Jugendliche nach Angriff...
"Gefahr für Allgemeinheit"
19.11.2009 | 19:00 Uhr 2009-11-19T19:00:00+0100
Bergkamen. Die beiden 14- und 16-jährigen Jugendlichen, die am Mittwoch in eine Schule in Bergkamen eingedrungen waren, eine Lehrerin verletzt und Mitschüler bedroht hatten, bleiben vorerst in Untersuchungshaft, das entschied gestern das Gericht.
Sie haben eine Vorgeschichte, die die Befürchtung zulässt, dass sie erneut straffällig werden. „Angesichts der Gefahr für die Allgemeinheit ist eine Inhaftierung nunmehr unerlässlich”, so begründeten Polizei und Staatsanwalt gestern die Entscheidung.
Neben den Vorfällen in der Schule wird den Jugendlichen zur Last gelegt, kurz vorher versucht zu haben, einen Kiosk ganz in der Nähe der Heide-Hauptschule zu überfallen. Der 16-Jährige soll sich dazu mit einer Schreckschusspistole und einer Sturmmaske ausgestattet haben. Er scheiterte an der Geistesgegenwart der Kioskbesitzerin, die schnell den Schalter schloss.
Anklage wegen Handtaschenraubs
Die beiden sind keine unbeschriebenen Blätter. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft war gegen sie bereits im September Anklage vor dem Jugendschöffengericht in Unna erhoben worden. Zusammen mit anderen Jugendlichen sollen sie zwei 83 und 78 Jahre alten Rentnerinnen die Handtasche geraubt haben. Der 14-Jährige soll außerdem für einen weiteren Handtaschenraub verantwortlich sein.
Die Gruppe, zu der die beiden Jugendlichen nach Erkenntnissen der Polizei gehören, ist demnach bereits durch eine ganze Reihe von Straftaten aufgefallen, vom Pkw-Diebstahl bis zum bewaffneten Raubüberfall.
Den versuchten Raub auf den Kiosk hat der 16-Jährige nach Auskunft der Staatsanwaltschaft inzwischen gestanden, zu den Vorfällen in der Schule, auch zu möglichen Motiven, hat er keine Angaben gemacht. Der 14-Jährige sagte demnach aus, er habe in der Schule versucht, seinen Kumpel zurückzuhalten.
Problem mit weiblichen Lehrkräften
Die Vorgänge in der Klasse rekonstruieren die Ermittler so: Der Ältere war mit vorgehaltener Schreckschusspistole in den Raum gestürzt, hatte seine 29-jährige Klassenlehrerin beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Daraufhin brach Panik aus und aus noch ungeklärter Ursache löste sich ein Schuss aus der Schreckschusspistole, die Täter ergriffen daraufhin die Flucht.
Als Motiv für die Tat wird „Wut oder Frust” des 16-Jährigen über einen Schulverweis vermutet. Fünf Tage war er vom Unterricht ausgeschlossen worden, weil er Mitschüler mehrfach verbal bedroht haben soll. Das bestätigte gestern Schulleiter Rüdiger Weiß. Die angegriffene Lehrerin sei für den Ausschluss gewesen. Die Frau war nach Auskunft von Weiß bei den Schülern sehr beliebt. Der 16-jährige Tatverdächtige hatte sie allerdings nie respektiert. Laut Weiß soll er bereits mehrfach aufgefallen sein, weil er Probleme mit weiblichen Lehrkräften hatte und deren Autorität nicht anerkennen wollte.
Hilfe gegen Trauma
In der Heide-Hauptschule kümmerten sich gestern neben den Lehrerinnen und Lehrern auch Schulpsychologen und Seelsorger um die Schülerinnen und Schüler, um ihnen zu helfen, das Geschehene zu verarbeiten. Beamte der Kreispolizei zeigten ebenfalls Präsenz, sie wollen auch in den kommenden Tagen Schülern und Lehrern als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. „Die Polizei will so einen Beitrag dazu leisten, dass die Betroffenen das erlittene Trauma überwinden können”, so der Sprecher der Kreispolizei Unna, Martin Vollmer.
Auch NRW-Schulministerin Barbara Sommer stattete der Heideschule gestern einen Besuch ab. Die Ministerin sagte zu, dass die Psychologen, die seit Dienstag an der Hauptschule im Einsatz sind, so lange bleiben können, wie sie benötigt werden. „Die psychischen Auswirkungen machen sich oft erst Tage nach der Tat bemerkbar”, so Ministeriumssprecher Thomas Breuer, der Sommer bei ihrem Besuch in Bergkamen begleitete.

15:58
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15:00
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13:19
sorry vorschlag sollte das heissen
13:18
mein vorschlaf :bewährungsstrafen abschaffen.stattdessen steineklopfen im steinbruch,wasser und brot und sonst nix .wetten das das aufhört.
12:54
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12:19
Das Problem sind die Samthandschuh-Strafen im Jugendbereich, die zwar humanistisch gut gemeint sind, bei den Tätern aber das falsche Denken auslösen ,, keine Bestrafung (auch Bewährung wird als keine Strafe angesehen), ist also alles ok. ich darf noch mehr ...
10:51
Liebe Leute ,
langsam aber sicher können einem die politisch gefärbten Kommentare beider Lager schon auf die Nerven gehen.
Es ist und bleibt eine Beleidigung und eine Körperverletzung einer Lehrerin durch einen oder zwei Schüler mit Migrationshintergrund.
Da hilft nur zero tolerance, allerdings bei allen auffälligen Schülern, gleich welchen Kulturkreises.
Allein, wer soll das bewirken ?
Dumme Phrasen aus irgendwelchen Lagern helfen in der Tat niemandem wirklich.
runningvalentino
09:41
http://www.youtube.com/watch?v=fa7V5lSBvSc&feature=channel
09:08
Er wird wohl nicht nur mit weiblichem Lehrpersonal Probleme haben, sondern auch mit anderen weiblichen Wesen. Liegt wohl an seiner Erziehung und das was ihm gepredigt wird.
Ich frage mich, warum werden die Namen nicht veröffentlicht?
08:50
Das braune Gezumsel scheint mitten in der Nacht aufzustehen, um zu hetzen...aber redaktionsintern hält man das natürlich für eine lebendige Diskussionskultur, gell derwesten.de?! Drei Affen-Prinzip, oder?! Und hinterher von nichts geahnt haben, hat ja schonmal geklappt ....