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Tschechien verhängt Ausfuhrstopp für Schnaps

21.09.2012 | 08:22 Uhr
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Tschechien verhängt Ausfuhrstopp für Schnaps
Auch die traditionsreiche Marke Becherovka ist vom Verkaufs- und Exportstopp betroffen.Foto: rtr

Prag.  23 Menschen sind in Tschechien in den vergangenen Tagen durch gepanschte Spirituosen gestorben. Nachdem die tschechische Regierung schon ein landesweites Verkaufsverbot für hochprozentige Alkoholika verhängt hatte, kommt nun ein Exportverbot dazu.

Nach dem Tod von 23 Menschen durch gepanschten Alkohol hat Tschechien einen sofortigen Ausfuhrstopp für alle hochprozentigen Spirituosen verhängt. Es gehe um Produkte, in denen mehr als 20 Prozent Alkohol enthalten sei, sagte Regierungschef Petr Necas am Donnerstag. Die tschechischen Marken-Biere seien nicht betroffen. Tschechien hatte bereits am vergangenen Freitag ein Verkaufsverbot für Hochprozentiges in allen Geschäften und Kneipen des Landes verhängt.

23 Menschen sind in den vergangenen Tagen an den Folgen einer Methanol-Vergiftung gestorben. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um gepanschten Alkohol handelt, der illegal hergestellt und dann unter Verwendung gefälschter Etiketten verkauft wurde, etwa als Rum oder Wodka. Konkrete Hinweise auf die Hintermänner haben die Behörden nach eigenen Angaben noch nicht.

Das Verbraucherschutzministerium in Berlin hat ebenfalls vor den gepanschten Spirituosen gewarnt.

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