimi gegen McAllister

Schwarz-Gelb in Niedersachsen ist nach einem Wahlkrimi abgewählt worden. SPD und Grüne stellen künftig mit einer Stimme Vorsprung die Mehrheit im niedersächsischen Landtag. Steinbrück bekommt etwas Rückenwind. Kanzlerin Merkel wird von einer linken Mehrheit im Bundesrat geärgert werden.

Brüderle sieht sich quasi als Torjäger der Liberalen: "Die Sturmspitze ist der Spitzenmann, der vorne die Tore schießen soll. Und das bin ich." Doch die Sturmspitze ist auch auf ein gutes Passspiel mit den Mitspielern angewiesen - zuletzt war die FDP dafür nicht gerade berühmt.

Rösler hatte seinen Rücktritt angeboten

Rösler hatte Montag Vormittag eine Bereitschaft zum Rücktritt vom Amt des Parteichefs erklärt. Er wäre bereit gewesen, zur Seite zu treten, wenn Fraktionschef Rainer Brüderle neben der Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl auch den Parteivorsitz gewollt hätte.

Außerdem hat der FDP-Vorstand auf Röslers Vorschlag hin einstimmig beschlossen, den für Anfang Mai geplanten Bundesparteitag vorzuziehen. In den vergangenen Wochen hatte unter anderem Brüderle einen solchen Schritt gefordert, um rasch Klarheit über die Personalaufstellung der FDP vor der Bundestagswahl im September herzustellen. Auf dem Parteitag steht turnusgemäß die Neuwahl der Parteiführung an. Nach bisheriger Planung hätte der Parteitag vom 3. bis zum 5. Mai in Nürnberg stattfinden wollen. Brüderle hatte vergangene Woche einen Termin Ende Februar oder Anfang März vorgeschlagen.

Auch Homburger für vorgezogenen Parteitag

Auch die stellvertretende FDP-Vorsitzende Birgit Homburger hatte sich für einen vorgezogenen Bundesparteitag der Liberalen ausgesprochen.

Landtagswahl
334 Wähler machten in Niedersachsen den Unterschied

Ein äußerst knapper Ausgang im Landkreis Hildesheim hat den Ausschlag bei der Landtagswahl in Niedersachsen gegeben. Dort hatte der SPD-Kandidat 334 Stimmen mehr als der CDU-Mann. Derweil muss Angela Merkel nach der Niedersachsen-Wahl um wichtige Gesetze zittern, die durch den Bundesrat müssen.

"Eine Selbstbeschäftigung der Partei muss ein Ende haben", sagte Homburger am Montag vor den Gremiensitzungen der FDP. Dabei will Parteichef Rösler seine Vorstellungen für das neue Führungsteam der Liberalen präsentieren, mit dem die FDP auch in den Bundestagswahlkampf ziehen soll.

Homburger sagte, Rösler sei durch das Ergebnis der niedersächsischen Landtagswahl im Parteivorsitz gestärkt. Daher müssten die Personaldiskussionen nun ein Ende haben. Die FDP hatte am Sonntag mit 9,9 Prozent ein historisches Spitzenergebnis in Niedersachsen erzielt - dank vieler CDU-Leihstimmen. (nik/afp/dapd/dpa)


Kommentare
21.01.2013
19:47
Segeln
von silera | #42

Wie sprach einst Westerwelle
Auf jedem Schiff das segelt,gibts einen der das regelt
erweitert
Wir lassen uns nicht benebeln, ihr könnt alleine segeln.

21.01.2013
18:30
Kasperle Theater
von Imaz | #41

Wie verblödet muss ein Mensch eigentlich sein, um den gelben Scharlatanen
ihr Kasperle Theater ab zu nehmen?
Wie steht es wirklich mit denen aus?
Die FDP gleicht einem Luftballon, einer hauchdünnen Hülle, in die CDU Leute ihre
Abgase geblasen haben. Ein Stich genügt, und mit einem lauten Knall zerplatzt
dieses Kunstgebilde. Übrig bleibt eine Handvoll "politisches" Latex, das in der
"politischen" Mülltonne entsorgt wird.

21.01.2013
17:51
Team ohne Geist
von freischwimmer | #40

woher sollen denn die nächsten Leihstimmen kommen ?

21.01.2013
17:51
???
von fragender123 | #39

Bundesweit liegt die FDP bei etwas mehr als zwei Prozent und dann haben sich knapp zehn Prozent der Niedersachsen für diese Partei entschieden? Für genau diese Partei der ein beispielloser gesellschaftlicher Niedergang hierzulande mitzuverdanken ist?

Mal ganz abgesehen davon, das dies ein ziemlich bizarres Geschmäckle hat, ist es auch noch höchst kontrovers.

21.01.2013
17:46
"Kapitän" Rösler und "Torjäger" Brüderle ...
von Das-musste-mal-gesagt-werden | #38

... sind ein gutes Team. Das werden all die Skeptiker, die an der FDP herummäkeln in den nächsten Wochen und Monaten noch feststellen. Danke F.D.P. !!!!!

21.01.2013
16:44
@unwitz #22 & #28
von Ondramon | #37

1. Die große Steuerreform aus dem Jahr 2000 hat insbesondere den Kapitalgesellschaften Steuergeschenke in mindestens dreistelliger Milliardenhöhe beschert. Kapitalbetriebene Unternehmen zahlen heute keine Steuern mehr.

2. Die Agenda 2010 hat der Wirtschaft den größten Niedriglohnarbeitsmarkt Europas zu Verfügung gestellt.

3. Die Rentenreform hat den Finanzdienstleistern und Versicherungsunternehmen einen neuen Markt geschaffen, auf dem Milliarden zu verdienen sind.

Das alles wurde eingebracht und verabschiedet von den von Ihnen so sehr kritisierten Blockparteien.

Ist Ihnen das immer noch zu wenig? Reicht Ihnen das nicht? Was wollen Sie denn noch mehr?

21.01.2013
16:26
@ #34
von cui.bono | #36

Vielleicht lädt der Herr Brüderle dann Frau Wagenknecht zum Hummeressen ein. Da passt ein "Viertele" Wein doch ganz gut. Und solange Paul Ernst nicht die Beiden mit seinem Porsche in das herrschaftliche Anwesen von Oskar und Sahra kutschiert, kann uns das doch egal sein?

1 Antwort
Korrektur: Wie komme ich auf Paul der Ty heisst doch Klaus! :-)
von cui.bono | #36-1

:-)

21.01.2013
16:21
Bock zum Gärtner
von teowitten | #35

Die zwei passen zusammen wie Fuchs und Hase.
Der Eine gönnt dem Anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln , aber gemeinsam machen sie den Weg.
Ein Parteiführer der nur aus Phrasen und Sprechblasen besteht und gebetsmühlenartig ständig den gleichen Blödsinn runter leiert und ein Überzeugungstäter, der nur im eigenen Portemonaie der Weisheit letzten Schluss sieht.
Ohne die Leihstimmen der Konservativen, die sich doch nicht ganz auf McAllister verlassen wollten, wären sie mit Pauken und Trompeten durchgefallen.
Hoffentlich ist der deutsche Michel im Herbst schlauer und schickt diese Herren für die nächsten Jahre auf die Strafbank.
Ein Segen wäre es für uns Alle und das was noch von der sozialen Marktwirtschaft übrig geblieben ist.
Viel ist es ja sowieso nicht mehr.

Glück auf

21.01.2013
16:11
Toll
von vonschwind | #34

Ist es nicht herrlich. Ich freue mich schon auf die Talkrunden bei denen Opi Brüdi sich
vorher noch ein viertele genehmigt und dann endlich drauflosplappern kann, so daß ihn keiner versteht. Der nuschelt so herrlich, zum kaputtlachen. Der Typ gehört in eine
Comedyshow und nicht in die Politik.
Mahlzeit.

21.01.2013
16:08
Kasper und Hotzenplotz
von DerMerkerNRW | #33

Hat die Augsburger Pupenkiste nicht Jubiläum? Die 2 Marioneten sind doch bestimmt ausgerissen! Aber ich will den anderen Holzköpfen auch nicht zu Nahe treten!

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