Das aktuelle Wetter NRW 23°C
Literatur

Stephen King setzt sich für schärfere Waffengesetze in den USA ein

26.01.2013 | 15:25 Uhr
Stephen King setzt sich für schärfere Waffengesetze in den USA ein
Stephen King fordert in einem Essay strengere Waffengesetze in den Vereinigten StaatenFoto: AP

Washington.  Stephen King fordert schärfere Waffengesetze in den USA. Der Autor, der selber mehrere Schusswaffen besitzt, schrieb ein Essay zu dem umstrittenen Thema. Verkauft wird Kings Essay exklusiv für den Kindle, mit dem sich Bücher als digitale Dateien lesen lassen. Den Erlös will King spenden.

Der für seine packenden Horror-Geschichten bekannte US-Autor Stephen King hat sich öffentlich für schärfere Waffenkontrollen in seinem Land eingesetzt. In einem am Freitag veröffentlichten leidenschaftlichen Essay stellte sich King gegen ein "mit Gewehren überflutetes Amerika".

Der Bestsellerautor setzte sich darin für ein Verbot halbautomatischer Waffen und großer Munitionsmagazine ein. Er unterstützte damit ausdrücklich einen von den Demokraten im US-Kongress eingebrachten Gesetzentwurf.

Erlös geht an Initiative für Waffenkontrollen

Seine Leser fragte King, ob ein "gutes Alarmsystem" als Schutz vor Einbrechern nicht ausreiche. Der einflussreichen Waffenlobby NRA warf King vor, auf ihre Vorrechte zu pochen und sich keinen Deut um die "Kollateralschäden" zu scheren. Sollte sein Beitrag dazu helfen, "eine konstruktive Debatte anzustoßen, habe ich meine Arbeit getan", erklärte King, der nach eigenen Angaben selbst drei Schusswaffen besitzt.

Kings Essay "Guns" (Waffen) war zunächst nur über den relativ neuen digitalen Amazon-Dienst Kindle Singles zu erhalten, zum Preis von 99 US-Cents (etwa 74 Euro-Cents). Er erlaubt Autoren, Werke rasch zu veröffentlichen, die für ein Buch zu kurz und für einen Magazin-Beitrag zu lang sind. Um seinen Essay lesen zu können, müssen Interessenten allerdings nicht zwingend über einen E-Book-Reader verfügen. Amazon bietet auch eine Kindle-App an, die sich auf den Rechner oder aufs Smartphone runterladen lässt. Auch via Internet-Browser können Kindle-Texte gelesen werden.

Der Erlös aus dem Essay geht nach Angaben Kings an die Organisation Brady Campaign, die sich für scharfe Waffenkontrollen einsetzt.(afp)


Kommentare
26.01.2013
15:45
Stephen King setzt sich für schärfere Waffengesetze in den USA ein
von emptee | #1

Es muss niemand über einen E-Book-Reader verfügen, um das Essay lesen zu können.

Kindle-Software gibt es sowohl für den PC, den Mac, iOS-Geräte wie iPhone und iPad und auch für Android.

Aus dem Ressort
Bootsflüchtlinge sollen Dutzende Mitreisende ermordet haben
Kriminalität
Italiens Behörden haben nach einem Bericht fünf gerettete Bootsflüchtlinge festgenommen. Sie stehen im Verdacht, Dutzende mitreisende Flüchtlinge getötet zu haben, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica" in Berufung auf die Polizei im sizilianischen Messina.
Kein Vertrauen - Mollath-Verteidiger müssen weiter machen
Prozess
Paukenschlag im Prozess gegen Gustl Mollath: Die Wahlverteidiger geben ihr Amt auf. Angeblich fehlt dem Angeklagten das Vertrauen. Doch Mollath zeigt sich überrascht — und das Gericht findet schnell eine Lösung: Die Wahlverteidiger werden zu Pflichtverteidigern.
Zeugin will vor Mord an Achtjährigem Schreie gehört haben
Kriminalität
Im Fall des getöteten Achtjährigen in Freiburg gehen die Ermittler einer Zeugenaussage über Schreie am Spielplatz nach. Eine Frau hat nach Polizeiangaben ausgesagt, am Sonntagabend drei Schreie in der Nähe des Spielplatzes gehört zu haben, auf dem der kleine Armani zuletzt gesehen wurde.
Warum das Baden in der Ostsee zurzeit so gefährlich ist
Ostsee
Die Zahl der Badetoten an der Ostseeküste steigt. Allein am vergangenen Wochenende kamen 16 Schwimmer ums Leben. Hinzu kommen etliche Gerettete in den vergangenen Wochen. Einige Strandbesucher springen immer noch ins kühle Nass - trotz roter Flaggen. Sie gefährden dadurch nicht nur sich selbst.
Deutsches WM-Quartier - steht das Campo Bahia vor dem Aus?
Campo Bahia
Das Campo Bahia war während der Fußball-WM Rückzugsort und Ruheoase für die Spieler der deutschen Nationalelf. Doch dem Luxuskomplex droht womöglich das Aus. Brasilianische Medien berichten von unbezahlten Steuern und einer drohenden Pfändung. Die Betreiber des Resorts sprechen von einem Irrtum.
Umfrage
Das Beispiel ist krass: Ein 23-Jähriger wird auf Facebook einer Vergewaltigung bezichtigt — aber er ist unschuldig. Wurden Sie schon Opfer von Facebook-Hetze oder Mobbing?

Das Beispiel ist krass: Ein 23-Jähriger wird auf Facebook einer Vergewaltigung bezichtigt — aber er ist unschuldig. Wurden Sie schon Opfer von Facebook-Hetze oder Mobbing?

 
Fotos und Videos