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Ehemaliger Porschechef Wiedeking geht unter die Pizzabäcker

14.11.2012 | 14:31 Uhr
Ehemaliger Porschechef Wiedeking geht unter die Pizzabäcker
Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking plant eine eigene Restaurantkette.Foto: dapd

Stuttgart  Der ehemalige Vorstandschef des Sportwagenkonzerns, Wendelin Wiedeking, will laut Medienberichten eine Kette italienischer Schnellrestaurants aufbauen. Die Konkurrenz reagiert - überrascht. Vor allem über die Namensähnlichkeit mit einem bestehenden Anbieter.

Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking plant eine eigene Restaurantkette. Er wolle eine Reihe italienischer Schnellrestaurants in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Namen Vialino eröffnen, berichtete das "Manager Magazin" vorab. Nach der Premiere Ende Dezember in Ludwigshafen sind dem Bericht zufolge unter anderem Neueröffnungen in Heidelberg, Karlsruhe, Frankfurt am Main und Zürich vorgesehen.

Die Konkurrenz ist von den Plänen wenig begeistert. Die Nürnberger Restaurantkette L'Osteria hatte 2011 mit Wiedeking über eine Partnerschaft verhandelt und ihm auch Einblick in die Bücher gewährt. "Wir hatten das Gefühl, dass Herr Wiedeking von Beginn an eigene Pläne verfolgt hat", sagte Geschäftsführer Klaus Rader dem Magazin.

Wiedeking betont: Haben ein eigenständiges Konzept entwickelt

Die Kette Vapiano zeigte sich durch die Namensähnlichkeit irritiert. Vorstandschef Gregor Gerlach sagte dem "Manager Magazin" er nehme den Wettbewerb sportlich: "Wir achten aber auch darauf, dass die Regeln eingehalten werden." Das Unternehmen plane derzeit keine rechtlichen Schritte.

Meldung vom 19.09.2012
Gericht weist Schadenersatzklagen gegen Porsche ab

Der Stuttgarter Autobauer Porsche hat nach seiner gescheiterten Übernahmeschlacht mit dem Wolfsburger Mammut-Konzern VW zwei erste Schadenersatz-Prozesse für sich entschieden. Das Landgericht Braunschweig wies am Mittwoch zwei Klagen wegen Marktmanipulation zurück.

Wiedeking verteidigte sein Vorhaben. "Tatsache ist, dass wir ein eigenständiges Konzept entwickelt haben, das sich eindeutig von Vapiano unterscheidet", sagte er dem Magazin. Unter anderem gebe es anders als bei Vapiano einen Service am Tisch.

Der einst bestbezahlte Manager Deutschlands hatte sich nach der missglückten Übernahme von Volkswagen durch Porsche weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Unternehmerisch war der 60-Jährige aber weiterhin tätig und beteiligte sich an Unternehmen oder beriet sie. So zog er etwa in den Beirat der österreichischen Signa Holding ein, die an Kaufhof Interesse zeigte. (dpad)



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