Elektronische Gesundheitskarte kommt 2010
01.07.2009 | 19:05 Uhr 2009-07-01T19:05:00+0200
Bochum. Die elektronische Gesundheitskarte wird ab 2010 bundesweit eingeführt.
Davon ist Martin Litsch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für die Einführung in NRW, überzeugt. Rund 70 Millionen Versicherte werden dann die mit einem Foto versehene Karte erhalten. Gleichzeitig müssen bis Ende des Jahres 180 000 Arztpraxen mit den entsprechenden Lesegeräten ausgestattet werden. Allerdings sollen in dieser Phase die Karten noch keine Notfalldaten enthalten. Auch das elektronische Rezept soll erst später eingeführt werden.
Eine kleine Karte führt zum großen Streit: Während das Bundesgesundheitsministerium für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte nach wie vor von Kosten von 1,4 Milliarden Euro ausgeht, sprechen Kritiker von bis zu 5,4 Milliarden Euro für die fünfjährige Einführungsphase. So habe eine von der Entwicklungsfirma Gematik in Auftrag gegebene Studie einer Beratungsfirma Kosten von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert, die im schlimmsten Fall auf 5,4 Milliarden Euro explodieren könnten, berichtet die ARD-Fernsehsendung Monitor.
Dagegen hält Martin Litsch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in NRW und zugleich Chef der AOK Westfalen, Kosten von 1,4 Milliarden Euro für die Investition für durchaus realistisch. Das sei im übrigen nur ein Prozent der Ausgaben der Krankenkassen von 140 Milliarden Euro pro Jahr, beschwichtigt er. Zu der Elektronik-Karte gebe es außerdem keine Alternative. Letzlich entscheide der Versicherte, welche Daten an den Arzt weitergegeben werden.
Regierungsberater:
Auf Start verzichten
Das sieht der Regierungsberater Professor Jürgen Wasem ganz anders. Im ARD-Politikmagazin Monitor erklärte er, die Karte werde „primär aus politischen Gründen” an den Start gehen. „Ökonomisch wird sie ein Minusgeschäft sein, das letztlich die Versicherten zahlen”, meinte Wasem, der Vorsitzender des Bewertungsausschusses für ärztliche Leistungen und des „Wissenschaftlichen Beirates” zum Risikostrukturausgleich ist. Da die Karte auch nicht alle geplanten Leistungen erbringe, solle auf den geplanten Start zunächst verzichtet werden, forderte der Regierungsberater. Eigentlich sollte die elektronische Gesundheitskarte schon 2006 eingeführt werden, so die gesetzliche Regelung. Aufrund technischer Probleme kam es immer wieder zu Verzögerungen.
Aussteigen aus dem System wollen auch die privaten Krankenversicherungen. Die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte wird ohne Privatversicherte beginnen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) habe „die Notbremse gezogen”, erklärte PKV-Direktor Volker Leien-bach gestern in Berlin. „Solange keine Investitionssicherheit gegeben ist, werden wir uns weder an den Kosten zum Aufbau der Infrastruktur für den geplanten Basis-Rollout der Karte beteiligen noch weitere Gesundheitskarten im Zuge von Testmaßnahmen herausgeben”, betonte Leienbach.
Derweil wird in der Region Bochum-Dortmund kräftig weiter getestet. In dieser Phase sollen „Reparaturarbeiten” erledigt werden, erklärte gestern Cord Bartels, Geschäftsführer der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik).
So soll der von den Ärzten kritisierte zu große Zeitaufwand verringert werden. In der zweiten Jahreshälfte 2010 wird die Zahl der Versicherten auf 100 000 ausgeweitet werden. Dabei soll getestet werden, ob die Standarddaten der Versicherten online überprüft werden und ob Arztbriefe online verschickt werden können.
In der Region Nordrhein werden bereits ab Herbst 2009 Lesegeräte an alle Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser ausgeliefert werden. Anfang 2010 werden dann die Praxen in Westfalen folgen, erwartet Projektleiter Hermann Abels-Bruns.
Eine kleine Karte führt zum großen Streit: Während das Bundesgesundheitsministerium für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte nach wie vor von Kosten von 1,4 Milliarden Euro ausgeht, sprechen Kritiker von bis zu 5,4 Milliarden Euro für die fünfjährige Einführungsphase. So habe eine von der Entwicklungsfirma Gematik in Auftrag gegebene Studie einer Beratungsfirma Kosten von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert, die im schlimmsten Fall auf 5,4 Milliarden Euro explodieren könnten, berichtet die ARD-Fernsehsendung Monitor.
Dagegen hält Martin Litsch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in NRW und zugleich Chef der AOK Westfalen, Kosten von 1,4 Milliarden Euro für die Investition für durchaus realistisch. Das sei im übrigen nur ein Prozent der Ausgaben der Krankenkassen von 140 Milliarden Euro pro Jahr, beschwichtigt er. Zu der Elektronik-Karte gebe es außerdem keine Alternative. Letzlich entscheide der Versicherte, welche Daten an den Arzt weitergegeben werden.
Regierungsberater:
Auf Start verzichten
Das sieht der Regierungsberater Professor Jürgen Wasem ganz anders. Im ARD-Politikmagazin Monitor erklärte er, die Karte werde „primär aus politischen Gründen” an den Start gehen. „Ökonomisch wird sie ein Minusgeschäft sein, das letztlich die Versicherten zahlen”, meinte Wasem, der Vorsitzender des Bewertungsausschusses für ärztliche Leistungen und des „Wissenschaftlichen Beirates” zum Risikostrukturausgleich ist. Da die Karte auch nicht alle geplanten Leistungen erbringe, solle auf den geplanten Start zunächst verzichtet werden, forderte der Regierungsberater. Eigentlich sollte die elektronische Gesundheitskarte schon 2006 eingeführt werden, so die gesetzliche Regelung. Aufrund technischer Probleme kam es immer wieder zu Verzögerungen.
Aussteigen aus dem System wollen auch die privaten Krankenversicherungen. Die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte wird ohne Privatversicherte beginnen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) habe „die Notbremse gezogen”, erklärte PKV-Direktor Volker Leien-bach gestern in Berlin. „Solange keine Investitionssicherheit gegeben ist, werden wir uns weder an den Kosten zum Aufbau der Infrastruktur für den geplanten Basis-Rollout der Karte beteiligen noch weitere Gesundheitskarten im Zuge von Testmaßnahmen herausgeben”, betonte Leienbach.
Derweil wird in der Region Bochum-Dortmund kräftig weiter getestet. In dieser Phase sollen „Reparaturarbeiten” erledigt werden, erklärte gestern Cord Bartels, Geschäftsführer der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik).
So soll der von den Ärzten kritisierte zu große Zeitaufwand verringert werden. In der zweiten Jahreshälfte 2010 wird die Zahl der Versicherten auf 100 000 ausgeweitet werden. Dabei soll getestet werden, ob die Standarddaten der Versicherten online überprüft werden und ob Arztbriefe online verschickt werden können.
In der Region Nordrhein werden bereits ab Herbst 2009 Lesegeräte an alle Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser ausgeliefert werden. Anfang 2010 werden dann die Praxen in Westfalen folgen, erwartet Projektleiter Hermann Abels-Bruns.
Eine kleine Karte führt zum großen Streit: Während das Bundesgesundheitsministerium für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte nach wie vor von Kosten von 1,4 Milliarden Euro ausgeht, sprechen Kritiker von bis zu 5,4 Milliarden Euro für die fünfjährige Einführungsphase. So habe eine von der Entwicklungsfirma Gematik in Auftrag gegebene Studie einer Beratungsfirma Kosten von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert, die im schlimmsten Fall auf 5,4 Milliarden Euro explodieren könnten, berichtet die ARD-Fernsehsendung Monitor.
Dagegen hält Martin Litsch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in NRW und zugleich Chef der AOK Westfalen, Kosten von 1,4 Milliarden Euro für die Investition für durchaus realistisch. Das sei im übrigen nur ein Prozent der Ausgaben der Krankenkassen von 140 Milliarden Euro pro Jahr, beschwichtigt er. Zu der Elektronik-Karte gebe es außerdem keine Alternative. Letzlich entscheide der Versicherte, welche Daten an den Arzt weitergegeben werden.
Regierungsberater:
Auf Start verzichten
Das sieht der Regierungsberater Professor Jürgen Wasem ganz anders. Im ARD-Politikmagazin Monitor erklärte er, die Karte werde „primär aus politischen Gründen” an den Start gehen. „Ökonomisch wird sie ein Minusgeschäft sein, das letztlich die Versicherten zahlen”, meinte Wasem, der Vorsitzender des Bewertungsausschusses für ärztliche Leistungen und des „Wissenschaftlichen Beirates” zum Risikostrukturausgleich ist. Da die Karte auch nicht alle geplanten Leistungen erbringe, solle auf den geplanten Start zunächst verzichtet werden, forderte der Regierungsberater. Eigentlich sollte die elektronische Gesundheitskarte schon 2006 eingeführt werden, so die gesetzliche Regelung. Aufrund technischer Probleme kam es immer wieder zu Verzögerungen.
Aussteigen aus dem System wollen auch die privaten Krankenversicherungen. Die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte wird ohne Privatversicherte beginnen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) habe „die Notbremse gezogen”, erklärte PKV-Direktor Volker Leien-bach gestern in Berlin. „Solange keine Investitionssicherheit gegeben ist, werden wir uns weder an den Kosten zum Aufbau der Infrastruktur für den geplanten Basis-Rollout der Karte beteiligen noch weitere Gesundheitskarten im Zuge von Testmaßnahmen herausgeben”, betonte Leienbach.
Derweil wird in der Region Bochum-Dortmund kräftig weiter getestet. In dieser Phase sollen „Reparaturarbeiten” erledigt werden, erklärte gestern Cord Bartels, Geschäftsführer der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik).
So soll der von den Ärzten kritisierte zu große Zeitaufwand verringert werden. In der zweiten Jahreshälfte 2010 wird die Zahl der Versicherten auf 100 000 ausgeweitet werden. Dabei soll getestet werden, ob die Standarddaten der Versicherten online überprüft werden und ob Arztbriefe online verschickt werden können.
In der Region Nordrhein werden bereits ab Herbst 2009 Lesegeräte an alle Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser ausgeliefert werden. Anfang 2010 werden dann die Praxen in Westfalen folgen, erwartet Projektleiter Hermann Abels-Bruns.
Eine kleine Karte führt zum großen Streit: Während das Bundesgesundheitsministerium für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte nach wie vor von Kosten von 1,4 Milliarden Euro ausgeht, sprechen Kritiker von bis zu 5,4 Milliarden Euro für die fünfjährige Einführungsphase. So habe eine von der Entwicklungsfirma Gematik in Auftrag gegebene Studie einer Beratungsfirma Kosten von 2,8 Milliarden Euro prognostiziert, die im schlimmsten Fall auf 5,4 Milliarden Euro explodieren könnten, berichtet die ARD-Fernsehsendung Monitor.
Dagegen hält Martin Litsch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in NRW und zugleich Chef der AOK Westfalen, Kosten von 1,4 Milliarden Euro für die Investition für durchaus realistisch. Das sei im übrigen nur ein Prozent der Ausgaben der Krankenkassen von 140 Milliarden Euro pro Jahr, beschwichtigt er. Zu der Elektronik-Karte gebe es außerdem keine Alternative. Letzlich entscheide der Versicherte, welche Daten an den Arzt weitergegeben werden.
Regierungsberater:
Auf Start verzichten
Das sieht der Regierungsberater Professor Jürgen Wasem ganz anders. Im ARD-Politikmagazin Monitor erklärte er, die Karte werde „primär aus politischen Gründen” an den Start gehen. „Ökonomisch wird sie ein Minusgeschäft sein, das letztlich die Versicherten zahlen”, meinte Wasem, der Vorsitzender des Bewertungsausschusses für ärztliche Leistungen und des „Wissenschaftlichen Beirates” zum Risikostrukturausgleich ist. Da die Karte auch nicht alle geplanten Leistungen erbringe, solle auf den geplanten Start zunächst verzichtet werden, forderte der Regierungsberater. Eigentlich sollte die elektronische Gesundheitskarte schon 2006 eingeführt werden, so die gesetzliche Regelung. Aufrund technischer Probleme kam es immer wieder zu Verzögerungen.
Aussteigen aus dem System wollen auch die privaten Krankenversicherungen. Die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte wird ohne Privatversicherte beginnen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) habe „die Notbremse gezogen”, erklärte PKV-Direktor Volker Leien-bach gestern in Berlin. „Solange keine Investitionssicherheit gegeben ist, werden wir uns weder an den Kosten zum Aufbau der Infrastruktur für den geplanten Basis-Rollout der Karte beteiligen noch weitere Gesundheitskarten im Zuge von Testmaßnahmen herausgeben”, betonte Leienbach.
Derweil wird in der Region Bochum-Dortmund kräftig weiter getestet. In dieser Phase sollen „Reparaturarbeiten” erledigt werden, erklärte gestern Cord Bartels, Geschäftsführer der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik).
So soll der von den Ärzten kritisierte zu große Zeitaufwand verringert werden. In der zweiten Jahreshälfte 2010 wird die Zahl der Versicherten auf 100 000 ausgeweitet werden. Dabei soll getestet werden, ob die Standarddaten der Versicherten online überprüft werden und ob Arztbriefe online verschickt werden können.
In der Region Nordrhein werden bereits ab Herbst 2009 Lesegeräte an alle Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser ausgeliefert werden. Anfang 2010 werden dann die Praxen in Westfalen folgen, erwartet Projektleiter Hermann Abels-Bruns.
Eine Testreihe in der Region Bochum-Essen hat ergeben, dass die elektronische Gesundheitskarte nur in einem der drei geprüften Anwendungsgebiete zufriedenstellend funktioniert, erklärte Hermann Abels-Bruns, Projektleiter der Testregion. Nur das Lesen der Patientendaten sei praxistauglich. Das Erstellen und Lesen eines elektronischen Rezeptes und eines geschützten Notfalldatensatzes habe viel zu lange gedauert, beklagten die beteiligten Ärzte. 8595 Versicherte, 24 Praxen, zwei Krankenhäuser und 15 Apotheken hatten sich an dem Test beteiligt.
20:50
Endlich kommt die neue Karte mit Bild, dann kann nicht mehr Betrogen werden und die Krankenkassen können die Beiträge senken da die Millionen um die sie Betrogen wurden dann nicht mehr anfallen !!!!
18:20
Ich hatte mal (mit etwas Wut im Bauch) bei meiner BKK im Forum gefragt
www.bkk24.de/typo3/index.php?id=223
Beitrag: 275 // Schweijk
Bis heute immerhin noch nicht gelöscht.
Im Gegenteil, es wurde Etwas geantwortet
- und wie... das spricht Bände!