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Kalte Temperaturen erhöhen Schlaganfallgefahr

23.01.2013 | 08:45 Uhr
Kalte Temperaturen erhöhen Schlaganfallgefahr
Niedrige Temperaturen lassen den Blutdruck schnell ansteigen und erhöhen die Schlaganfallgefahr.Foto: WAZ FotoPool

München.  Gerade für Senioren und Menschen mit Bluthochdruck birgt der Winter zahlreiche Risiken. Durch die kalte Temperatur steigt der Blutdruck rasant an und kann bei Vorbelastungen schnell zu Durchblutungsstörungen oder ähnlichem führen. Wie man vorbeugen kann, erklärt Experte Norbert Smetak.

Menschen mit Bluthochdruck oder Herz-Kreislaufproblemen sowie Senioren sollten im Winter regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren. Kaltes Wetter lasse den Blutdruck grundsätzlich ansteigen, erläutert Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) in München. Dadurch erhöhe sich das Risiko für Komplikationen wie Durchblutungsstörungen des Herzens, Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Durch Herz-Kreislauf-Probleme bedingte Todesfälle kämen im Winter etwa 20- bis 50-mal so oft wie im Sommer vor.

Bei erhöhtem Blutdruck kann es Smetak zufolge manchmal schon helfen, sich mehr zu bewegen und weniger kalorienreich zu essen. Bei Menschen mit Vorerkrankungen könne es aber auch nötig sein, die Dosis der blutdrucksenkenden Medikamente zu erhöhen oder eine weiteres Arzneimittel zu verordnen.

Dass der Blutdruck im Winter ansteigt, hängt dem BNK zufolge mit der Temperaturregulation des Körpers zusammen. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, um den Blutfluss zu verringern und so möglichst wenig Wärme über das Blut zu verlieren. Der Widerstand der Gefäße erhöht sich und damit ebenfalls der Blutdruck.(dpa)

Bluthochdruck

 

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