Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Justiz

Schüler müssen wegen falschen Tiger-Alarms vor Gericht

15.06.2012 | 18:52 Uhr
Schüler müssen wegen falschen Tiger-Alarms vor Gericht
Sie wollten wahrscheinlich lustig sein: Schüler meldeten bei der Polizei Tiger im Wald. Die es aber nicht gab. Die Folge: Die Polizei löste einen Großeinsatz aus. Jetzt geht's für die Schüler vors Gericht.Foto: dapd

Augsburg.  Schüler aus der Nähe von Augsburg riefen nacheinander bei der Polizei an. Alle meldeten: Tiger-Alarm im Wald. Ein Schüler meldete sogar, er habe sich noch auf einen Baum retten können. Die Anrufe lösten einen Großeinsatz aus. Dabei war alles völliger Unsinn. Deswegen müssen sich die Jugendlichen jetzt vor Gericht verantworten.

Ein Dreivierteljahr nach einer Falschmeldung über einen freilaufenden Tiger in Augsburg müssen sich vier Schüler vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten aus Gersthofen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren nach Angaben vom Freitag gemeinschaftlichen Missbrauch von Notrufen vor.

Die Vier sollen am 19. September nacheinander bei der Polizei angerufen und von einem angeblich frei laufenden Tiger im Siebentischwald berichtet haben. Ein Angeklagter gab laut Staatsanwaltschft sogar an, er sitze auf einem Baum in der Nähe der Raubkatze.

Die Meldungen lösten einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr samt Hubschrauber mit Wärmebildkamera aus. Zudem wurden Anwohner über Radio vor dem Tiger gewarnt. Der Prozess vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht Ausgsburg beginnt am 26. Juli.



Kommentare
15.06.2012
20:26
Schüler müssen wegen falschen Tiger-Alarms vor Gericht
von ditku | #2

Wie dämlich ist die Polizei?
Hätte nicht ein Anruf bei den örtlichen Zoos genügt,
um das zu abzuklären.
Die 4 Idioten sollten ein paar Jahre die Tigerkäfige reinigen dürfen.
Wer ******* baut, sollte sie auch entsorgen :-)

2 Antworten
Schüler müssen wegen falschen Tiger-Alarms vor Gericht
von LordHelmchen80 | #2-1

was hat das mit "Dämlichkeit" der Polizei zu tun?

Fakt ist, es wurden bei der Polizei mehrere Sichtungen gemeldet, somit musste die Polizei reagieren.
Sie wären bestimmt einer der ersten Menschen gewesen, die der Polizei Untätigkeit vorgeworfen hätten, wenn es wirklich einen Tiger und evtl Todesopfer geben hätten.

Wer sagt denn, dass es nur Tiger im Zoo gibt? Wieviele Menschen halten sich illegeal irgendwelche Exoten und vor nicht allzu langer Zeit wurde ein freilaufender Panther im deutsch-belgischen Raum gesehen und auf Video gefilmt.

Also sollten sie ein Stück weit überlegen, bevor sie die Polizei hier öffentlich als dämlich hinterfragen

Schüler müssen wegen falschen Tiger-Alarms vor Gericht
von Madde | #2-2

Die Polizei wollte Leben retten!
Da bleibt keine Zeit etwas abzuklären.
Vorallem wenn mehrere Personen anrufen wird davon ausgegangen das es stimmt.

Wer sagt denn das ein Tiger nur aus einem Zoo entkommen kann und nicht von einem Zirkus oder sogar privat?

Sie haben vielleicht eine Logik.....
Unglaublich.

15.06.2012
20:02
...
von sebas | #1

1. war die Beweisaufnahme derart schwierig, langwierig?
oder warum dauert es ein Dreiviertel Jahr bis zur Verhandlung?

2. Wenn der Prozess doch erst am 26.Juli "beginnt" (wieso eigentlich "beginnt" und nicht
"stattfindet" - soll sich diese anscheinend eindeutige Sache denn über einen mehrtägigen, mehrwöchigen Prozess hinziehen???

3. Warum berichten Sie denn heute darüber?
Es gibt in dieser Sache heute doch gar nichts zu berichten!
Schreiben Sie lieber erst dann, wenn feststeht, wie die Sache ausgegangen ist,
ob und in welchem Umfang die eltern der Jugendlichen für die entstandenen Kosten (Polizei, Feuerwehr... Gerichtsverhandlung) aufkommen müssen!!

1 Antwort
Schüler müssen wegen falschen Tiger-Alarms vor Gericht
von Hastalamuertesiempre | #1-1

sebas, Sie Schlauberger, im Jugendstrafrecht gibt es keine öffentlichen Veerhandlungen, geschweige denn, dass neben Zuschauern noch Presse geduldet wird...

;-)

Aus dem Ressort
Der Schneider der Stars - Designer Oscar de la Renta ist tot
Designer
Seine Eltern wollten, dass er Versicherungen verkauft, aber Oscar de la Renta hatte anderes im Sinn. Als Modemacher arbeitete er sich hoch und kleidete Stars wie Sarah Jessica Parker und First Ladies wie Jackie Kennedy ein. Jetzt ist er im Alter von 82 Jahren gestorben.
Hinter Schock-Videos im Netz stecken oft Betrüger
Betrug
Hinter schockierenden Videos im Internet stecken oft Betrüger. Die Initiative "Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht" klärt Eltern darüber auf, wie die vermeintlichen Schock-Videos Nutzer ködern – sogar mit falscher Tatsachen wie dem Tod eines Prominenten.
Viele Deutsche hätten gerne das ganze Jahr über Sommerzeit
Zeitumstellung
Am Wochenende werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt. Doch die meisten Deutschen haben gar keine Lust auf die Zeitumstellung. Eine Umfrage zeigt: 71 Prozent möchten ihre Uhren nicht mehr zurücksetzen. Darunter hätte viele gerne für immer die Sommerzeit.
US-Klimabehörde sieht globalen Temperaturrekord im September
Wetter
Der September 2014 ist der weltweit wärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren gewesen. Die Durchschnittstemperatur der Erd- und Meeresoberflächen habe bei 15,72 Grad Celsius gelegen und damit 0,72 Grad höher als im langfristigen Mittel für den Monat.
Viele Ebola-Patienten haben Angst vor der Behandlung
Gesundheit
Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" will ihre Arbeit für die Menschen in den von Ebola betroffenen Ländern transparenter machen.
Umfrage
Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?