Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Skurrile Gesetze

China zwingt Kinder per Gesetz, ihre Eltern oft zu besuchen

28.12.2012 | 15:40 Uhr
China zwingt Kinder per Gesetz, ihre Eltern oft zu besuchen
China zwingt erwachsene Kinder per Gesetz dazu, ihre Eltern regelmäßig zu besuchen.Foto: ap

Peking.  Chinas Politiker sorgen sich um den Zusammenhalt von Familien: Per Gesetz werden erwachsene Kinder nun gezwungen, ihre betagten Eltern regelmäßig zu besuchen. Staatlichen Medien zufolge sollen Eltern ihre Kinder sogar verklagen können, wenn sie sich von ihnen vernachlässigt fühlen.

China zwingt seine Bürger per Gesetz zu regelmäßigen Besuchen bei den betagten Eltern. Der Nationale Volkskongress verabschiedete am Freitag einen entsprechenden Gesetzeszusatz. Darin heißt es, die erwachsenen Kinder müssten ihre alten Eltern "oft" besuchen. Der genaue Rhythmus der Besuche wurde nicht genannt. Die staatlichen Medien berichteten, das neue Gesetz erlaube "vernachlässigten" Eltern, ihre Kinder zu verklagen.

In China ist die traditionelle Großfamilie im Zuge der rasanten Entwicklung des Landes immer seltener geworden. Gleichzeitig mangelt es an Einrichtungen für die Betreuung von Älteren oder Behinderten, die Hilfe bei der Bewältigung des Alltags benötigen. (dapd)    


Kommentare
29.12.2012
10:08
China zwingt Kinder per Gesetz, ihre Eltern oft zu besuchen
von bellis100 | #2

Aha, die Schuldigen der Entsolidarisierung und Entsozialisierung sind die CDU und FDP sowie SPD und Grüne. Es ist nicht das Elternhaus selber, das dazu beiträgt, dass Kinder sich nicht um ihre Eltern kümmern? Und doch, es gibt genügend Kinder, die monatlich zu ihren Eltern in die Pflegeeinrichtungen kommen; dann wenn es das "Taschengeld" gibt. Und es hat mit Arm und Durchschnitt zutun?
Wo leben Sie eigentlich? Es hat mit den Werten zutun, die in einer Familie herrschen, in der Kinder aufwachsen.

28.12.2012
16:14
China zwingt Kinder per Gesetz, ihre Eltern oft zu besuchen
von AuroraBorealis | #1

Ein sehr fortschrittliches Gesetz, wie ich meine.

Auch in Deutschland wäre ein derartiges Gesetz vonnöten.
Die stete Entsolidarisierung und stete Entsozialisierung durch den von CDU und FDP sowie SPD und Grüne zu verantwortenden Vulgär-Kapitalismus lässt auch hier die Familien immer weiter auseinanderdriften.

Eltern sind für ihre Kinder bis zum 25. Lebensjahr verantwortlich. Erst dann haben diese, sofern es die Kinder bisher nicht allein schafften, ein Anrecht auf ein eigenständiges und relativ selbstbestimmtes Leben zu führen.
Eltern, die für ihre Kinder bis zum 25. Lebensjahr die Hauptverantwortung zu taregn haben, die müssen auch das Recht erhalten, dass für sie im Alter ihre Kinder ebenfalls da sind.
Man muß nur die Alten in den Pflegeinrichtungen usw. unseres landes anschauen. Das ganze Jahr kommt niemand zu Besuch. Erst recht nicht, wenn die Eltern arm oder "nur" Durchschnitt waren/sind.

Wir haben fast schon Chinessiche Löhne, dann ist auch Zeit für chinesische Besuchspflicht.

2 Antworten
Chinas fortschrittliche Gesetze
von knueppeljunge | #1-1

China hat auch die Klarnamenpflicht für das Internet beschlossen.

Auch sehr fortschrittlich. Niemand soll sich mehr verstecken.

@ knueppeljunge | #1-1
von AuroraBorealis | #1-2

Die Klarnamenpflicht hat ja nun rein gar nichts mit dem Thema o. a. Artikels zu tun.

Wenn Sie eine Klarnamenpflicht für sehr fortschrittlich halten, warum stemmen Sie sich gegen den Fortschritt?
Sind Sie ein Ewiggestriger?!

Aus dem Ressort
Was Patienten bei Verdacht auf Behandlungsfehler tun können
Gesundheit
Für ein fatales Versehen nach einer Schönheits-OP müssen jetzt eine Mainzer Klinik, ein Arzt und eine Medizinstudentin haften. Wenn Patienten glauben, ihr Arzt habe einen Fehler gemacht, sollten sie wissen, wie sie sich wehren können. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen.
Street-Art-Künstler Banksy stellt Fans vor neue Rätsel
Graffiti
Nach einer mehrmonatigen Schaffenspause hat sich der britische Künstler Banksy mit einer neuen Arbeit zurückgemeldet. In der englischen Stadt Bristol hat das Street-Art-Idol in der Nähe eines Jugendclubs ein Graffito auf einer Holztür hinterlassen. Fans und Behörden stehen nun vor neuen Rätseln.
Fährunglück in Südkorea - kaum Hoffnung für 300 Vermisste
Unglück
Die Passagiere hörten einen lauten Schlag — dann ging offenbar alles ganz schnell. Eine Fähre mit 460 Menschen an Bord ist am Mittwoch vor der von Südkorea gesunken. Der größte Teil der Passagiere sind Schüler einer Schule bei Seoul. Rund 300 Passagiere werden vermisst. Hoffnung gibt es kaum.
E-Shisha-Konsum entwickelt sich bei Jugendlichen zum Trend
Suchtprävention
E-Shishas sind so groß wie Füllfederhalter und werden bei Jugendlichen zunehmend der Renner: Diese Elektro-Wasserpfeifen versetzen Lehrer und Suchtberater jedoch in Alarmstimmung. Da E-Shishas nicht unter das Jugendschutzgesetz fallen, dürfen sie wie Kaugummis verkauft werden.
Pharrell Williams muss wegen "Happy" bei TV-Interview weinen
Welterfolg
Der Musiker Pharrell Williams ist beim Interview mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey in Tränen ausgebrochen. Grund ist sein Gute-Laune-Hit "Happy", der weltweit zum Phänomen geworden ist. Beim Betrachten von Videoclips mit Menschen aus aller Welt, die zu dem Song tanzen, weinte er.
Umfrage
Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

 
Fotos und Videos
Basteln mit Michelle Obama
Bildgalerie
First Lady
Fährunglück vor Südkorea
Bildgalerie
Rettungsaktion