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Kurze Session: Rosenmontagszug startet früher

09.01.2008 | 21:22 Uhr

Köln. Der ungewöhnlich frühe Karnevalstermin sorgt in diesem Jahr nicht nur für Terminstress bei den Jecken, sondern auch für einen früheren Beginn des Rosenmontagszuges in Köln.

Da Rosenmontag in diesem Jahr bereits auf den 4. Februar fällt, heißt es in Köln in diesem Jahr nicht erst um 11.11 Uhr, sondern bereits ab 10.30 Uhr "D'r Zoch kütt". "Wir wollen den Zug noch vor der Abenddämmerung zum Abschluss bringen", sagte Zugleiter Christoph Kuckelkorn gestern bei der Vorstellung der Entwürfe für die Wagen. Die stehen in diesem Jahr unter dem Motto: "Jeschenke för Kölle - uns Kulturkamelle". Hochdeutsch heißt das etwa: "Geschenke für Köln - unsere Kulturbonbons" und neben Wagen, die sich mit lokalen Ereignissen beschäftigen, gibt es viele "kölsche Lösungen" für die große Politik, Sport und Gesellschaft.

So darf Innenminister Schäuble beim Thema Innere Sicherheit unter die Bettdecke des kölschen Traumpaares "Hänneschen und Bärbelchen" schauen. Angela Merkel repräsentiert die in der Stadt gängige Heiligenkultur: Dargestellt als "schwarze Muttergottes" huldigen ihr die "Heiligen drei Könige" in Gestalt von Kurt Beck, Claudia Roth und Guido Westerwelle, der eine Regenbogenfahne schwenken darf.

Sportlicher-Spott ergießt sich über die Engländer, die in großen Lettern lesen dürfen: "Ohne England fahr'n wir zur EM" und der Kommentar zu Olympia in China lautet: "Do-ping in Pe-king".

"Klare Aussagen" wolle man mit dem Zug in diesem Jahr treffen, sagte Christoph Kuckelkorn, nachdem man sich im letzten Jahr den Vorwurf gefallen lassen musste, "zu brav" gewesen zu sein. Dass der Spott auch diesmal nicht ganz so beißend daher kommt, erklärt Kuckelkorn mit der kölschen Mentalität: "Wir schlagen nicht mit dem Dreschflegel, sondern mit dem Hühnerknochen." "Außerdem", kündigte Kuckelkorn an, "werden die Entwürfe ja auch noch modifiziert."

Von Barbara Allebrodt



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