Wie Frauen trotz Doppelbelastung gesund bleiben
04.06.2012 | 11:45 Uhr 2012-06-04T11:45:00+0200
Gevelsberg. Voll berufstätig und "ganz nebenbei" die Familie versorgen: Frauen sind heutzutage wahre Alleskönner. Doch die Doppelbelastung ist nicht immer einfach. Wir sprachen mit Sigrid Gottman, Leiterin des Bildungswerks für ganzheitliche Therapien Gevelsberg über die neue Weiblichkeit.
Frauen sind heutzutage wahre Alleskönner: Sie sind oft vollzeit berufstätig und versorgen parallel ihre Familien. Warum das nicht immer einfach ist, hat uns Sigrid Gottmann, Leiterin des Bildungswerks für ganzheitliche Therapien in Gevelsberg, erklärt.
Welche gesundheitlichen Probleme haben Frauen heutzutage?
Sigrid Gottmann: Häufig haben sie mit psychosomatischen Beschwerden zu kämpfen. Ganz aktuell, in Zeiten der Gender-Medizin, beschäftigen sich das Gesundheitswesen und die Gesellschaft mit der Frage, warum das so ist.
Warum glauben Sie ist das so?
Gottmann: Gerade in den letzten Jahrzehnten sind die Möglichkeiten, aber auch die Anforderungen an Frauen enorm gestiegen, sich neben ihrer Familienarbeit in der Berufswelt zu positionieren und etablieren. Diese Doppelbelastung ist kräftezehrend und hat das Frausein gravierend verändert – in psychischer, physischer, aber auch in sozialer Hinsicht. Und es besteht oft eine große Diskrepanz zwischen Fremdfürsorge und Eigenfürsorge.
Welche Möglichkeiten bietet hier die Weiblichkeitspädagogik?
Gottmann: Weil das Bedürfnis der Frauen nach Orientierung und Rückkehr zur eigenen Weiblichkeit größer wird, zeigt die Weiblichkeitspädagogik Wege auf, zurück zur Intuition, zu ursprünglicher Energie und Kraftquellen zu finden, die jede Frau in sich trägt.
Und wie genau können Frauen ihre eigene Weiblichkeit wieder entdecken?
Gottmann: Wir, das Bildungswerk für ganzheitliche Therapien, bilden seit acht Jahren Weiblichkeitspädagoginnen aus. Ziel ist es, auch in der Gleichberechtigung die weibliche Identität mit Freude zu leben und den Mut zu entwickeln, sich von ungesunden Rollen und einem zu hohen Leistungsanspruch zu verabschieden. Diese beratende oder Referentinnentätigkeit kann dann in Form von Seminaren, Projekten oder Beratungen eigenständig oder integriert in den Beruf ausgeübt werden.
- Weitere Informationen unter: www.bgt-weiterbildung.de
19:43
Es müsste Dreifachbelastung heißen: Job, Familie und Lover ;o)
13:15
ist schon interessant.......
Zunächst verändert sich die gesellschaftliche Situation und insbesondere die in den Familien auf Basis der Forderungen der Frauenrechtlerinnen in eine "gleichmachende" Rollenverteilung.
Das dies Veränderungen mit sich bringt insbesondere in den psychischen Belastungen, war doch vorherzusehen, oder hat die Damenwelt ernsthaft geglaubt, mal eben so einfach zu halben Männern werden zu können, ohne deren Nachteile erfahren zu müssen?
Das Problem daran ist, dass Frauen sich nicht mehr frei entscheiden können, wie sie leben möchten. Bekennt sich eine Frau zu Ihrer Weiblichkeit, muss sie das mit allen Konsequenzen vor ihrem Umfeld rechtfertigen. Welche Frau kann denn heute noch dazu stehen, als Mutter ohne Arbeitsstelle glücklich zu sein, ohne dafür von ihren Geschlechtsgenossinnen belächelt zu werden?
Jetzt beginnt man zu notieren, dass frau wieder nicht glücklich wird und den Belstungen nicht standhalten kann und besinnt sich auf "alte" Rollen.....