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Ärzte und Monopolkommission sehen Fusion von Rhön-Klinikum kritisch

26.05.2012 | 11:04 Uhr
Foto: /dapd/Mario Vedder

Ärztevertreter und Wettbewerbsexperten sehen die geplante Übernahme des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum durch den Konkurrenten Fresenius kritisch. Es bleibe zu hoffen, dass kapitalgesteuerte Interessen nicht die Oberhand behielten, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung dem "Tagesspiegel".

Berlin (dapd). Ärztevertreter und Wettbewerbsexperten sehen die geplante Übernahme des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum durch den Konkurrenten Fresenius kritisch. Es bleibe zu hoffen, dass kapitalgesteuerte Interessen nicht die Oberhand behielten, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung dem "Tagesspiegel". Auch bei der Monopolkommission gibt es Kritik an den Plänen für den größten deutschen Klinikkonzern. "Wettbewerbspolitisch wäre die Fusion nicht wünschenswert, weil bei einer abnehmenden Zahl privater Klinikbetreiber auch die Chancen auf zukünftigen Wettbewerb sinken", sagte Klaus Holthoff-Frank von der Monopolkommission dem Blatt.

Allerdings glaubt der Wettbewerbsexperte, dass es kartellrechtlich weniger Probleme geben könnte als befürchtet, etwa weil die regionalen Überschneidungen gering seien. Fresenius will Rhön-Klinikum mit der eigenen Kliniktochter Helios verschmelzen, braucht dazu aber 90 Prozent der Aktien. Der Rhön-Vorstand unterstützt die Übernahme, am Pfingstmontag soll der Aufsichtsrat entscheiden.

dapd

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