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Keine Lösung in Sicht

20.06.2012 | 17:59 Uhr
Keine Lösung in Sicht
Vermehrt pflegen osteuropäische Frauen alte und kranke Menschen in Deutschland
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Es ist ein Teufelskreis. Weil sie sich und ihren Familien eine Zukunftsperspektive schaffen wollen, lassen sich viele osteuropäische Frauen über dunkle Kanäle nach Deutschland schleusen, um hier illegal kranke und alte Menschen zu pflegen. Bis zu 200 000 sollen es sein. Die Pflegerinnen leben hier häufig sozial isoliert und sind weder kranken- noch rentenversichert.

Was für deutsche Familien eine bezahlbare Lösung zur Betreuung eines Pflegefalls zu sein scheint, reißt in den Heimatländern der Einwanderinnen tiefe Löcher ins eh schon grobmaschige soziale Netz. Pflegekräfte sind dort noch schwerer zu finden als hier. Zudem müssen die Frauen ihre Familien und Kinder zurücklassen, was zu einem rasanten Anstieg sogenannter Sozialwaisen führt.

Pflegebranche hat schlechten Ruf

Prekär: In Deutschland gelten Pflegeberufe als unterbezahlt und schlecht angesehen. Schon lange werden Verbesserungen gefordert. Während die deutschen Pflegerinnen um gerechte Bezahlung und Anerkennung kämpfen, ringen die osteuropäischen Frauen um ihre Existenz. Sie arbeiten oft für einen Bruchteil ihrer deutschen Kolleginnen. Die Situation ist nicht tragbar. Hier Abhilfe zu schaffen, ist nicht nur Sache der deutschen, sondern auch der europäischen Politik. Eine für alle Seiten akzeptable Lösung ist allerdings nicht in Sicht.

Marc-Andre Podgornik

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