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Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium

12.03.2012 | 06:28 Uhr
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
Die Chance eines Kindes aus oberen Sozialschichten, das Gymnasium zu besuchen, ist in NRW 5,5-mal höher als die eines Kindes aus unteren Schichten. Archiv-Foto: dapd

Essen.   Der „Chancenspiegel“ vergleicht alle 16 Bundesländer und liefert erstmals Antworten auf die Frage: Wie gerecht und leistungsstark sind eigentlich unsere Schulsysteme? Ein erstes Ergebnis: Kein Land ist überall spitze, kein Land in allen Kriterien Schlusslicht – aber die Unterschiede zwischen den Ländern sind erheblich.

Die Pisa-Studie vor gut zehn Jahren brachte es an den Tag: Nirgendwo hängt der Schulerfolg der Kinder so stark vom sozialen Status der Eltern ab wie in Deutschland. Zusammen mit den schlechten Resultaten im Lesen, Rechnen und in den Naturwissenschaften ergab das den berühmten Pisa-Schock. Seither wurde viel über Chancengerechtigkeit diskutiert, doch fehlte bislang eine Datenbasis, die einen Vergleich der Bundesländer ermöglichte. Wieso gehört Sachsen stets zu den Pisa-Gewinnern? Warum ist Bayern in der Spitzengruppe? Weshalb schneiden die Stadtstaaten schlecht ab – und wo steht Nordrhein-Westfalen ?

Diese Lücke will eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung und des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Technischen Universität (TU) Dortmund nun füllen. Der „Chancenspiegel“ vergleicht alle 16 Bundesländer und liefert erstmals Antworten auf die Frage: Wie gerecht und leistungsstark sind eigentlich unsere Schulsysteme? Ein erstes Ergebnis: Kein Land ist überall spitze, kein Land in allen Kriterien Schlusslicht – aber die Unterschiede zwischen den Ländern sind erheblich.

Voneinander lernen

Gerechtigkeit und Leistungsfähigkeit der Schulsysteme werden in vier Kategorien bewertet: Integrationskraft, Durchlässigkeit, Kompetenzförderung und Zertifikatsvergabe. An ihnen lasse sich ablesen, wie integrativ Schulsysteme sind, ob sie soziale Nachteile ausgleichen, Sitzenbleiber und Schulabsteiger vermeiden. Überdies: Welche Lesekompetenz vermitteln die Schulen, wie viele Schüler bleiben ohne Abschluss und wie viele erreichen die Hochschulreife (Zertifikatsvergabe)? Auch die Frage, wie groß die Chancen von Hauptschülern auf einen Ausbildungsplatz sind, floss in die Untersuchung ein. Im Kern beschreibt der „Chancenspiegel“, wie gut oder schlecht die Schüler gefördert werden.

„Die Bundesländer müssen mehr voneinander lernen“, sagt Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Stiftung, mit Blick auf die großen Unterschiede. So ist etwa in Sachsen der Anteil der Schüler, die in einer Förderschule unterrichtet werden, dreimal höher als in Schleswig-Holstein. In Sachsen besuchen dagegen drei von vier Schülern eine Ganztagsschule, in Bayern nicht einmal jeder zehnte. Für Dräger eine klare „Gerechtigkeitslücke“. Auch die Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Lesekompetenz, die in Bremen fast doppelt so hoch ist wie in Brandenburg, gibt es ein Gefälle. Und im hochgelobten Bayern erreichen nur 37,2 Prozent der Schüler eine Hochschulzugangsberechtigung, während es in anderen Ländern mehr als die Hälfte sind.

Bayern steht schlechter da

Wo steht NRW? Weder vorne, noch hinten. Beim Punkt „Durchlässigkeit“ kann NRW noch lernen. Die Chance eines Kindes aus oberen Sozialschichten, das Gymnasium zu besuchen , ist 5,5-mal höher als die eines Kindes aus unteren Schichten. Im Bundesschnitt liegt der Faktor bei 4,5. Zum Vergleich: Bayern schneidet noch schlechter ab, hier sind die Chancen für ein Kind aus reichen Familien gar 6,5-mal höher – mit allen Konsequenzen für die Bildungskarriere.

Auch beim Schulwechsel sieht es in NRW nicht gut aus. Einem Wechsler in eine höhere Schulform stehen 8,5 Absteiger gegenüber. „Mit dem achtjährigen Gymnasium, G8, wurde der Aufstieg erheblich erschwert“, erklärt IFS-Direktor Wilfried Bos der NRZ. Der Bundes-Schnitt liegt bei eins zu 4,3. Bayern steht besser da: Ein Aufsteiger kommt auf nur 2,2 Absteiger. Spitze ist NRW indes bei der Zahl der Abiturienten. 54 Prozent erreichen die Hochschulreife (Bundesschnitt: 46,4 Prozent). Dies ist der höchste Abiturientenanteil aller Bundesländer – weit vor Bayern.

IFS-Direktor Wilfried Bos betont: Alle Bundesländer hätten Nachholbedarf. Die Zeit für ideologische Debatten sei vorbei.

Christopher Onkelbach


Kommentare
12.03.2012
20:53
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von 1980yann | #23

Für die Ergebnisse gibt es 3 mögliche Erklärungen:
- die Sarrazin-Variante: arme Kinder sind dümmer und schaffen es nicht
- die sozialromantische Variante: alle Kinder sind gleich, aber die Armen werden diskriminiert
- der realistische Mittelweg: alle Kinder haben von Geburt aus das gleiche Potential unabhängig vom Einkommen der Eltern (bzw. die weisen unabhängig von der Herkunft die gleiche Streuung auf), werden aber nicht gleich gefördert und können ihr Potential nicht gleichwertig ausschöpfen ...

1 Antwort
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von Bumskoppp | #23-1

Variante 2 ist nicht "sozialromantisch", sondern zutreffend. Denn auf dem Gymnasium ist die Streuung wieder normal - von der Intelligenz her. Nur ein Faktor ist eben im Unterschied zur Grundschule deutlich homogener: der soziale Status. Alles nachgewiesen - Diskussion also überflüssig. Nicht anders habe ich es auf dem Gym erlebt: vom Hochbegabten bis zur armseligen Dummbeule war wirklich alles dabei. Aber fast alle kamen aus "besseren" Verhältnissen.

12.03.2012
15:31
@17 Vielen Dank für die Blumen.
von FernerBeobachter | #22

Ihre wie auch immer motivierten Unterstellungen kommentiere ich nicht.

Ich weiß ja nicht, auf welche Schule Sie gegangen sind (oder sollte ich schreiben: aus finamziellen Gründen gehen durften?), aber als in meiner Grundschulklasse die Entscheidung gefällt werden sollte, welches Kind welche weiterführende Schule besucht, standen Geldbeutel und Ansehen nicht zur Debatte, sondern einzig und allein die Leistungsfähigkeit (wurde gestestet) und die beruflichen Wünsche und Zielvorstellungen der jeweiligen Schüler.
Diese Entscheidung wurde vom Schritt von der Sek I zur Sek II bei manchen noch einmal revidiert in der Form, dass einige nach der Haupt- oder der Realschule zum "Gymi" wechselten, um ihr Abitur zu machen. Diese "Wechlser" hatten zwar ein hartes erstes Halbjahr, waren in ihren Abiturnoten jedoch genauso gut wie diejenigen, die von Anfang an zum Gymnasium gegangen sind.

9 Antworten
Träumer!
von Bumskoppp | #22-1

du glaubst doch nicht im Ernst, daß die Lehrer für die Weiterempfehlung den Geldbeutel als Kriterium offen thematisieren. So schlau sind Lehrer schon, daß sie ihre Diskriminierung lieber unterschwellig durchziehen.

Du kannst es drehen, wie du willst gegen die Harten Fakten unzähliger Studien kommen deine "Einzelbeobachtungen" nicht an.

...
von Bumskoppp | #22-2

übrigens hast du als Studierter offenbar nicht viel vom Wert wissenschaftlicher Forschung mitbekommen. Das zeigt mal wieder, daß offenbar oft die Falschen studieren.

Bumskoppp
von Jan_van_Beauregard | #22-3

Zitat: "ich sollte auf die Hauptschule und musste mir den Gym-Besuch bitter erkämpfen (in dem Alter schon)."

Ich weiß ja nicht, wie ich mir den "bitteren Kampf" eines Zehnjährigen um die "Eintrittskarte" für das Gymnasium vorstellen darf. ( Hungerstreik in der Grundschulklasse?, Ankettung am Haupttor der städt. Oberschule?, Sitzstreik und Zeugnisverbrennung vor dem Gebäude ds örtlichen Generalanzeigers?, Entführung des Schularztes zwecks Feststellung des außergewöhnlichen IQs. ;-) )
Nach der Beschreibung Ihres schulischen Schicksals haben Sie ja den Übergang geschafft und sollten Sie ( wirklich ?!?) das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife ereicht haben, dann haben Sie mit Ihren widersprüchlichen Kommentaren aber gehörige Eigentore geschossen.
Und wenn es das "Arzt-Söhnchen", das "Rechtsanwalt-Töchterchen" etwas leichter gehabt hatten....
....nehmen Sie`s sportlich, seien Sie stolz auf sich (Sie haben am Ende mehr geleistet)und bedanken Sie sich bei Ihren Eltern f.d. Unterstütz.

...
von Bumskoppp | #22-4

Sie können sich lustig machen, wie sie wollen. Daß sie in dem Alter ein passives Blag waren, sie ihnen gegönnt - muß aber andere nicht davon abhalten, für ihre Lebenschancen zu kämpfen.

Bumskoppp
von Jan_van_Beauregard | #22-5

"passives Blag" :-)))

Was immer Sie sich auch darunter vorstellen...
....Ihre verzweifelten, dümmlichen Unterstellungen und Ihre despektierliche, unverschämte Ausdrucksweise lassen evtl. eher auf einen "gescheiterten Schulabsolventen" schließen.

Ihr Zitat:
..."Letztlich wurde ich zum Schulpsychologen geschickt, der meine Intelligenz messen sollte und selbstverständlich war ich deutlich über dem Durchschnitt."

Könnte es sein, dass es seitens des Schulpsychologen noch andere "Bedenken" gab?

Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von Bumskoppp | #22-6

ja, in der Tat. Er hatte Bedenken, daß ich nicht genügend Geld zum Gymnasium mitbringe.

Ja klar,
von Jan_van_Beauregard | #22-7

...die vielen neuen Lehrer mussten ja auch alle geschmiert werden. Da konnte so ein kleiner Bumskoppp nicht einfach durch seine Intelligenz "bestechen" :-)))
Ich glaube, und das ist wohl das Hauptproblem....
...Sie haben den Schulpsychologen mit dem Türsteher der Spielbank in Hohensyburg verwechselt.

Viel Spaß noch beim Stricken Ihrer Schul-Traum-Legende.... :-(

Hohensyburg - isklargeworden
von Bummmskoppp | #22-8

ich bin überhaupt nicht in DO zur Schule gegangen, sondern in Norddeutschland. Und alles, was ich schreibe ist wahr. Im Gutachten stand, daß er sich Sorgen macht wg. meines sozialen Status - daß ich dort eben nicht reinpasse.

Aber das darf in einem aufgeklärten Land - oder was sich dafür hält - nicht sein!

Ich weiß zwar nicht...
von Jan_van_Beauregard | #22-9

aus welchem sozialen Milieu Sie stammen und WANN !! dieser Gutachter diese "Empfehlung" formuliert hat,..
ich kann Ihnen nur meine Beobachtungen schildern:
Als ich 1963 nach der 4. Volksschulklasse an ein Dortmunder "Elite"gymnasium wechselte, war ein ärztliches Gutachten nicht erforderlich, da wir "Wechsler" an den entsprechenden Schulen noch eine dreitägige Aufnahmeprüfung absolvieren mussten.
Allerdings hatte ich an diesem Gymnasium das Gefühl, dass der soziale Status der Schüler bei den Lehrern eine große Rolle spielte (der Beruf des Vaters wurde nach öffentlicher Befragung am Anfang des Schuljahres ins Klassenbuch eingetragen)
Da ich selbst Lehrer geworden bin (seit über 35 Jahren unterrichte) , meine Frau, meine Tochter und ein großer Teil meiner Bekannten auch in unterschiedlichen Schulformen unterrichten, kann ich Ihnen versichern, dass "Geld" HEUTE kein Kriterium für eine erfolgreiche Schullaufbahn mehr ist.
Hauptgrund des Scheiterns ist die frühe Verwahrlosung im Elternhaus

12.03.2012
14:21
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von Schneewittchen68 | #21

@darabu
laut Wikipedia besuchte er als Schüler ein katholisches Internat, das Bischöfliche Konvikt in Prüm (Eifel), dessen Schüler das staatliche Regino-Gymnasium besuchten.Das hört sich doch nach einer staatlichen Schule an, oder?

12.03.2012
14:03
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von darabu | #20

#dkwf
der oskar war meines wissens auf einem ev. Internat. Er hat NICHT das Abitur auf einer staatlichen Schule gemacht und darum geht es hier. Schlecht recherchiert, oder ABSICHT?

12.03.2012
13:43
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von DKWF12 | #19

In Deutschland wurden schon immer intelligente, ehrgeizige Kinder und Jugendliche gefördert.
Diese Debatte um die Elternhäuser ist schlechtweg unsinnig.

Beispiel:
Vater Bäcker, im Krieg 1945 gefallen, Mutter alleinerziehend, Sekretärin, 2 Kinder, Zwillinge.

Beide Kinder Abitur, beide Studium.
Der eine, Hans, Rechtsanwalt, der andere, Oskar, Physiker und Politiker.

Hausname Lafontaine.

12.03.2012
13:34
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von wohlzufrieden | #18

Armut? Frau von der Leyen würde das als "Wohlstandsdiefferenz"bezeichnen...

2 Antworten
Arme Schüler in NRW schaffen schwerer den Sprung aufs Gymnasium
von Bumskoppp | #18-1

*lol*

Berichtigung in eigener Sache
von wohlzufrieden | #18-2

bei "Wohlstanddifferenz" hat sich ein "e" zu viel eingeschlichen, "e" wie einfach zum k....., unser System...

12.03.2012
12:16
#16 rührige Einzelfälle
von meigustu | #17

sind kaum geeignet empirische Daten zu widerlegen.

Vor allen Dingen sollte man mal von dem Trip runterkommen, es gehe hier darum einzelnen Ungeeigneten etwas Unverdientes zukommen zu lassen.

Es geht schlicht und ergreifend darum, das wir so wenig Nachwuchs haben, dass wir es uns schlicht nicht leisten können, dass da auch nur ein Talent übersehen wird.

Wenn ein Macho meint seine clevere Tochter dumm halten zu müssen, dann wäre es fatal wenn die deshalb keine ordentliche Ausbildung bekommt. Noch schlimmer ist es wenn die Intelligenz, die wir dank mittelalterlichem Ständedenken, mit 10 Jahren aussortieren sich im kriminellen Milieu eine ertragreiche Betätigung sucht.

12.03.2012
11:47
Arme Schüler schaffen es nicht aufs Gymnasium?
von FernerBeobachter | #16

Ich habe in NRW das Gymnasium besucht, genau wie meine Schwester. Ich habe anschließend studiert, sie nicht. Unser jüngerer Bruder ist auf die Hauptschule gegangen und hat anschließend einen handwerklichen Beruf erlernt, für den er sich schon immer interessiert hat. Die ganze Zeit über hat unsere Famile ausschließlich von dem Gehalt unseres Vaters gelebt, und es ging uns zu keiner Zeit irgendwo schlecht.
Niemand muss sich den Gang zum Gymnasium "erkaufen". Fakt ist, dass Hauptschulbesucher eher die Kinder von "Armen" zu sein scheinen(!). Fakt ist auch, dass gerade die Hauptschulen als "soziale Rückhaltebecken" verschrien sind. Aber gehen die "armen(-)Kinder" deshalb auf die Hauptschule, weil sie "arm" sind, oder z.B. sie aufgrund ihres Elternhauses eine bestimmte berufliche Karriereschiene einschlagen wollen? Nicht hinter jeder Korrelation steht ein funktionaler Zusammenhang. Und nach dem Einkommen meines Vaters hat in meiner Abiturprüfung niemand gefragt.

1 Antwort
gehen die "armen(-)Kinder" deshalb auf die Hauptschule, weil sie "arm" sind
von Bumskoppp | #16-1

JA! und "arm" braucht man auch nicht in Anführungszeichen zu setzen. Ich selbst bin ein Beispiel: ich sollte auf die Hauptschule und musste mir den Gym-Besuch bitter erkämpfen (in dem Alter schon). Letztlich wurde ich zum Schulpsychologen geschickt, der meine Intelligenz messen sollte und selbstverständlich war ich deutlich über dem Durchschnitt.

Aber das Problem ist: welches reiche Blag muß erst seine Intelligenz amtlich nachweisen, bevor es aufs Gymnasium darf?

12.03.2012
11:43
Armut ist ein Hinderungsgrund
von meigustu | #15

Armut ist oft die Folge von Bildungsferne. Diese ist auch die Ursache für die Folgen der entsprechenden Kinder. Somit resultiert also aus der Bildungsferne der Eltern eben diese der Kinder und auch die Armut. Der Schluss, dass aus Armut mangelnde Perspektiven fürs Gymnasium entstehen ist daher richtig.

Dem kann man nur begegnen, wenn man erst dann aussortiert, wenn die Eigenmotivation der Kinder sich entwickelt hat. Das ist umgekehrt auch sehr sinnvoll, denn nicht wenige die mit Druck und pushen der Eltern gute Noten haben, werden zu Schulabbrechern, weil sie aus eigener Kraft dem Leistungsdruck nicht standhalten.

Wir können es uns heutzutage einfach nicht mehr leisten auch nur 1 Talent zu verschleudern.

1 Antwort
Logik?
von prorevier | #15-1

Was ist das denn für eine Logik? Ideologielogik?

Ursache = Bildungsferne

1. Wirkung = Armut
2. Wirkung = Bildungsferne der Kinder

Abhängigkeit Armut und Bildungsferne der Kinder existiert folglich nicht.

Auch wenn es so schön ins Weltbild passt, ist es trotzdem falsch.

12.03.2012
11:41
Möglichkeiten des Staates
von prorevier | #14

Was soll ein Staat denn mehr leisten,als Schulpflicht und keine Erhebung von Schulgeld? Lehrmittelfreiheit für sozial schwache ist auch gegeben und Ausflüge etc. werden auch übernommen.
Wer dann noch zu bequem für eine qualifizierte Ausbildung ist, braucht die Schuld nicht auf den Staat zu schieben. Mehr Chancengleichheit ist doch gar nicht möglich.

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