Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Tatort

"Tatort"-Zuschauer sollen zeitgleich zur TV-Folge mit dem Handy ermitteln

24.05.2012 | 13:36 Uhr
"Tatort"-Zuschauer sollen zeitgleich zur TV-Folge mit dem Handy ermitteln
Ermittlungsakte aufs Smartphone - das ist bald denkbar. Der Tatort soll künftig noch interaktiver werden.Foto: ARD/SF DRS/ORF

Wiesbaden.  Tatort goes online: Dass sich rund 110.000 Fans an der Mördersuche im Netz beteiligten, soll offenbar erst der Anfang gewesen sein. Die ARD bastelt an noch mehr Interaktivität. Möglich, dass demnächst die Zuschauer parallel zur Tatort-Folge mit ihrem Handy ermitteln können.

Die ARD arbeitet offensichtlich bereits an einer Fortsetzung ihres Projekts "Tatort+" und will das Publikum live an den Ermittlungen der Fernsehkommissare beteiligen. "Bekommt ein Kommissar in der Sendung einen Bericht der Kriminaltechnik in die Hand gedrückt, so könnten wir dem Zuschauer den Bericht auf sein Smartphone schicken", sagte SWR-Onlineredakteur Guido Bülow am Donnerstag auf einer Tagung der TV-Branche in Wiesbaden. "Für den Fall, dass der 'Tatort+' fortgesetzt wird, arbeiten wir an solchen Ideen für die Zukunft."

Die ARD hatte "Tatort" -Fans Mitte Mai erstmals ermöglicht, nach der Ausstrahlung eines vom SWR produzierten Krimis mit Ulrike Folkerts im Netz den Mörder zu suchen. Knapp 110.000 Zuschauer machten in dem einwöchigen Projekt mit. Für die ARD war das ein Erfolg: Der Ansturm kam für den Sender so unerwartet, dass die Seite zusammenbrach . Die ARD teilte zum Abschluss mit, es werde "sicherlich auch in Zukunft neue Projekte der ARD geben, die Fernsehen und Web verbinden".

TV-Trend: "Second Screens"

In Wiesbaden diskutierte die Fernsehbranche am Donnerstag über den Trend des sogenannten "Second Screens", den zweiten Bildschirm beim Fernsehen. Eine Studie hatte zuletzt herausgefunden, dass drei von vier Zuschauern während des Fernsehens auch Computer oder Handy nutzen. Viele informieren sich dabei über die Themen des Programms oder tauschen sich über Plattformen wie Facebook mit Freunden aus.

Die TV-Branche arbeitet deshalb daran, Fernsehsendungen ins Netz zu verlängern - etwa, um Zuschauer über das Programm diskutieren oder an einer Sendung zu beteiligen. So zeigt der Bayerische Rundfunk derzeit mit der "Rundshow" ein neues Format, das Zuschauer über soziale Netzwerke und Videokonferenzen in die Livesendung holt.


Kommentare
Aus dem Ressort
Ostern im TV - Der doppelte Duken und lauter Leichen
Oster-TV-Tipps
Abenteuer und Animation: Ostern ist im deutschen Fernsehen reich an Premieren. In den Filmen geht es zum Teil recht unchristlich zu. Fußballfans brauchen im übrigen während der Feiertage auch nicht auf ihre Routine zu verzichten.
RTL zeigt „Dschungelbuch“ als deutsche Free-TV-Premiere
Fernsehen
Walt Disneys Dschungelbuch läuft Karfreitag erstmals im frei empfangbaren deutschen Fernsehen. Der Zeichentrick-Klassiker war erst Anfang der 90er-Jahre legal auf Video zu haben. Auch eine DVD-Veröffentlichung ließ lange auf sich warten. 335 Millionen Menschen weltweit sahen den Film im Kino.
ARD zeigt Weichgespülte Weltkriegs-Odyssee mit Ken Duken
Fernsehen
Am Karfreitag zeigt die ARD zu bester Sendezeit einen Film über eines der berühmtesten Schiffe des Ersten Weltkriegs: die SMS Emden, des Kaisers ganzer Stolz. Doch das Heldenepos „Die Männer der Emden“ mit Ken Duken und Felicitas Woll gerät ein wenig zu pathetisch.
GNTM 2014 - Anna geht nach verkorkster "Sexy Edition"
GNTM
Kaputte Hydranten, nasse T-Shirts und Frauen auf Motorhauben – wenn es um Erotik geht, ist „Germany's next Topmodel“ so fortschrittlich wie der Pirelli-Kalender von 1983. Nicht alle finden das lustig. Nach der „Sexy Edition“ packt Kandidatin Anna freiwillig die Koffer.
"Alles Verbrecher" - ARD schickt neues Ermittler-Duo los
ARD-Krimi
Frankfurt wird um ein Ermittlerduo reicher: Im ARD-Streifen "Alles Verbrecher" jagen eine schrullige Kommissarin und ihr junger Macho-Kollege einen Heiratsschwindler. Vielleicht ist das Team bald öfter zu sehen.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

 
Fotos und Videos
Das Dschungelbuch in neuem Glanz
Bildgalerie
Walt Disney Klassiker
Heiße Tänze bei Let's Dance
Bildgalerie
RTL-Tanzshow