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Toni

Auf dass ein jeder sich schätzen . . .

06.07.2012 | 17:19 Uhr
Auf dass ein jeder sich schätzen . . .

Hola amigos, einmal mehr ist Herrchen in den letzten Tagen schwer ins Grübeln gekommen. Ich habe mitbekommen, dass er mit Frauchen die Frage erörtert hat, ob der „Junge“, also ich, „möglicherweise taub ist“. Was er ja ohnehin schon länger vermuten würde. Wenn ich aber nicht taub wäre, dann könnte er mich vielleicht zur Bewachung von Munition oder Knallkörper-Depots oder als Wachhund für ein Kanonenboot meistbietend versteigern. Normal sei das schließlich nicht, dass ein normaler Hund, also vermutlich wieder ich, bei diesen Donnerschlägen nicht einmal den Kopf im Bett heben würde. Sie hätten doch schließlich auch mal einen „Jungen“ (diesmal vermutlich ich nicht) gehabt, der bei Gewitter sogar versucht hätte, unter das Bett zu kommen. Was ihn vor nicht unerhebliche Probleme gestellt hätte, weil da eigentlich gar kein Platz drunter gewesen wäre. Und einmal sei er bei Blitz und Donner sogar mit seiner Tierarzt-OP-Tüte unter dem Bett verschwunden, was am Ende eine größere Bergungs- und Rückholaktion nach sich gezogen hätte.

Also wirklich, man kann auch übertreiben. Bei so einem kleinen tormenta, also Gewitter, muss man als gestandener Rüde doch nun wirklich nicht gleich den Schwanz hängen lassen. Frauchen sagt übrigens, das läge garantiert einfach daran, dass der „kleine Schatz“, also ich, wüsste, „dass er in unserer Hütte nichts zu befürchten hat“. Wenn diese Theorie stimmt, möchte ich bloß mal wissen, warum Herrchen beim kleinsten Knällchen immer wach wird.

Ergal! oder Vale! (wie wir Spaniels gerne mal sagen). Ganz anderes Thema: Ich trage mich mit dem Gedanken, in den nächsten Wochen Schauspiel-, Stimmbildungs- und Schminkkurse für vierbeinige Kolleginnen und Kollegen anzubieten. Der Hintergrund: Herrchen sagt, die Weihnachtszeit für Hunde stehe schon wieder vor der Tür. Es gäbe da nämlich ein Buch, in dem geschrieben steht, dass immer Weihnachten kommt, wenn un censo de perro, also, eine Volks-Hundezählung stattfindet. Damals war es - wie ich gehört habe - Kaiser Augustus, der das angeordnet hat. Herrchen sagt, jetzt sei es aber Stadt-Hauptmann Peter-Paul. Und der kriegt dann für jeden von uns einen Zuschuss in die Kasse. Mehr Rechte bekommen wir dadurch zwar nicht, aber das war auch bei Augustus schon so.

So, und das Ganze geht so: Da schellt einer an der Hütte, sagt er käme von Peter-Paul und solle mal fragen, wer bei uns in der Hütte so alles auf vier Beinen läuft bzw. einen Hund als Vorfahren hat. Alle, die sich melden, schreibt er dann auf und die bekommen kurze Zeit später eine Rechnung. Außer natürlich diejenigen, die schon vorher Bescheid gesagt haben, dass sie auf vier Beinen laufen ... und so weiter und so fort.

Nun gibt es aber verschiedene Möglichkeiten, das Ganze zu umgehen. Erstens: Sind mehrere Hunde im Haus, bellt beim Schellen nur einer. Aber unheimlich laut und unheimlich böse! Dann kommt der Gesandte von Peter-Paul nicht rein und muss schätzen! Zweitens: Ihr lasst Euch nicht blicken, macht aber im Nebenzimnmer die Stimme von Sittich Ernst, Katze Maunz oder Oma Heidi nach. Für die interessiert sich nämlich niemand. Drittens: Ihr setzt Euch demonstrativ auf’s Sofa. Dann könnt Ihr nämlich garantiert kein perro sein, denn die dürfen bekanntlich gar nicht auf’s Sofa. Leben kann so einfach sein!

Wenn noch Fragen sind - immer für Euch da!

Hasta luego! Euer Toni

Toni



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