Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Konkurrenz für...

Schulen setzen verstärkt auf Stunden-Takt

02.09.2009 | 18:23 Uhr
Schulen setzen verstärkt auf Stunden-Takt

Dortmund. Immer mehr Schulen in Nordrhein-Westfalen verabschieden sich von der alten, 45-minütigen Schulstunde und unterrichten im 60-Minuten-Takt.

Gründe für die Neuorganisation der Unterrichtseinheiten: Ganztagesbetrieb, effizienteres Lernen und auch Druck durch das Turbo-Abitur in zwölf Jahren.

„Die Zahl der Schulen, die umsteigen, nimmt stark zu”, sagt Werner Kerski von der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG). Auch das NRW-Schulministerium in Düsseldorf spricht von einem regelrechten Trend. „Wir beobachten, dass die 60-Minuten-Taktung verstärkt wahrgenommen wird”, sagt Dr. Thomas Breuer, Sprecher der NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU).

Von 42 Gesamtschulen in NRW mit 60-Minuten-Stunde haben allein zwölf Schulen in diesem Jahr auf die neue Taktung umgestellt oder werden sie ab 2010/2011 einführen. Die Bezirksregierung in Arnsberg schätzt, dass bereits 10 Prozent der Gesamtschulen in ihrem Einzugsbereich so lehren und registriert „generell steigendes Interesse” auch bei den Realschulen.

„Der Takt gewährleistet einen kontinuierlicheren Unterricht und wirkt sich beruhigend auf den Schulablauf aus”, erklärte Sprecher Christoph Söbbeler.

„Für einen modernen Unterricht brauchen wir eine Zeiteinheit, die länger ist als 45 Minuten”, sagt Wolfgang Hardering, Leiter des Dortmunder Bert-Brecht-Gymnasiums, das voraussichtlich im kommenden Schuljahr seine Stundenpläne umstellen wird.

Viele seiner Kollegen an den Gymnasien bevorzugen jedoch statt der 60-minütigen Unterrichtsstunde den Doppelstunden-Takt. „Wenn der Unterrichtstag bis 16 Uhr dauert, wäre es eine Überforderung vor allem für Jüngere, acht einzelne Fächer zu unterrichten,” erläutert Konrad Großmann, Leiter des Friedrich Rückert-Gymnasiums in Düsseldorf und Sprecher der Rheinischen Schuldirektorenvereinigung.

Michael Schmitz und Sybille Raudies

Facebook
 
Kommentare
06.09.2009
17:52
Schulen setzen verstärkt auf Stunden-Takt
von runningvalentino | #1

Ja und, was soll diese Umstellung ALLEIN bewirken???

Wenn man im Straßenverkehr von km/h auf Meilen pro Stunde umstellt,werden die Autos auch nicht zwangsläufig langsamer fahren ,oder ?

Soll heißen: Diese Maßnahme alleine löst nicht unsere Bildungsprobleme. Wer dieses glaubt , muss ganz schön naiv sein.

runningvalentino

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/171762/create

Umfrage

Hat Schweden zurecht den ESC gewonnen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Traumtag bei WIM
Bildgalerie
Montgolfiade
Totilas der Superstar
Bildgalerie
Balve Optimum 2011
Literatur-Nobelpreisträger
Bildgalerie
Auszeichnung
Bilder des Tages
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Römer im Anmarsch - Baubeginn in Bergkamen
Archäologie
Es war das größte Römerlager nördlich der Alpen und wurde 1905 in Bergkamen-Oberaden entdeckt. Jahrelang durften die Geschichtsfreunde von einem Archäologischen Park an Ort und Stelle nur träumen - im Sommer wird endlich gebaut.
Die Angst vor der Scharia ist größer
Assad-Regime
Er wünscht sich eine syrische Demokratie, doch vor der Revolution und ihren Folgen fürchtet er sich. Deswegen steht Julius Hanna Aydin, Bischof der syrisch orthodoxen Kirche in Deutschland fest hinter Assads Regime. Nahostexperte Jochen Hippler hält das für bedenklich.