Für Hauptschüler steigen die Chancen auf eine Lehrstelle
04.06.2012 | 18:57 Uhr 2012-06-04T18:57:00+0200
Essen. Jugendliche mit Hauptschulabschluss haben künftig größere Berufschancen. Der Fachkräftemangel bringt auch große Unternehmen wie RWE oder die Deutsche Bahn dazu, sich für solche Schüler interessieren, die bisher als schwer vermittelbar gelten.
Jugendliche, die die Schule mit einem Hauptschulabschluss – oder gar ohne – verlassen, dürften in Zukunft erheblich bessere Chancen haben, Lehrstellen zu finden. Auch große Unternehmen wie RWE und die Deutsche Bahn interessieren sich immer mehr für eine Klientel, die bisher als schwer vermittelbar gilt. Grund ist der Fachkräftemangel. Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt den Trend: Im Münsterland, in Ost- und Südwestfalen gebe es in manchen Berufen schon viel mehr Lehrstellen als Bewerber.
Zahlreiche Konzerne planen eine Ausweitung ihrer Qualifizierungsangebote für junge Erwachsene, die keinen Ausbildungsplatz finden. „Chance plus“ heißt dieses Programm bei der Deutschen Bahn. „Es ist für uns mehr und mehr ein Rekrutierungsinstrument. Die Unternehmen müssen sich mehr anstrengen als früher, um Mitarbeiter zu gewinnen. Deshalb kümmern wir uns stärker um Gruppen auf dem Arbeitsmarkt, die bislang nicht so im Fokus standen“, sagte Bahn-Sprecherin Dagmar Kaiser der WAZ. 400 Jugendliche erhalten jedes Jahr diese spezielle Berufsstart-Qualifizierung. Drei von vier Teilnehmern bleiben später bei der Bahn.
Die Arbeitsagentur umwirbt junge Frauen mit Migrationshintergrund
RWE wirbt in Anzeigen für seine Einstiegsqualifizierung „Ich pack das“. Bisher habe man kein Problem, Mitarbeiter zu finden, aber die Zeiten änderten sich. Laut NRW-Arbeitsagentur dürfte die Zahl der Schulabgänger zwischen 2010 und 2020 in NRW um 29 000 (oder 15 Prozent) auf knapp 168 500 sinken. Bei RWE gibt es einen neuen Arbeitskreis auf Konzernebene, um die Angebote für gering Qualifizierte „auf breitere Füße zu stellen“, so ein Ausbildungs-Experte.
Auch die Bundesagentur für Arbeit selbst will sich Arbeitskräfte sichern und startete 2011 bei der Agentur für Arbeit in Essen ein Pilotprojekt. „Die Bundesagentur bildet für den eigenen Bedarf junge alleinerziehende Frauen mit Migrationshintergrund zu Verwaltungsangestellten aus“, so Werner Marquis, Sprecher der Regionaldirektion NRW in Düsseldorf. Bislang laufe das gut. „Die Betreuung der Kinder der Alleinerziehenden übernimmt in unserem Auftrag die Essener AWO.“

11:59
Interessant dazu ist die Auswertung der bisherigen DIHK- Umfragen.
Da kam nämlich bei raus, welch Wunder, dass es gerade die Branchen, die mies bezahlen und miese Arbeitsbedingungen haben, sind, die am lautesten heulen.
Also scheinen unsere jungen Mitbürger anscheinend doch nicht so strunzdumm zu sein, wenn sie solchen Berufe meiden.
Stellt die jungen Leute doch einfach ein und bringt denen ordentlich was bei, dann klappt das schon!
10:42
Das Abitur ist halt nicht mehr so viel Wert, wie sich das einige immer noch einreden.
Sehe ich auch so:
Hauptschulabschluss 1969 entspricht Abitur 2012 !
10:36
Jawoll, Bäcker und Metzger nur noch mit Abitur .....
09:45
Tja, Hauptschüler schwer vermittelbar??? Das ich nicht lache! Das trifft nicht ganz zu! Wir haben durchweg nur super Erfahrungen mit Ihnen gemacht! Das ist das Problem hier! Hauptschüler werden von vorn herrein als dumm abgestempelt! Schade eigentlich!
Jeder hat eine Chance verdient und nicht jeder kann Anwalt Arzt oder was weiß ich werden!
Schön, dass Sie nur gute Erfahrungen gemacht haben, aber sicherlich ist alles relativ und hängt von dem jeweiligen Berufsbild ab....
Sicherlich kann "jeder" grundsätzlich "alles" werden, aber nicht jeder ist von Natur aus mit allem ausgestattet, was es braucht, um Anwalt oder Arzt zu werden.
Hauptschüler werden auch nicht von vorn herein als dumm abgestempelt - sie sind nur im hohen Maße untergebildet - was sich nichtzuletzt (auch) an (Ihren) mangelnden Rechtschreibkenntnissen bemerkbar macht.
LG