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Umbau der Innenstadt: Stadtbaurat soll mehr mitreden

CDU und UWG treten auf die Bremse

14.01.2009 | 21:29 Uhr
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CDU und UWG treten auf die Bremse

CDU und UWG treten beim Thema Umgestaltung der Innenstadt etwas auf die Bremse: Solange der neue Stadtbaurat Michael Stojan seinen Posten noch nicht angetreten hat, solle noch kein Architektur-Wettbewerb für Siegen-Mitte in Auftrag gegeben werden, so der Einwand im Haupt- und Finanzausschuss.

Ein von Bürgermeister Steffen Mues (CDU) mehr allgemein formulierter, grundsätzlicher Vorschlag, dass die Stadt einen städtebaulichen Wettbewerb für die Innenstadt ausschreibt und dafür Mittel in Höhe von 70 000 Euro bereitstellt, wurde dann allerdings einstimmig akzeptiert. „Wir wollen doch keinerlei Festlegungen machen, sondern nur einen Wettbewerb anstoßen”, hatte Mues zuvor erklärt, der – anders als seine Fraktion – keine Probleme mit einem frühen Beginn des Wettbewerb-Verfahrens hat.

Hans Günter Bertelmann von der UWG sprach von „Eile” – es mache doch nichts aus, noch ein, zwei Monate mit dem Wettbewerb zu warten – dann könne sich auch Michael Stojan von Anfang an mit intensiv einbringen. Die gleichen Argumente vertrat auch CDU-Vertreter Werner Schulte.

Noch im Wirtschaftsförderungs-Ausschuss am Dienstag war die ursprüngliche Vorlage von der CDU befürwortet worden (die WR berichtete). Gestern wurden dann offensichtlich neue Zweifel bei den Christdemokraten wach: Hatte sich die Kritik in den vergangenen Sitzungen zunächst am Begriff „Realisierungs-Wettbewerb” in der Vorlage festgemacht, wurden im „HFA” Einwände im Hinblick auf die aus Sicht von CDU und UWG notwendige stärkere Beteiligung des neuen Stadtbaurats laut.

Joachim Boller von den Grünen: „Das Problem wird doch zerredet – allerdings nicht von Ihnen, Herr Bürgermeister”, so Boller zum Verhalten von CDU und UWG. „Wir wollen, dass endlich Bagger anrücken”, so Boller – offensichtlich in der Hoffnung, dass die fast marode Siegplatte endlich abgerissen wird. Der Rat entscheidet über die Einleitung des Wettbewerb-Verfahrens am kommenden Mittwoch.

Bastian Föst

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