Sekretärin trifft Auftragskiller
26.02.2009 | 00:01 Uhr 2009-02-26T00:01:00+0100
Dortmund. Zugegeben: Wer Nora Tschirner in "Keinohrhasen" gesehen und gemocht hat, für den ist ihre Darstellung der tollpatschigen Verlagsangestellten Julia in Sebastian Niemanns Krimi-Komödie "Mord ist mein Geschäft, Liebling" keine große Überraschung.
Deutscher Kinostart: 26.02.2009
Regie: Sebastian Niemann
Darsteller: Rick Kavanian, Nora Tschirner, Bud Spencer, Franco Nero, Christian Tramitz u.a.
Das heißt aber nur, dass man sie auch hier einfach gern haben muss, die panische Sekretärin, die auf eigene Faust nach Italien fliegt, um den von der Mafia gejagten und daher untergetauchten Erfolgsautoren Enrico Puzzo dazu zu bringen, endlich sein von der Welt mit Spannung erwartetes Manuskript abzuliefern. Stattdessen begegnet sie dem Auftragskiller Toni (Rick Kavanian), der Puzzos Leiche gerade durchs Hotelfenster entsorgt hat - und weil Julia ein sonniges Gemüt hat, hält sie das Ganze für einen Trick des Schreiberlings, der seinen eigenen Tod vortäuscht, um der Verfolgung zu entgehen, und stattdessen nun in die Verkleidung des Schergen schlüpft.
Bis Julia ihren Job gerettet und ganz nebenbei auch die Liebe ihres Lebens gefunden hat, stehen ihr allerlei Irrungen und Wirrungen bevor.
Erinnerung an die 50er
Diese sind allen Beteuerungen der Filmemacher zum Trotz natürlich nicht annähernd so gewitzt gestrickt wie die großartigen Verwechslungskomödien der 50er Jahre, an die "Mord ist mein Geschäft, Liebling" gern erinnern möchte. Doch wenn man die ambitionierten Vergleiche außen vor lässt, lädt der Film dank seiner gut aufgelegten Darsteller zum herzhaften Lachen ein. Und daran haben die komisch begabte Nora Tschirner und der hier überraschend smarte Rick Kavanian genauso ihren Anteil wie einige Alt-Recken aus der Urzeit des Italo-Westerns, die hier das Ekelpaket vom Dienst (Franco Nero als Enthüllungsautor mit Starallüren) und den Senior-Gauner mit Herz (Bud Spencer als blinder Exilganove) beisteuern.
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