Das aktuelle Wetter NRW 26°C
Prozess

Mit Schülerin durchgebrannter Brite plädiert auf unschuldig

26.01.2013 | 16:31 Uhr
Mit Schülerin durchgebrannter Brite plädiert auf unschuldig
Der inhaftierte Mathelehrer wurde per Videoverbindung zu der Anhörung zugeschaltet.Foto: AP

Bordeaux  Ein britischer Lehrer, der mit seiner minderjährigen Schülerin durchgebrannt war, hat den Vorwurf der Kindesentführung zurückgewiesen. Ab Juni soll er vor Gericht stehen. In dem aufsehenerregenden Fall stellten die britischen Behörden einen europäischen Haftbefehl aus.

Der mit seiner minderjährigen Schülerin durchgebrannte britische Mathelehrer hat den Vorwurf der Kindesentführung zurückgewiesen. Vor einem Gericht im englischen Sussex plädierte der 30-Jährige am Freitag auf nicht schuldig. Der inhaftierte Mathelehrer wurde per Videoverbindung zu der Anhörung zugeschaltet, seine Untersuchungshaft wurde anschließend aufrecht erhalten. Der Prozess gegen ihn soll im Juni beginnen.

Der Lehrer und seine 15-jährige Schülerin waren am 20. September im Auto des Lehrers von Sussex nach Dover gefahren und hatten mit der Fähre ins französische Calais übergesetzt. Einen Tag später trafen sie in Bordeaux ein.

Lehrer wurde nach Großbritannien ausgeliefert

In dem aufsehenerregenden Fall stellten die britischen Behörden einen europäischen Haftbefehl aus, eine Woche nach ihrer Flucht aus Großbritannien wurden die beiden in Bordeaux aufgegriffen. Das Mädchen kehrte nach Hause zurück, der Lehrer wurde festgenommen und Mitte Oktober an Großbritannien ausgeliefert.

Mitte Januar hatte außerdem ein Gericht in Bordeaux den Weg dafür freigemacht, dass der Lehrer in Großbritannien auch wegen Sex mit einer Minderjährigen angeklagt werden kann. Zuvor war nur eine Anklage wegen Kindesentführung möglich, weil der europäische Haftbefehl nur darauf lautete.

Dann aber stimmte das französische Gericht einer Hinzunahme des Vorwurfs Sex mit Minderjährigen zu. Dadurch würde sich die mögliche Höchststrafe von sieben auf 14 Jahre verdoppeln. (afp)


Kommentare
Aus dem Ressort
Lottospieler holen Gewinne in Millionenhöhe nicht ab
Glücksspiel
Sechs Richtige im Lotto? Da muss man Glück haben. Doch das reicht mitunter nicht. Denn manche Lottospieler holen ihr Geld nicht ab - sogar Millionengewinne. Jetzt zog der deutsche Lotto- und Totoblock eine Bilanz. Alleine in NRW blieben 8,6 Millionen Euro liegen.
Anwälte wollen Mollath nicht mehr vertreten - müssen aber
Rechtsstreit
Im Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath tobt der Streit zwischen dem Ex-Psychiatrie-Insassen und seinen Anwälten: Die Pflichtverteidiger wollen den 57-Jährigen nicht weiter vertreten, werfen ihm Lügen vor. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Das Vertrauensverhältnis sei nicht ernsthaft gestört.
WHO will Ebola-Patient in Hamburger Klinik behandeln lassen
Ebola
Die Weltgesundheitsorganisation hat angefragt, ob ein Ebola-Patient aus Westafrika im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt werden kann. Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation.
Drei Menschen in Pakistan wegen Facebook-Eintrag getötet
Religion
Eine Frau und zwei kleine Kinder sind in Pakistan wegen eines "blasphemischen" Facebook-Eintrags getötet worden. Dutzende Sunniten hatte mitten in der Nacht eine Wohnsiedlung überfallen und die Häuser mit Benzin angezündet.
Im Darknet versteckt sich die dunklen Seite des Webs
Darknet
Anonym unterwegs im Internet – das geht tatsächlich. Wer seine Verbindungen richtig verschlüsselt, bereitet den Überwachern immense Schwierigkeiten. Doch was politisch Verfolgten zugute kommt, wird von Kriminellen genutzt, um Drogen, Waffen oder andere illegale Waren zu verkaufen.
Umfrage
Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?