Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Leichenfund

Polizei bestätigt Tod von Sebastian auf Amrum

05.07.2012 | 09:16 Uhr
Polizei bestätigt Tod von Sebastian auf Amrum
Auf diesem Spielplatz kam der kleine Sebastian ums Leben. Foto: rtv/dapd

Amrum.   Jetzt ist es traurige Gewissheit: Der zehnjährige Sebastian ist tot. Die Leiche, die auf einem Spielplatz in Wittdün auf Amrum gefunden wurde, ist identifiziert. Die Polizei vermutet einen tragischen Unfall.

Bei der auf der Nordseeinsel Amrum gefundenen Kinderleiche handelt es sich um den vermissten zehnjährigen Sebastian. Die Eltern haben den Leichnam bereits identifiziert, wie Polizeisprecherin Kristin Stielow am Donnerstag auf dapd-Anfrage sagte. Die aus Österreich stammende Familie des Jungen werde psychologisch betreut.

Das Obduktionsergebnis deute auf Tod durch Ersticken hin, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Es gebe keine Hinweise auf Gewalteinwirkung. Die Untersuchungen zum genauen Unfallhergang dauerten jedoch an.

"Wir vermuten, dass es sich um einen Spielunfall gehandelt hat", sagte Stielow. Der Junge habe nahe eines "Piratenschiffs" auf einem Spielplatz ein tiefes Loch gegraben. Der Sand sei anschließend vermutlich über ihm eingestürzt und das Kind erstickt.

Die Leiche des Jungen wurde bereits auf das Festland überführt. Seit Sonntag war auf der Insel nach dem vermissten Sebastian gesucht worden, bis die Leiche des Kindes schließlich am Mittwochnachmittag an dem Spielplatz gefunden wurde, wo Sebastian zuletzt gesehen wurde. Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei erneut nach dem Jungen gesucht. Den entscheidenden Hinweis lieferte schließlich ein Urlaubsbild. Es zeigte, wie Sebastian an der späteren Fundstelle ein tiefes Loch grub. (dapd)


Kommentare
05.07.2012
10:46
Polizei bestätigt Tod von Sebastian auf Amrum
von Bella74 | #1

Mein tiefstes Mitgefühl für die Familie!
Was für ein tragischer Unfall.
Als Mutter zerreist es mir das Herz...

Aus dem Ressort
Kuhherde tötet eine deutsche Wanderin in Österreich
Tier-Angriff
Eine 45 Jahre alte Wanderin aus Rheinland-Pfalz kam am Montag in Österreich durch den Angriff einer Kuhherde ums Leben. Etwa 20 Tiere griffen die Frau an und verletzten sie tödlich. Dabei hatte es die Herde laut Behörden eigentlich auf den angeleinten Hund der Frau abgesehen.
"Hidden Cash" - Unternehmer versteckt Geld für Schatzsucher
Geldsuche
Hunderte Schatzsucher sind am Wochenende durch den Berliner Tiergarten gestreift. Ihr Ziel: versteckte, grüne Briefumschläge. Darin hatte ein edler Spender aus den USA Geldscheine deponiert — wie zuvor schon in anderen Städten der Welt.
Anwälte wollen Mollath nicht mehr vertreten - müssen aber
Rechtsstreit
Im Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath tobt der Streit zwischen dem Ex-Psychiatrie-Insassen und seinen Anwälten: Die Pflichtverteidiger wollen den 57-Jährigen nicht weiter vertreten, werfen ihm Lügen vor. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Das Vertrauensverhältnis sei nicht ernsthaft gestört.
WHO will Ebola-Patient in Hamburger Klinik behandeln lassen
Ebola
Die Weltgesundheitsorganisation hat angefragt, ob ein Ebola-Patient aus Westafrika im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt werden kann. Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation.
Drei Menschen in Pakistan wegen Facebook-Eintrag getötet
Religion
Eine Frau und zwei kleine Kinder sind in Pakistan wegen eines "blasphemischen" Facebook-Eintrags getötet worden. Dutzende Sunniten hatte mitten in der Nacht eine Wohnsiedlung überfallen und die Häuser mit Benzin angezündet.
Umfrage
Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?