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Bush gibt McCain Rückendeckung

08.02.2008 | 19:05 Uhr
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Washington. Mit dem Ausscheiden Mitt Romneys aus dem Rennen um die Präsidentschafts-Nominierung kann sich John McCain nun darauf konzentrieren, die zerstrittenen Republikaner zu einen. ...

... Dagegen stellt der Zweikampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama die Demokraten vor eine schwere Belastungsprobe. Als letzter gab US-Präsident George W. Bush den Segen für seinen langjährigen Widersacher John McCain. Nicht explizit, aber unmissverständlich. Und an einem symbolischen Ort: Dem Jahrestreffen der "Konservativen Politischen Aktions Conference" (CPAC), dem Sammelbecken der Parteirechten der Republikaner. "Wir werden bald einen Kandidaten haben, der das Banner der Konservativen in diese Wahlen und darüber hinaus tragen wird", wirbt Bush für den Mann, der 2000 mit ihm um die Nominierung konkurrierte und nun sein Erbe in Irak retten soll.

Ein Wort, das Gewicht hat. Denn so unbeliebt der Präsident im Rest der USA auch sein mag, hier ist er immer noch ein Star. Bush schärft der Rechten ein, worum es in den kommenden Wochen geht: "Ein Kampf für den Sieg, um das Weiße Haus 2008 zu verteidigen." Doch die Verbitterung über McCain sitzt tief. "Ich bin mir nicht sicherer, wer gefährlicher im Weißen Haus ist", meint etwa der frühere Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus Tom deLay zu der möglichen Alternative Hillary Clinton.

Keine einzelne Stimme. Einflussreiche Wortführer wie der Fundamentlisten-Führer James Dobbson, Radio-Talker Rush Limbaugh oder Kollegin Laura Ingraham propagieren die Idee, es sei besser, das Weiße Haus zu verlieren, als einen "Schein"-Konservativen darin sitzen zu haben.

Dagegen feierte die Rechte Mitt Romney, der nach seiner jüngsten Verwandlung zum Hoffnungsträger der Konservativen, mit einer Brandrede aufwartet. "Nein, Nein", schallt es aus dem Publikum zurück, als Romney am Ende seiner Rede unerwartet seinen Rückzug aus dem Rennen erklärt. Er wolle einem erfolgreichen Wahlkampf gegen die Demokraten nicht im Weg stehen.

Während McCain damit Zeit bekommt, die Parteirechte auszusöhnen, steuern die Demokraten auf ein Showdown bei ihrem Parteitag Ende August zu. Denn der "Super-Dienstag", der die Nominierung Hillary Clintons besiegeln sollte, löste nichts. Barack Obama holte eine hauchdünne Mehrheit der festgelegten Delegierten, Clinton Dank ihrer Siege in den bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien und New York nicht minder knapp die absolute Zahl an Stimmen (50,2% gegen 49,8%).

Ohne eindeutige Mehrheit der Delegierten, kämen dann die Super-Delegierten ins Spiel - nicht gewählte Parteifunktionäre, die im Hinterzimmer den Kandidaten auskungeln. Ein Albtraum-Szenario für die Demokraten. Denn nach dem Parteitag Ende August bliebe nicht viel Zeit, die Wunden heilen zu lassen.

Von Thomas Spang

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