Finnische Schule nach Amoklauf wieder geöffnet
13.11.2007 | 07:18 Uhr 2007-11-13T07:18:00+0100Helsinki/Stockholm. Fünf Tage nach der Ermordung von sechs Schülern und zwei Frauen hat im Jokela-Schulzentrum der südfinnischen Kleinstadt Tuusula wieder der normale Unterrichtsbetrieb begonnen.
Wie ein Sprecher der Stadtverwaltung gestern mitteilte, sollten umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen die 450 Schüler schützen - vor allem vor einem erwarteten Medien-Ansturm.
Am vergangenen Mittwoch hatte der 18-jährige Abiturient Pekka-Eric Auvinen mit einer Pistole fünf Schüler, eine Schülerin, die Schulleiterin sowie die Schulkrankenschwester und zuletzt sich selbst getötet.
Mordkomplott in Schweden aufgedeckt
Ebenfalls gestern wurde bekannt, dass die schwedische Polizei am Wochenende zwei 16 und 17 Jahre alte Schüler wegen konkreter Mordpläne gegen den Rektor des Enskede-G#134rd-Gymnasiums in Stockholm festgenommen hat. In Berichten schwedischer Medien hieß es, dass die beiden Jugendlichen sich bei ihren blutrünstigen Plänen an dem Massaker im finnischen Tuusula sowie einem Amoklauf im Jahr 1999 an der Columbine-Highschool im US-Bundesstaat Colorado mit zwölf ermordeten Schülern und einem Lehrer orientiert haben sollen.
In Helsinki kündigt die finnische Regierung unmittelbar nach der Bluttat eine Verschärfung der Waffengesetze an. Der jugendliche Amokläufer hatte ohne Probleme einen Waffenschein für seine Pistole erhalten. Zum Unterricht war der 18-Jährige mit mehr als 500 Schuss Munition erschienen.

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