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Stadt Olpe vermietet ihre Dächer

12.06.2008 | 16:16 Uhr

Olpe. (-alex-) Energiegeladen präsentierte sich der Ausschuss "Umwelt, Planen, Bauen" bei seiner jüngsten Sitzung: Die Dächer städtischer Gebäude sollen auf ihre Photovoltaik-Tauglichkeit untersucht und bei positivem Befund interessierten Unternehmen zur

... Bestückung mit solchen Anlagen angeboten werden. Diesen einstimmigen Beschluss fasste der Ausschuss auf Antrag des Grünen-Chefs Fritz Klocke.

Außerdem sprachen sich die vier Fraktionen einmütig dafür aus, die städtischen Gebäude mit Hilfe von Energiesparausweisen auf ihre Energieeffizienz abzuklopfen, um im Fall notwendiger Nachrüstungen nicht aufs falsche Stromerzeugungspferd zu setzen.

Diplom-Ingenieur Heinz-Jürgen Schütz von der Energie Agentur NRW hatte die Ausschussmitglieder vorher mit Detailinformationen versorgt.

Rat des Experten: Bei städtschen Gebäuden sei die Bestückung der Dächer mit Photovoltaik nur dann sinnvoll, wenn "sie mindestens 20 Jahre halten". Anderenfalls würde eine Reparatur wegen des arbeitsintensiven Auf- und Abbaus der Photovoltaik-Technik jeden Rahmen sprengen. "Anders ist das, wenn die Stadt die Investitionen nicht selbst trägt", so Schütz.

Das brachte die Fraktionsvorsitzenden Udo Baubkus (UCW), Peter Kühn (SPD) und Fritz Klocke (Grüne) auf die rettende Idee: Man könne doch die Dächer beispielsweise an die Stadtwerke vermieten, die dann die Umrüstung finanzieren und die vom Steuerzahler subventionierten Gewinne einstreichen könnten.

Klocke ging noch einen Schritt weiter: "Wir sollten die Dächer einfach ausschreiben und in den freien Markt geben", forderte er - und: "Wer so weit hinter der Zeit ist wie die Stadt Olpe, der sollte wenigstens Eifer an den Tag legen."

Die Reaktion im Ausschuss war überwiegend positiv: "Es ist die Zukunft und wir haben uns damit zu befassen", betonte Frank Kreinberg (UCW). Marco Kieserling (CDU) drückte es so aus: "Dümmer werden können wir bei dieser Geschichte nicht."


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