NPD im Wahlkampf unter Mogel-Verdacht
30.07.2009 | 17:47 Uhr 2009-07-30T17:47:00+0200
Düsseldorf/Ennepetal. Rechte Parteien fallen immer wieder durch den Verdacht von Manipulationen und Wählertäuschung auf. Im Siegerland soll sich die NPD Unterschriften erschlichen haben. Und in Ennepetal muss ein Kandidat für die NPD antreten, der zuvor offenbar ohne sein Wissen aufgestellt wurde.
Wenn der Kreiswahlausschuss wie erwartet zustimmt, wird die NPD im siegerländischen Wilnsdorf nur mit einer Resttruppe zur Kommunalwahl antreten können. Neun ihrer 16 gemeldeten Kandidaten sollen nicht zugelassen werden. In Ennepetal muss ein Kandidat für die NPD antreten, der zuvor ohne sein Wissen aufgestellt wurde.
Auslöser in Wilnsdorf ist ein Verdacht, der so oder ähnlich regelmäßig vor lokalen Wahlen auftaucht – Ungereimtheiten auf den Unterstützerlisten der Parteien, sprich: Pfusch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Urkundenfälschung und Wählertäuschung, es drohen Haftstrafen bis zu zwei Jahren, Wahlbürger fühlen sich ausgetrickst.
In der 22 000-Einwohner-Gemeinde war im Rathaus aufgefallen, dass auf der Liste für die Rechtsextremisten die Unterschrift einer ortsbekannten Sozialdemokratin erschien. „Das machte uns stutzig”, so der stellvertretende Wahlleiter Helmut Eich zur WR. Bei einer Nachfrage sei die Frau aus allen Wolken gefallen. Sie gab an, zwar für eine politische Jugendorganisation unterschrieben zu haben, aber nicht für die NPD-Kandidatur.
Unregelmäßigkeiten auf Unterschriften-Listen
Kein Einzelfall. Wie sich herausstellte, gab es auf den Listen auch Unregelmäßigkeiten bei Adressen oder Geburtsdaten. Nach dem vorläufigen Beschluss der Gemeinde können nur noch sieben Direktkandidaten der NPD antreten. Der Staatsanwalt ermittelt zunächst noch gegen unbekannt, wie ein Sprecher bestätigt.
Bei dem Fall in Ennepetal wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Mit Schrecken habe ein Kandidat festgestellt, dass er von der NPD aufgestellt worden sei. Laut Stadtsprecher wurde sein Name auf den Stimmzettel übernommen, da die Beschwerdefrist abgelaufen sei.
Fast immer, wenn der Vorwurf der Manipulation laut wird, trifft er den rechten Rand des Parteienspektrums. Auch die „Republikaner” fielen in NRW mehrfach auf. „Vor Wahlen müssen die Bürger besonders genau hinsehen, was sie unterschreiben”, so Innenminister Ingo Wolf zur WR.
Staatsanwaltschaft ermittelt
In Düsseldorf ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Wählertäuschung gegen einen Funktionär der rechtsradikalen „Pro NRW”, Bernd Schöppe. Eine Frau in Meerbusch zeigte ihn an, weil er sich ihr gegenüber als städtischer Mitarbeiter ausgegeben habe, um ihre Unterstützung für seine Kandidatur zu erschleichen.
Schöppe bestreitet die Vorwürfe. Rund 125 Bürger müssen vernommen werden. „Pro NRW”, für den Innenminister ein „trojanisches Pferd des Rechtsextremismus” und vom Verfassungsschutz beobachtet, hinderte das nicht, den Kölner im Juni erneut in den Landesvorstand zu wählen. Nach den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn, so Schöppe, habe beim Parteitag niemand gefragt.
20:56
Die Zustimmungserklärung zur einer Wahl ist ein amtlicher Vordruck! Der sehr ausdrücklich auf die Wahl hinweißt. Dort steht die Partei und der Wahlbezirk mit drauf. Außerdem müssen persönliche Angaben wie Geburtsort, Geburtsdatum und Anschrift angegeben werden. Die stattbekannte SPDlerin muss schon ziemlich .... sein. Ohne diese Zustimmung ist keine Kandidatur möglich
13:01
wählt ihr ruhig mal die braunen @ all, die sich angesprochen fühlen. wenn sie einmal an der macht sind seid ihr die ersten, die im lager sitzen. oder meint ihr, ihr latscht dann imm er noch zur arge und holt euch eure kohle ab? nen tritt in den a*** werdet ihr euch da abholen können. es sei denn, ihr malocht dafür. aber richtig. ansonsten werdet ihr als nutzlose esser gezählt und auch genau so behandelt. war früher schon so und wird auch wieder so sein. ist nur zu lange her, deshalb glaubt das keiner mehr.
12:26
@Gaby2,ohhh jaaaa wir lassen die kleinen parteien wie npd in ruhe,so kam hitler damals auch an die macht
09:40
Über die Einordnung der Partei kann man sicher streiten. Und kategorsiche Einordnung als Nazis genau wie ein negieren der Kontakte zu rechten Schlägern sind da beides Fehl am Platze.
Was jedoch nicht zu tolerieren ist, ist der Betrug, der mit den Unterschriften geschehen ist. Da muss es, losgelöst von der politischen Ansicht, zu einer lückenlosen Aufklärung und entsprechenden Sanktionierung kommen.
09:36
Ach Gott...
Müßte man alle Wahlbetrüger in den Parteien Anzeigen...
Die Staatsanwaltschaften wären wohl noch vor den Autobauern Deutschlands größter Arbeitgeber.
09:12
diese ablenkungsmanöver zu den türkischen mitbürgern oder nigeria ........
alles unsinn, aber......wir brauchen sie nich,
die braunen, sie haben in der vergangenheit genug leid gebracht, jetzt laufen sie wieder mit menschenverachtenden parolen durchs land,
nein, wir brauchen sie nicht !
22:38
Stimmt
22:27
wirklich schön, wie hier einige wieder alles mit allem in Einem verquicken möchten bzw. versuchen.
Fakt ist: Es gibt formale Richtlinien und die müssen einfach eingehalten werden.
Bei dieser Kommunalwahl musste ich z. B. 3 mal eine Unterschrift einholen (beim ersten mal die Unterschrift nicht voll ausgeschrieben, weil Vorname abgekürzt; danach kam ne Schönschreibunterschrift, die der vorherigen Unterschrift nicht stilistisch entsprach...)
Und das bei einer sog. etablierten Partei.
Die ganze Scheindiskussion hier: Türken, Integration, Pro NRW...hat nichts, rein gar nichts, mit dem Thema zu tun.
21:25
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20:42
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