Bewegender Abschied vom SPD-Urgestein Peter Struck
03.01.2013 | 16:13 Uhr 2013-01-03T16:13:00+0100
Uelzen. Bei der Trauerfeier haben Angehörige, Freunde und politische Weggefährten Abschied von SPD-Urgestein Peter Struck genommen. In Uelzen, dem Heimatort des Ex-Verteidigungsministers, kamen am Donnerstag in der St.-Marien-Kirche rund 600 Menschen zu einer Feier mit militärischen Ehren zusammen.
Angehörige und Weggefährten haben am Donnerstag im niedersächsischen Uelzen Abschied von dem verstorbenen ehemaligen Verteidigungsminister und SPD-Bundestagsfraktionschef Peter Struck genommen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier würdigten den Sozialdemokraten bei der Trauerfeier als ungewöhnlich verantwortungsbewussten, korrekten und menschlichen Politiker.
"Er war offen, er war direkt. Und das gegebene Wort galt", sagte Steinmeier in der Uelzener St.-Marien-Kirche. Das seien Charaktereigenschaften, die in der Politik selten geworden seien - "und vermutlich nicht nur dort". Steinmeier erinnerte an das Engagement, mit der Struck in rund 30 Jahren im Bundestag als überzeugter Abgeordneter gewirkt und als SPD-Fraktionschef entscheidend zum Gelingen von Regierungsbündnissen und Reformen beigetragen habe. "Peter Struck war ein Glücksfall für die parlamentarische Demokratie", sagte Steinmeier.
De Maizière verwies auf die große Wertschätzung, die Struck bis heute in den Streitkräften genieße. Er habe Verantwortung für die Menschen innerhalb der Bundeswehr übernommen und sich ihrer auf unnachahmliche Weise angenommen, sagte der Verteidigungsminister. "Er führte sie, auch und gerade in den schwersten Stunden." De Maizière erinnerte unter anderem daran, dass Struck als Minister seinerzeit die ersten deutschen Soldaten zu Grabe getragen hatte, die nach dem Zweiten Weltkrieg bei einem Kampfeinsatz in Ausland ums Leben gekommen waren.
Struck war am 19. Dezember im Alter von 69 Jahren in einer Berliner Klinik an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Die Trauerfeier fand in Uelzen, seinem letzten Wohnort statt. Struck war 29 Jahre lang Bundestagsabgeordneter und führte die SPD-Fraktion von 1998 bis 2002 und zwischen 2005 und 2009. Von 2002 bis 2005 war er Verteidigungsminister. Struck genoß parteiübergreifend hohe Wertschätzung und war in der Öffentlichkeit für seine offene Art bekannt.
An der Trauerfeier nahmen zahlreiche Politiker teil, darunter Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. (afp/dpa)

18:47
Es tut mir Leid, wenn Sie meine Worte erschreckt haben. Dennoch muss ich ihnen sagen: Ich glaube, Sie verwechseln "einschlagen" mit Kritik. Denn meine unten getätigten Aussagen bezüglich des Vergleiches von Politikern und Hartz IV Empfängern stimmt. Und die Lebensweisheit meiner Oma werden Sie auch bestätigen können. Peter Struck stand voll und ganz hinter der Agenda 2010. Peter Struck war noch am Wahlabend, nach der krachenden Wahlniederlage von Frank Walter Steinmeier total uneinsichtig. Jetzt ist Peter Struck beerdigt, und der Zeitpunkt gekommen, sich wieder kritisch mit der Politik auseinander zu setzen. Als der Ehemann von meiner eben beschriebenen Oma 1965 starb, trug meine Oma ein Jahr (!) nur Trauerkleidung. Heute ist die Zeit viel schnelllebiger geworden, durch das Internet verbreiten sich Nachrichten in Sekunden, auf die wir früher Tage gewartet haben. Und auch Ihre Behauptung, ich sei "kein richtiger Linker" ist völlig richtig. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!
... ich teile ihre Auffassung nicht und meine, dass Kritik am Grabe eigentlich sinnlos ist. Der Tod nimmt dem Kritisierten die Chance sich zu währen bzw es besser zu machen. Meine Aufforderung sich zu schämen nehme ich allerdings zurück - jedem seine Meinung (wenn es denn keine rechte ist). Das sie kein echter Linker sind bedauere ich allerdings - leider gibt es davon viel zu wenig ;-)
Auch ihnen einen schönen Abend bzw eine gute Nacht.
16:58
ich bin schon öfter ihrer Meinung gewesen, wie gesagt öfter - nicht immer !!
Aber was sie hier zum Tode von Peter Struck von sich geben erschreckt mich doch sehr. Sie tun mir sehr leid, wenn sie selbst nach dem Tode eines Menschen noch versuchen auf ihn einzuschlagen. Schämen sie sich ! Und übrigens ein "richtiger Linker" können aufgrund dessen garnicht sein.
12:44
Verstorbene Politiker, die für die Agenda 2010 verantwortlich sind, und jene, die dadurch in die bodenlose Armut fallen, haben eines gemeinsam: Sie werden beide auf Staatskosten beerdigt. Der Politiker mit einem Staatsbegräbnis, der Hartz IV- Bezieher vom Sozialamt...
10:49
Meine Oma sagte immer: "Nirgendwo wir so viel gelogen, wie am offenen Grab..."
08:25
Ich hatte letztes Jahr den bewegenden Abschied von meiner geliebten Ehefrau...
23:25
auch, wenn Sie aus dem Text zitiert hatten, die Kopplung ging einach nicht. Vielen Dank, auch an die Kritiker unten!
21:40
Man könnte auch formulieren :
"Die neoliberalen Grals - Ritter haben einen der Ihren zu Grabe getragen."
Und dies ist also dann ein Glücksfall der Demokratie?
Wie darf man dies denn verstehen?
19:59
...er war zwar auch nicht besser,als die meisten anderen.Aber ganz
so krass würde ich es jetzt nicht sehen wollen.
19:23
Welche gefühlskalten Idioten schreiben mittlerweile für die Waz ?
18:40
Was sind hier für Stümper am Werk!