Hohe Erwartungen an den neuen Jaguar F-Type
17.08.2012 | 14:45 Uhr 2012-08-17T14:45:00+0200
Düsseldorf Auf dem Automobilsalon in Paris wird der neue Jaguar F-Type vorgestellt. Die geschichtsträchtige Serie des Automobilherstellers weckt große Erwartungen an das neue Modell.
Mit dem F-Type knüpft Jaguar an die erfolgreichsten Zeiten in den 50er und 60er Jahren an. Das Modell weckt allein schon wegen seines klangvollen Namens hohe Erwartungen. Denn als 'Nachfolger' von C-, D- und E-Type tritt der F-Type in mächtig große Fußstapfen. Jaguar selbst unterstreicht diesen hohen Anspruch durch Verweise auf die Geschichte, auf der das neue Modell aufbaut. 'Wie seine Vorgänger wird auch der F-Type Neuland erschließen. Der Stammbaum der großen Jaguar Sportwagen erhält mit dem neuen F-Type einen neuen starken Ast', sagt der Jaguar-Chef, Adrian Hallmark.
Nach achtjähriger Pause brachte Jaguar 1948 mit dem XK120 den ersten Sportwagen der Marke nach dem 2. Weltkrieg heraus. Die Vorkriegsbezeichnung SS (Swallow Sidecar Company) war nach 1945 nicht mehr tragbar. Der XK120l war das erste Modell, das den neuen Markennamen 'Jaguar' trug. Die Bezeichnung ?120? leitete sich von der Höchstgeschwindigkeit des Zweisitzers ab, die 120 Meilen pro Stunde oder 193 km/h betragen hat. Dieser Geschwindigkeitshinweis hat dem Briten ab 1949 zu Achtungserfolgen im Rennsport verholfen.
Erfolgreich im Rennsport
Damit aber gaben sich die Konstrukteure aus Coventry nicht zufrieden und brachten 1951 mit dem C-Type eine Rennsportversion mit einem 3,4-Liter Reihensechszylinder und 153 kW/208 PS an den Start. Bekannte Fahrer waren der Langstrecken-Experte und dreimalige Mille Miglia-Gewinner Leslie Johnson und der damals erst 22-jährige Stirling Moss .
Gleich beim ersten Start gewannen Peter Walker and Peter Whitehead im C-Type die 24 Stunden von Le Mans. 1953 dominierten Duncan Hamilton und Tony Rolt das Rennen erneut mit immerhin 163 kW/222 PS, und erstmalig in der Le Mans-Geschichte mit einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von über 100 Meilen pro Stunde (161 km/h).
Den C-Type baute Jaguar 52 Mal, er kostete neu 6 000 Dollar, etwa das Doppelte eines XK120. Der Nachfolger 'D-Type' in Monocoque-Bauweise war nicht minder erfolgreich. Ab 1955 siegte der D-Type in drei aufeinander folgenden Jahren in Le Mans. Als Motorisierung diente der von 1949 bis 1992 produzierte XK6-Motor mit 3,4 Litern Hubraum und 184 kW/250 PS, womit der D-Type auf der 'Musanne Straight' in Le Mans eine Höchstgeschwindigkeit von über 278 km/h erreichte.
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