Patientendaten vermisst
03.06.2009 | 18:34 Uhr 2009-06-03T18:34:00+0200Lüdenscheid. Eine Datenpanne bei den Märkischen Kliniken weitet sich aus. Gegenüber der WR räumte Geschäftsführer Robert Schüwer gestern ein, dass in Lüdenscheid inzwischen zwei Festplatten mit vertraulichen Patientendaten vermisst werden.
Sind unsere Daten ausreichend geschützt?
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Ein Datenträger war von einem Passanten in der Iserlohner Innenstadt gefunden worden. Schüwer: „Unsere internen Recherchen haben ergeben, dass es sich dabei offenbar doch nicht um eine vor zwei Jahren gestohlene Festplatte handelt, wie wir zunächst angenommen hatten.”
Das Fundstück sei die externe Festplatte eines Arztes, die dieser für Vortragsveranstaltungen benutzt habe. Bis gestern sei man in der Klinik davon ausgegangen, dass diese Festplatte nach einem Defekt „ordnungsgemäß entsorgt” worden wäre, so Schüwer, der keine Erklärung dafür hat, wie diese Festplatte in die Iserlohner City kommen konnte und warum sie wider Erwarten offenbar noch funktioniert.
Welche Daten sich auf der Festplatte befinden und wie viele Patienten betroffen sind, konnte die Klinik auch gestern nicht mit Sicherheit sagen, da unklar ist, wo der Datenträger im Moment abgeblieben ist. Den Weg ins Fundbüro der Stadt fand die Festplatte nach Aussage der dortigen Mitarbeiter bislang jedenfalls nicht.
Michael Terhaag, Fachanwalt für IT-Recht in Düsseldorf, mahnte im Gespräch mit der WR einen Bewusstseinswandel beim Umgang mit Kunden- oder Patientendaten an. „Aus meiner Sicht gibt es keinen Vortrag, für den man alle Patientendaten mitnehmen muss.” Schon der Betrieb eines USB-Sticks ohne eine Verschlüsselung der Daten sei „grob fahrlässig”. Terhaag wollte nicht ausschließen, dass ein missbräuchlicher Umgang mit Daten in Einzelfällen Schadensersatzansprüche begründen könne. Strafbar mache sich möglicherweise ein Arzt, der die Daten von Patienten ohne deren Einwilligung auf ein privates Speichermedium kopiere.
10:22
Von einem Abiturienten hätte ich mehr erwartet, als zur Bild zu laufen... Das lässt jedoch auf geistige Unreife und Sensationsgeilheit schliessen.
Vielleicht bekommt er ja nun die erhoffte Aufmerksamkeit auf dem Schulhof.