Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Politik

Gaddafi-Sohn Seif al Islam erscheint in Libyen vor Gericht

17.01.2013 | 18:20 Uhr
Funktionen

Der Sohn des getöteten libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, Seif al Islam, ist am Donnerstag erstmals vor einem Gericht in der Stadt Sintan im Nordwesten des Landes erschienen. Seif al Islam werden die Gefährdung der nationalen Sicherheit, ein Fluchtversuch aus dem Gefängnis und die Beleidigung der Nationalflagge vorgeworfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur LANA berichtete.

Tripolis (dapd). Der Sohn des getöteten libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, Seif al Islam, ist am Donnerstag erstmals vor einem Gericht in der Stadt Sintan im Nordwesten des Landes erschienen. Seif al Islam werden die Gefährdung der nationalen Sicherheit, ein Fluchtversuch aus dem Gefängnis und die Beleidigung der Nationalflagge vorgeworfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur LANA berichtete. Derzeit wird der Gaddafi-Sohn in Sintan von Milizen festgehalten.

Nach LANA-Informationen steht das Verfahren in Verbindung mit Gaddafis Treffen mit einer Delegation des Den Haager Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) im vergangenen Juni. Dabei sollen ihm Dokumente zugespielt worden sein. Der Delegation gehörte ein Anwalt an, der Gaddafi in einem IStGH-Prozess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verteidigen soll. Dieses Verfahren wurde auf Mai vertagt.

© 2013 AP. All rights reserved

dapd

Kommentare
Aus dem Ressort
Russland macht Unterstützung der Separatisten offiziell
Ukraine-Krise
Während Kiew die Feuerpause für Waffenkäufe nutzen soll, macht Russland die Unterstützung der abtrünnigen Gebiete in der Ostukraine offiziell.
IS-Miliz soll in Syrien 100 "Abtrünnige" getötet haben
Hinrichtungen
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" soll mehr als 100 ausländische IS-Kämpfer getötet haben, die in ihre Heimatländer zurückkehren wollten.
Weise: Nach zehn Jahren größte Hartz-IV-Schwächen überwunden
Hartz IV
Es war die größte Sozialreform in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zum Start von Hartz IV lief vieles nicht rund, gibt Bundesagentur-Chef Weise zu.
SPD-Bundesvize: "Pegida"-Anhänger keine "arglosen Bürger"
"Pegida"
Juden und Christen stellen sich an die Seite der von Islamfeinden der umstrittenen "Pegida"-Bewegung angegriffenen Muslime in Deutschland.
Ethikrat lehnt organisierte Selbsttötung grundsätzlich ab
Sterbehilfe
Der Deutsche Ethikrat hat sich im Grundsatz gegen eine ärztlich assistierte Selbsttötung ausgesprochen. Röspel: Hospize und Palliativvorsorge stärken
Fotos und Videos
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke
Familie Al Sari floh in den Libanon
Bildgalerie
Spendenaktion