Unwetter: Das große Aufräumen in Dortmund
27.07.2008 | 10:46 Uhr 2008-07-27T10:46:00+0200Am Sonntag begann das große Aufräumen. Das Unwetter hatte am Wochenende schwere Schäden in ganz NRW angerichtet. Besonders betroffen war Dortmund. Feuerwehr und Polizei mussten Tausende Einsätze fahren. Es fielen Rekord-Regenmassen.
Überflutete Straßen, umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller - das ist Bilanz der Hitzegewitter, Sturmböen und Hagelschauer in ganz NRW. Betroffen war vor allem die Region um Dortmund und Schwerte, wo nach Angaben des Deutsche Wetterdienstes zwischen 150 und 200 Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Diese Menge falle sonst in einem Vierteljahr, so ein Meteorologe. Weitere Schwerpunkte waren der Hochsauerlandkreis, wo in Schmallenberg durch eine Windhose fünf Kinder und eine Betreuerin in einem Zeltlager verletzt wurden, sowie die Regionen Aachen und Wuppertal und der Raum Düsseldorf.
In Dortmund hieß es durch die extrem heftigen Gewitter vor allem in den westlichen Stadtteilen „Land unter”. Ganze Wohnsiedlungen standen unter Wasser, einzelne Häuser konnten noch am Sonntag nur mit Schlauchbooten erreicht werden. In den Kellern stand der Schlamm zentimeterhoch.
Tiefgaragen liefen voll Wasser, Autos waren auch gestern noch komplett mit Dreck bedeckt. Betroffen auch das Stadion „Signal-Iduna-Park”. Das Spiel des BVB gegen Juventus Turin musste auf den gestrigen Sonntag verlegt werden. Die Bahn musste den S-Bahn-Verkehr zwischen Bochum und Dortmund einstellen. Die sechsspurige Bundesstraße 1 wurde gesperrt, weil ein Kran umzukippen drohte. Die Emscher, ein kanalisierter schmaler Fluss, wurde ein reißendes Gewässer und überspülte Brücken.
Allein in Dortmund gingen 4500 Notrufe bei der Feuerwehr ein. „Anfangs war die Lage schon mit der beim Orkan Kyrill vergleichbar”, sagte der Dortmunder Feuerwehrsprecher Rainer Suttrop. Weniger heftig trafen die starken Hitzegewitter Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
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