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Nichts Neues in der Alten Welt

04.01.2013 | 19:30 Uhr
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Kaum erreichte die Nachricht aus der Neuen Welt Europa, beeilte sich die EU-Kommission mit einer Erklärung: Die Entscheidung der US-Wettbewerbshüter, das Verfahren gegen den Internetriesen Google einzustellen, habe keinen Einfluss auf die Ermittlungen, die gegen den Konzern in Brüssel laufen. Man sei noch in Gesprächen mit dem Suchmaschinenanbieter und an einer Einigung interessiert.

Fürchten die Eurokraten eine ähnliche Schlappe? Googles Chancen stehen auch auf unserem Kontinent nicht schlecht, einer Strafe zu entgehen. Weil die Wettbewerbshüter sich schwer tun, dem US-Konzern nachzuweisen, dass er seine marktbeherrschende Position ausnutzt.

Es wird wohl auch in Europa darauf hinauslaufen, dass man sich auf dem Verhandlungsweg einigt. Weil Google natürlich ein berechtigtes Interesse daran hat, sich nicht in die Karten schauen zu lassen. Statt Betriebsgeheimnisse ausplaudern zu müssen, wird sich der Konzern womöglich auf einen Handel einlassen. Ein paar Zugeständnisse hier, eine kleine Zahlung dort: Schon ist auch in der Alten Welt wieder alles beim Alten.

Sven Frohwein

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