Das aktuelle Wetter NRW 2°C
Sat.1-Film

Katarina Witt spielt sich in „Der Feind in meinem Leben“ selbst

22.01.2013 | 16:35 Uhr
Katarina Witt spielt sich in „Der Feind in meinem Leben“ selbst
Als Schauspielerin ist Katarina Witt nicht unbedingt eine Offenbarung.

München.   „Der Feind in meinem Leben“ verschafft der ehemaligen Eisprinzessin Katarina Witt die erste Hauptrolle. Eine schauspielerische Offenbahrung ist das nicht. Die Witt bekommt nicht nur keinen Rollennamen, sie lächelt sich einfach durch den Film.

In den letzten Jahren ist es ruhig geworden um die Eisprinzessin. Das will Sat.1 ändern. Und zeigt mit „Der Feind in meinem Leben“ (Mittwoch, 20.15 Uhr) einen sogenannten Event-Film, der Katarina Witt erstmals eine Hauptrolle verschafft hat.

Und so lächelt sich die Frau, die als Eiskunstläuferin Medaillen sammelte, als Eislauf- und Sport-Expertin für diverse Sender arbeitet, die seit neuestem auch die Weight-Watchers auf ihrer Internet-Seite bewirbt, durch ihren ersten Film. Schauspielerisch ist das nicht unbedingt eine Offenbahrung.

Muss es aber auch gar nicht sein, weil Regisseur Bernd Böhlich die Witt von der ersten Minute an so in Szene setzt, dass keine Jury der Welt der Frau weniger als 10,0 Punkte für ihre gelungene Mimik geben würde.

Der Stalker verlässt Frau, Kinder und den Rohbau

Schon die Eingangsszene signalisiert: Hier ist der Star. Asiatische Touristen erkennen die Frau auf dem Flughafen und bitten um ein gemeinsames Bild. Smile. Die dann folgende Handlung ist schnell erzählt. Der kleine Streifenpolizist Martin Breiler (Matthias Koeberlin) wird mit seinem Kumpel Lorenz (Martin Brambach) wegen ruhestörenden Lärms zu einer Party geschickt. Hausherrin ist Katarina Witt. Martin verliebt sich in den Star, erschleicht sich einen Zugang zu ihrem Leben und ihrem Vertrauen, wird zum Stalker. Dafür verlässt er Frau, Kinder und den Rohbau.

Stalking
Immer mehr Stalking-Fälle in Dortmund

Eine Beziehung endet und aus Liebe wird Angst – der Mann lässt die Frau nicht los. Er verfolgt sie, ruft ständig an, bedroht sie. „Stalking“ heißt das...

Bei allem Wahnsinn gibt es an dem Film natürlich auch etwas Gutes: Matthias Koeberlin vollbringt eine grandiose schauspielerische Leistung. Er spielt den von dem Star besessenen Stalker mit einer außergewöhnlichen Intensität. Zu wünschen wäre ihm gewesen, wenn Regie und Drehbuch ihren Protagonisten ein paar intelligentere Dialoge hätten sagen lassen. Fundamentale Erkenntnisse wie „Immer geht etwas vorbei. Kann nicht mal irgendetwas bleiben?“ reihen sich aneinander. Dazwischen gibt‘s zuweilen lange Pausen, in denen Witt und Kollegen nichtssagend in den Himmel starren. Als Zuschauer weiß man in so Momenten nicht genau, was schlimmer ist.

Den größten Fehlgriff - soviel sei verraten - haben sich die Macher dieses Events für den Schluss aufgehoben. Pseudo-Action, wo sie wirklich nicht hinpasst. Schade eigentlich, denn das Thema Stalking verdient es, ernster genommen zu werden. Auch in einer fiktiven Geschichte. Auch von Sat.1.

Angelia Wölke

Kommentare
23.01.2013
11:23
Katarina Witt spielt sich in „Der Feind in meinem Leben“ selbst
von zool | #4

Schade, ich dachte sie spielt ihre Vergangenheit nach. Aber das würde ihren Image wohl nicht so gut tun. Noch lange nach dem Mauerfall hat sie den Sozialismus in der DDR verteidigt. Ich dachte es geht um ihre Privilegien aus DDR-Zeiten. Das hätte ich mir angeschaut.

23.01.2013
11:18
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

23.01.2013
09:20
Katarina Witt spielt sich in „Der Feind in meinem Leben“ selbst
von StylusColor | #2

Wusste gar nicht, das K.W. eine Schauspielausbildung hat.....

22.01.2013
20:16
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Funktionen
Aus dem Ressort
Grimme-Preis-Gala im Schatten des Germanwings-Absturzes
Grimme-Preis
Die 51. Preisverleihung der Grimme-Preise in Marl begannt am Freitag früher als gewohnt - und ernster als üblich. Nachdenkliche Töne herrschten vor.
Wegen des Absturzes streicht das ZDF die "heute-show"
Flugzeug-Katastrophe
Die Fernsehanstalten reagieren weiterhin auf die Germanwings-Katastrophe. Das ZDF hat die "heute-show" aus dem Programm gestrichen.
Münster-Tatort - Liefers dementiert Ausstiegs-Gerüchte
Münster-Tatort
Der Münster-Tatort steht nicht vor dem Aus. Schauspieler Jan-Josef Liefers dementierte Gerüchte, wonach er an einen Abschied denke.
"Helene-Fischer-Festspiele“ - Tatenlos durch die Echo-Nacht
Echo 2015
Schlagerpopsängerin Helene Fischer gewinnt gefühlt sogar die Kategorien bei der Echo-Preisverleihung, in denen sie nicht nominiert war.
Ende für Erfolgsserie "Downton Abbey" – keine siebte Staffel
Serie
Das Ende der britischen Erfolgsserie "Downton Abbey" ist absehbar: Nach der sechsten Staffel wird es keine weiteren Folgen mehr geben.
Fotos und Videos
Sie stehen im DSDS-Recall
Bildgalerie
Castingshow
Let's Dance - so tanzen die Stars
Bildgalerie
Let's Dance
Kümmert verzichtet auf ESC-Finale
Bildgalerie
ESC-Eklat
article
7510711
Katarina Witt spielt sich in „Der Feind in meinem Leben“ selbst
Katarina Witt spielt sich in „Der Feind in meinem Leben“ selbst
$description$
http://www.derwesten.de/wr/kultur/fernsehen/katharina-witt-spielt-sich-selbst-id7510711.html
2013-01-22 16:35
Fernsehen