Kein Gefallen
24.03.2009 | 17:55 Uhr 2009-03-24T17:55:00+0100Sanierungsprogramme werden auf die lange Bank geschoben, das Investitionsvolumen wird um satte 20 Prozent zurückgefahren: Mit dem Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft hat die Regierung Rüttgers den Mietern wahrlich keinen Gefallen getan.
Die Landesregierung ist sich keiner Schuld bewusst. Investor Whitehall halte sich an die Mindestanforderungen, die die Sozialcharta definiert. Trotzdem ist Rüttgers' Rechnung nicht aufgegangen. Die Idee, privates Kapital für sanierungsbedürftige LEG-Wohnungen locker zu machen, scheitert an der Gewinnorientierung von Whitehall. Eine logische Entwicklung. Wer an einen Privatinvestor verkauft, muss sich nicht wundern, wenn dieser aus seinem Kauf Kapital schlägt.
Den Städten könnte jetzt eine wichtige Rolle zukommen. Sie hatten bereits vor dem Verkauf der LEG Interesse an den Wohnungen bekundet. Doch der große Batzen Bares lockte die Landesregierung mehr als Kleckerbeträge knapper Kommunen. Jetzt werden sie als möglicher Aufkäufer wieder interessant. Kleiner Schönheitsfehler: Auf einen Schnäppchenpreis wird sich Whitehall mit Sicherheit nicht einlassen.
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