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Alles unter Kontrolle!

28.12.2011 | 15:53 Uhr
Alles unter Kontrolle!

Es sind immer wiederkehrende Meldungen wie diese, die Verkehrsjournalisten seit jeher den tristen Alltag zwischen Krückstockschaltung und Schreibmaschine, E-Gaspedal und Touchscreen versüßen, die Meldungen des so unnachahmlich lakonisch formulierten Polizeiberichts, egal aus welchem Revier.

Es sind immer wiederkehrende Meldungen wie diese, die Verkehrsjournalisten seit jeher den tristen Alltag zwischen Krückstockschaltung und Schreibmaschine, E-Gaspedal und Touchscreen versüßen, die Meldungen des so unnachahmlich lakonisch formulierten Polizeiberichts, egal aus welchem Revier.

Die Essener Beamten berichteten zum Jahreswechsel von einem 36-jährigen Kettwiger, der sich Nachfragen zu seiner unsicheren Fahrweise durch Erhöhung des Abstands zum verfolgenden Streifenwagen entzog, Zitat: „Dabei raste er mit über 100 km/h über mehrere große Kreuzungen, obwohl die Ampeln Rotlicht zeigten.“ Die Abstandserhöhungsmaßnahmen endeten bei der Autobahnauffahrt mit Totalschaden.

Normalerweise geht der P-Bericht an dieser Stelle mit der Schilderung weiter, dass der Verunfallte erstens: keine Führerschein hat, den man ihm zweitens: wegen Alkohol am Steuer schon entzogen hatte, und der drittens: mit Haftbefehl wegen Autodiebstahl gesucht wurde. Dass viertens: das Fluchtfahrzeug auch nicht zum Fahrer gehörte, versteht sich dann von selbst.

Der Essener Bericht schloss mit den dürren Worten: „Warum er vor der Kontrolle flüchtete, prüfen die Ermittler des Verkehrskommissariats.“ Viel Erfolg.

Gerd Heidecke

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