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James Last kümmert sich nicht um seine Grenzen

12.05.2009 | 11:12 Uhr
James Last kümmert sich nicht um seine Grenzen

Dortmund. „Mit 80 Jahren um die Welt” - kurz nach seinem ‚runden' Geburtstag im April startete Legende James Last seine neue Tournee. Am Sonntag gastierte er in der Westfalenhalle 1 und zelebrierte den typischen „Happy Sound”; in gewohnt souveräner Weise arrangierte er Chart-Hits.

Dabei schert sich Last wenig um Gattungsgrenzen: Georges Bizet erklang ebenso wie „So what” von Pink. Abwechslung heißt die Devise, denn Last scheint keinen Stillstand zu mögen. Aktuelle Bearbeitungen überwiegen jedenfalls, nur selten brachte er einen seiner Klassiker („Morgens um sieben …”). Bei rockigeren Songs wie „Rehab” von Amy Winehouse warfen die Gitarristen auch mal den Verzerrer an, die Last-typischen Streicher hatten Pause und tanzten derweil.

Ungünstige Abmischung

Solche Titel führte Last mit vokaler Unterstützung auf: Von den fünf Sängern, die auf unterschiedlichem Niveau agierten, überzeugte lediglich die stimmgewaltige Ingrid Arthur. Die Vokalisten hatten jedoch mit der ungünstigen Abmischung zu kämpfen, deren Ergebnis ein teilweise zu undifferenziertes Klangbild war. Prunkstück des Orchesters sind nach wie vor die Blechbläser: Bei „Tico-Tico” bringen die Trompeter ein halsbrecherisches Solo und werden zu Recht umjubelt.

Und als der lässig schnippende „Hansi” die Zugabe von Phil Collins ankündigte, merkte man, dass er es ernst meint mit seinem Publikum: „You'll be in my heart!”

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Burkhard Sauerwald

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